25. Juni 2022
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Aktuelles aus
L
ibrary
Essentials

In der Ausgabe 3/2022 (Mai 2022) lesen Sie u.a.:

  • Bücherverbote und Bedrohungen nehmen in US-Bib­lio­theken rasant zu
  • Ukraine-Krieg verstärkt Informationsbedürfnis und erhöht die Sorge vor Cyberangriffen?
  • Die Auswirkungen von nicht-linearen Texten, Hyperlinks und oberflächlichem Lesen auf das Textverständnis
  • Mobiltechnologie und ihre Folgen für den Lärmpegel in wissenschaftlichen Bibliotheken
  • KI: immer schneller, besser und kostengünstiger, aber ethische Bedenken nehmen ebenfalls zu
  • Mögliche Folgen der KI auf die Bibliotheksarbeit
  • Studie zu Predatory Journals und Konferenzen: kein marginales Thema
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 3 / 2022

GESCHICHTE

  • Wer waren die Nationalsozialisten?
  • Die Welt nach Pearl Harbor
  • Die Manila Galeone

IM FOKUS

  • Frauen im Kampf gegen Korruption und Krieg
  • Femizide – ein Problem der gesamten Gesellschaft

LANDESKUNDE | REISEN
Indien | Bangladesch | Südfrankreich

RECHT
Verbraucherrecht | Erbrecht | Betriebsratswahlen 2022

uvm

Kostenfreier Lesestoff für Schulen

Das bundesweite Leseförderungsprojekt „Zeitschriften in die Schulen“ startet im September zum 14. Mal

Um Kinder und Jugendliche für das Lesen zu begeistern, startet mittlerweile zum 14. Mal das bundesweite Leseförderprojekt „Zeitschriften in die Schulen“. Ab sofort können sich interessierte Lehrkräfte aller allgemein- und berufsbildenden Schulen ab Klassenstufe 5 bis Klassenstufe 12 für die neue Projektrunde unter www.stiftunglesen.de/zeitschriften-schule anmelden. Nach Ostern 2017 erhalten die teilnehmenden Klassen einen Monat lang kostenlose Zeitschriftenpakete, ergänzt durch methodisch-didaktische Anregungen für den Schulunterricht. Die zur Auswahl stehenden Titel reichen inhaltlich von Jugend- und Wissensmagazinen über Comics bis zu Motorsport- und Frauenmagazinen.  

Das Ziel: dem „Leseknick“ in der Pubertät entgegenwirken  

Um die Lesefreude bei Kindern zu wecken und bei Jugendlichen zu fördern, eignet sich das Medium Zeitschrift besonders gut. Denn durch die kurzen Texte und bildorientierte Gestaltung ist die Hemmschwelle, die viele Kinder und Jugendliche vom Lesen abhält, deutlich niedriger als beispielsweise bei Büchern. Zudem wirken Zeitschriften nachweislich dem „Leseknick“ in der Pubertät entgegen: Eine Evaluationsstudie der Stiftung Lesen hat ergeben, dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die sehr gerne oder gerne lesen, nach dem 7. Schuljahr drastisch zurückgeht – zwischen Klasse 6 und 8 um insgesamt 45 Prozent. Unter den Schülerinnen und Schülern, die am Projekt „Zeitschriften in die Schulen“ teilgenommen haben, ging der Anteil zum Lesen Motivierter nur um rund 11 Prozentpunkte zurück.  

„Zeitschriften in die Schulen“ ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Lesen, dem Bundesverband Deutscher Buch-, Zeitungs- und Zeitschriften-Grossisten e. V. und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e. V. Seit Projektbeginn im Jahr 2003 haben mehr als 4,6Millionen Kinder und Jugendliche an „Zeitschriften in die Schulen“ teilgenommen. Schirmherrin ist die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters.  

14,5 Prozent der 15-Jährigen verfügen nur über eine (sehr) schwache Lesekompetenz  

Studien der Stiftung Lesen zeigen, dass eine umfassende Lesekompetenz in der Schule nicht nur im Deutschunterricht eine zentrale Rolle spielt, sondern Kinder und Jugendliche in allen Fächern begleitet. Außerdem ist sie die Grundlage für lebenslanges Lernen und gesellschaftliche Teilhabe. Allerdings zeigen PISA-Studien und OECD-Berichte für die Lesekompetenz deutscher Kinder seit Jahren große Defizite auf: 14,5 Prozent der 15-Jährigen Schülerinnen und Schüler verfügen nur über eine (sehr) schwache Lesekompetenz (PISA 2012). Rund 7,5 Millionen Erwachsene sind hierzulande laut LEO-Studie 2011 funktionale Analphabeten.

Die Studien der Stiftung Lesen finden Sie hier:
www.stiftunglesen.de/institut-fuer-lese-und-medienforschung/forschungsprojekte/vorlesestudie