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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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7. März 2026
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In der Ausgabe 02/2026 (März 2026) lesen Sie u.a.:

  • Seniorinnen und Senioren entdecken soziale Netzwerke – Chancen und Aufgaben für Bibliotheken
  • Chatbots im Auskunftsdienst wissenschaftlicher Bibliotheken
  • Bibliotheken unter Druck – Was der Hamburger Sparkurs über den Zustand
    des Wissenschaftssystems verrät
  • Die „Big Three“ der Wissenschaftsinformation – Web of Science, Scopus und OpenAlex im systematischen Vergleich
  • Der Strukturwandel im italienischen Buchmarkt – Lehren für Europa,
    die Leseförderung, den Buchhandel
    und Künstliche Intelligenz
  • GenAI in der Hochschulbildung –
    Wer forscht weltweit zu ChatGPT und Co.?
  • Jenseits des Akronyms –
    Wie wissenschaftliche Bibliotheken DEI
    unter politischem Druck neu verankern
  • Kann Bibliotherapie helfen, die Krisen
    der Gegenwart zu bewältigen?
  • Web-Barrierefreiheit pragmatisch umsetzen – Kleine Schritte mit großer Wirkung
  • Wenn die KI die Nachrichten auswählt, verändert sich die öffentliche Wahrnehmung
  • Zwischen Plattformökonomie und kulturellem Gedächtnis – Hat das physische Medium noch eine Zukunft?
u.v.m.
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Nationale Forschungsdateninfrastruktur: Drei Konsortien mit Beteiligung des KIT gefördert

Forschungsdaten nehmen durch den digitalen Wandel zunehmend eine Schlüsselrolle in den Wissenschaften ein. Bund und Länder haben deshalb im November 2018 den Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) beschlossen. In der NFDI sollen Datenbestände systematisch erschlossen, langfristig gesichert und zugänglich gemacht werden. Zentrales Element werden Konsortien sein, in denen Nutzer und Anbieter von Forschungsdaten mit Einrichtungen der Informationsinfrastruktur zusammenwirken. Heute hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) die ersten neun Konsortien bekanntgegeben, die im Rahmen von NFDI gefördert werden. An drei dieser Konsortien sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beteiligt.

Die drei Konsortien, an denen das KIT beteiligt ist, sind auf Chemie (NFDI4Chem), Ingenieurwissenschaften (NFDI4Ing) sowie Katalyseforschung (NFDI4Cat) ausgerichtet.

Ziel des NFDI4Cat-Konsortiums ist es, die Katalyseforschung im digitalen Zeitalter neu zu definieren und neue Facetten hinzuzufügen. Kernherausforderung ist ein grundlegend verbessertes Verständnis in den Katalysewissenschaften sowie die Schaffung von Arbeitsabläufen, die eine Brücke zwischen Theorie und Simulation sowie experimentellen Studien zu Katalysatoren und den damit verbundenen technischen Aspekten schlagen. Wesentliche Elemente dieser Strategie sind die Vereinheitlichung der Datenformate und das Verständnis der Anforderungen für die Schaffung hochleistungsfähiger Informationsarchitekturen. Diese ermöglichen das Speichern, den Austausch und die Analyse von Daten unter Verwendung der modernsten Werkzeuge der künstlichen Intelligenz (KI). Das KIT ist mit einem Co-Sprecher aus dem Institut für Technische Chemie und Polymerchemie (ITCP) an NFDI4Cat beteiligt. Federführend für den Antrag war die DECHEMA in Frankfurt.

Die Vision von NFDI4Chem ist die Digitalisierung aller wichtigen Schritte in der chemischen Forschung. Sie soll die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihren Bemühungen unterstützen, Forschungsdaten zu sammeln, zu speichern, zu verarbeiten, zu analysieren, offenzulegen und wiederzuverwenden. Die NFDI4Chem wird alle Disziplinen der Chemie im akademischen Bereich vertreten. In der Anfangsphase konzentriert sie sich auf Daten, die sich auf Moleküle und Reaktionen beziehen, einschließlich der Daten für deren experimentelle und theoretische Charakterisierung. Das KIT ist mit zwei Co-Sprechern beteiligt, die Gestaltung übernimmt das Steinbuch Centre for Computing (SCC) gemeinsam mit dem Institut für Organische Chemie (IOC) und dem Institut für Biologische und Chemische Systeme (IBCS). Federführend für den Antrag von NFDI4Chem war die Friedrich-Schiller-Universität Jena.

NFDI4Ing vereinigt die ingenieurwissenschaftlichen Forschungsgemeinschaften und fördert das Management ihrer Forschungsdaten. NFDI4Ing wurde 2017 gegründet und steht in engem Austausch mit Forschenden aller ingenieurwissenschaftlichen Fachgebiete. Ein Hauptziel ist es, die Bedürfnisse und Interessen der Ingenieurgemeinschaft in Bezug auf Datennutzung und Zugänglichkeit zu definieren und zu artikulieren. Eine wichtige Herausforderung ist dabei die große Anzahl von Teildisziplinen der Ingenieurwissenschaften und ihre fachspezifischen Eigenheiten. Das KIT ist mit zwei Co-Sprechern aus dem Institut für Angewandte Materialien (IAM) und dem Steinbuch Centre for Computing (SCC) beteiligt. Federführend für den Antrag von NFDI4Ing war die RWTH Aachen.

Bund und Länder beabsichtigen, im Rahmen der NFDI bis zu 30 Konsortien zu fördern. Dafür stehen im Endausbau bis zu 85 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Es sind drei Ausschreibungsrunden in den Jahren 2019, 2020 und 2021 vorgesehen. In der ersten Ausschreibungsrunde wurden 22 Anträge auf Förderung von NFDI-Konsortien gestellt, davon wurden nun 9 ausgewählt. An den Anträgen waren insgesamt 142 verschiedene Einrichtungen antrag- oder mitantragsstellend beteiligt. 2020 und 2021 sind jeweils weitere Ausschreibungsrunden geplant. Das Direktorat der NFDI ist auf Beschluss der GWK in Karlsruhe angesiedelt.

www.kit.edu