25. Juni 2022
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 3/2022 (Mai 2022) lesen Sie u.a.:

  • Bücherverbote und Bedrohungen nehmen in US-Bib­lio­theken rasant zu
  • Ukraine-Krieg verstärkt Informationsbedürfnis und erhöht die Sorge vor Cyberangriffen?
  • Die Auswirkungen von nicht-linearen Texten, Hyperlinks und oberflächlichem Lesen auf das Textverständnis
  • Mobiltechnologie und ihre Folgen für den Lärmpegel in wissenschaftlichen Bibliotheken
  • KI: immer schneller, besser und kostengünstiger, aber ethische Bedenken nehmen ebenfalls zu
  • Mögliche Folgen der KI auf die Bibliotheksarbeit
  • Studie zu Predatory Journals und Konferenzen: kein marginales Thema
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 3 / 2022

GESCHICHTE

  • Wer waren die Nationalsozialisten?
  • Die Welt nach Pearl Harbor
  • Die Manila Galeone

IM FOKUS

  • Frauen im Kampf gegen Korruption und Krieg
  • Femizide – ein Problem der gesamten Gesellschaft

LANDESKUNDE | REISEN
Indien | Bangladesch | Südfrankreich

RECHT
Verbraucherrecht | Erbrecht | Betriebsratswahlen 2022

uvm

Kein Wachstum im E-Book-Markt

Jeder Vierte liest digitale Bücher – wie auch schon vor fünf Jahren

Das digitale Bücherregal ist bei vielen Bundesbürgern beliebt, findet aber kaum neue Nutzer. Jeder Vierte (26 Prozent) greift hierzulande zum E-Book. Damit bleibt der Anteil der E-Book-Leser auf dem Niveau der Vorjahre. Bereits im Jahr 2014 waren es 24 Prozent. Gedruckte Bücher lesen hingegen acht von zehn Bundesbürgern (79 Prozent) zumindest hin und wieder. Jeder Sechste (17 Prozent) liest weder gedruckte Bücher noch E-Books. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „E-Books haben echte Fans, es kommen aber keine neuen hinzu“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Für viele Leserinnen und Leser haben digitale Bücher einen Mehrwert geschaffen, ersetzen damit aber kaum gedruckte Titel.“ Immerhin: Etwas mehr als ein Drittel der Nicht-Nutzer (35 Prozent) kann sich vorstellen, künftig E-Books zu lesen.

Beliebtestes Ausgabegerät für E-Books ist der E-Reader, gut drei Viertel der Nutzer (77 Prozent) lesen damit privat oder beruflich. Jeder zweite (50 Prozent) liest inzwischen über das Smartphone, gefolgt von Tablet-Computer (38 Prozent), Laptop (23 Prozent) und stationärem PC (3 Prozent). Vor allem die Jüngeren lesen digitale Bücher: 47 Prozent der 16- bis 29-Jährigen nutzen E-Books. Unter den 30- bis 49-Jährigen sowie den 50- bis 64-Jährigen sind es jeweils 26 Prozent. In der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt der Anteil der E-Book-Nutzer bei 10 Prozent.

Gründe für E-Books: jederzeit und schnell verfügbar

Ein E-Book bietet aus Bitkom-Sicht viele Vorteile: einstellbare Schriftgrößen, integrierte Wörterbücher, die Suchfunktion für markierte Textstellen – und nicht zuletzt ein geringerer Ressourcenverbrauch. Außerdem sparen Nutzer Gewicht und Platz. Größter Vorteil ist für sie aber, dass die digitalen Bücher jederzeit zur Verfügung stehen. 85 Prozent der E-Book-Nutzer geben dies an. Für drei Viertel (76 Prozent) ist es der schnelle Bezug von neuem Lesestoff. Platz zu sparen ist für sieben von zehn (72 Prozent) der Grund für E-Books. Für ähnlich viele (70 Prozent) ist das geringe Gewicht ausschlaggebend, zwei von fünf (42 Prozent) setzen auf Funktionen wie Übersetzen, Notizenmachen oder Markieren.

In diesem Sommer hat die Bundesregierung den Weg für eine ermäßigte Mehrwertsteuer unter anderem auch für E-Books frei gemacht. „Mit der ermäßigten Mehrwertsteuer stellt die Bundesregierung E-Books den gedruckten Büchern gleich“, so Berg. „Es bleibt abzuwarten, ob E-Books dadurch dann auch mehr Leser finden.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Fragestellungen lauteten: „Lesen Sie zumindest hin und wieder gedruckte Bücher oder E-Books?“, „Auf welchen der folgenden Geräte lesen Sie beruflich oder privat E-Books?“, „Aus welchen der folgenden Gründe lesen Sie E-Books?“ und „Können Sie sich vorstellen, in Zukunft E-Books zu lesen, unabhängig davon auf welchem Gerät?“