2. Juli 2022
  WEITERE NEWS
Aktuelles aus
L
ibrary
Essentials

In der Ausgabe 4/2022 (Juni/Juli 2022) lesen Sie u.a.:

  • Dort suchen, wo man am meisten findet oder: Die Wahl der richtigen Datenbank
  • Der Einfluss von Corona auf die Online-Tätigkeiten von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren
  • Information ist nicht gleich Information
  • Die globale Forschungslandschaft im Wandel
  • Trends im Hochschulwesen:
    10 Jahre Hochschul-Bildungs-Report
  • Meta-Studie bestätigt zahlreiche Vorteile von Open Access
  • Umfrage belegt weiterhin hohe Präferenz für das Printbuch
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 3 / 2022

GESCHICHTE

  • Wer waren die Nationalsozialisten?
  • Die Welt nach Pearl Harbor
  • Die Manila Galeone

IM FOKUS

  • Frauen im Kampf gegen Korruption und Krieg
  • Femizide – ein Problem der gesamten Gesellschaft

LANDESKUNDE | REISEN
Indien | Bangladesch | Südfrankreich

RECHT
Verbraucherrecht | Erbrecht | Betriebsratswahlen 2022

uvm

50. Weltalphabetisierungstag am 8. September –
7,5 Millionen funktionale Analphabeten in Deutschland

Ehrenamtliche Vorleser, Projektpartner und Spender gesucht

 
zoom [+]
[X]

Das Lesen gehört zu einem der beliebtesten Freizeitvergnügen der Deutschen. Fast die Hälfte der Bundesbürger nimmt regelmäßig ein Buch zur Hand. Dennoch leben in Deutschland 7,5 Millionen erwachsene Menschen, die trotz schulischer Bildung nicht ausreichend lesen und schreiben können. Dies entspricht einem Anteil von 14,5 Prozent der Deutsch sprechenden Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 64 Jahren. Weitere 25,9 Prozent lesen und schreiben fehlerhaft.

Ob ein Mensch Leser oder Nichtleser wird, entscheidet sich früh im Leben. Aus diesem Grund betont die Stiftung Lesen zum Weltalphabetisierungstag am 8. September, wie wichtig präventive Leseförderung ist. Die jährlichen Vorlesestudien der Stiftung Lesen zeigen: Kinder, denen schon frühzeitig vorgelesen wird und für die der Umgang mit Büchern und Geschichten zum Alltag gehört, lernen später leichter lesen. Sie haben vor allem in Deutsch, aber auch in anderen Fächern bessere Noten und damit günstigere Voraussetzungen für ihre Leben und Karrieren. Kinder hingegen, denen nicht regelmäßig von ihren Eltern vorgelesen wird, haben ein hohes Risiko, das Lesen nicht zu erlernen. Da nahezu die Hälfte der funktionalen Analphabeten Eltern sind, ist der Handlungsbedarf hoch.

Der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen Dr. Jörg F. Maas macht deutlich: „Unabhängig vom Bildungsstand der Eltern ist das Vorlesen in der Familie ein zentraler Faktor in der späteren Ausbildung von Lesekompetenz. Die Stiftung Lesen setzt sich dafür ein, das öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit frühkindlicher Leseförderung zu schärfen. Nur so können wir das Lesen im Leben und im Bewusstsein aller verankern und funktionalem Analphabetismus nachhaltig entgegenwirken.“

Unter funktionalem Analphabetismus versteht man laut der leo. – Level-One Studie, dass „eine Person zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben kann, nicht jedoch zusammenhängende – auch kürzere – Texte.“ Die Betroffenen werden den Alpha-Levels 1-3 zugeordnet und sind nicht in der Lage, schriftliche Arbeitsanweisungen, Briefe oder Beipackzettel von Medikamenten zu lesen, geschweige denn komplexe Zeitungs- und Zeitschriftenartikel. Mehr als 25 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung können zudem nur fehlerhaft schreiben, sie gehören zum Alpha Level 4.

www.netzwerkvorlesen.de und www.stiftunglesen.de/Spenden

Registrieren sich für den bundesweiten Vorlesetag am 18. November: http://www.vorlesetag.de