17. September 2021
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In der Ausgabe 6/2021 (September 2021) lesen Sie u.a.:

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  • Virtuelle Lesesäle und Lehrräume
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Ausgabe 4 / 2021

IM FOKUS
RA Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin:
Wolfgang Kaleck und die konkrete Utopie der Menschenrechte

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Facettenreich!

IN MEMORIAM
Ré Soupault

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne, Galaxien ...

RECHT
Naturschutz- und Umweltrecht | Arbeitsrecht

uvm

Springer Nature bietet ab Januar 2021 Gold Open Access-Optionen für Nature Journals

Einführung von OA-Publikationsgebühren für alle Zeitschriften von Nature Research und Start des Pilotprojekts "Guided OA"

Im vergangenen Monat gab Springer Nature die bahnbrechende Vereinbarung mit der Max Planck Digital Library (MPDL) bekannt, dank der Autor*innen aus Deutschland ihre Forschungsergebnisse in Nature und den Zeitschriften der Nature-Brands Open Access veröffentlichen können. Transformationsvereinbarungen dieser Art sind sehr effektiv, um den Übergang zu Open Access zu ermöglichen, jedoch meist kompliziert und langwierig zu verhandeln. Aus diese Grund kündigt Springer Nature heute an, dass Autor*innen, die in Nature-Zeitschriften OA veröffentlichen möchten, nicht länger warten müssen.

Ab Januar 2021 haben alle Autor*innen die Möglichkeit, in Nature oder in einem der 32 Nature Research Journals Gold OA zu veröffentlichen. Die OA-Publikationsgebühr, Article Processing Charge (APC), ist mit 9500 Euro identisch mit der, die Springer Nature mit der MPDL vereinbart hat. Damit werden Nature und die Zeitschriften der Nature-Brands die ersten hochselektiven Zeitschriften sein, die ihren Autor*innen eine Gold OA-Option anbieten. Forschungsergebnisse, die in Nature oder Zeitschriften der Nature-Brands erscheinen, werden etwa 30-mal so oft heruntergeladen wie Artikel in ähnlichen Zeitschriften. Die Artikel werden außerdem von erfahrenen Teams bestmöglich verbreitet, so dass allein in diesem Jahr rund 10.000 Erwähnungen in Strategie- und Grundsatzdokumenten, über 100.000 News-Stories weltweit und mehr als 3 Millionen Twitter Mentions gezählt werden konnten.

Die neue OA-Option ist auch eine positive Nachricht für Autor*innen, deren Finanzierung nach Plan S-Vorgaben definiert ist, da Springer Nature mit diesem Schritt Gold OA-Veröffentlichungen ab Januar 2021 in all seinen Journals ermöglicht.

Als innovativer Verlag im Bereich Open Access startet Springer Nature ab Januar 2021 außerdem ein sechs Zeitschriften¹ umfassendes OA-Pilotprojekt, in dem Autor*innen mit nur einer Einreichung gleich mehrere Titel des Nature-Portfolios erreichen können. Dies bedeutet, dass sich die Wartezeit und Unsicherheit für Autor*innen reduziert während gleichzeitig die Effizienz des gesamten Prozesses steigt. Gegen eine Gebühr für die redaktionelle Bewertung (Editorial Assessment Charge, EAC) des Manuskripts wird dieses von einem Nature Research Editor durch den gesamten Einreichungsprozess begleitet. Außerdem erhalten Autor*innen ein ausführliches Feedback (Editorial Assessment Report, EAR) des Editors, welches auch das externe Peer Review umfasst. Kommt es schließlich zu einer Veröffentlichung in einer der teilnehmenden Zeitschriften, zahlen Autor*innen eine zusätzliche Gebühr, die für Zeitschriften der Nature-Brands dann einer reduzierten Gesamt-APC von rund 5000 Euro entspricht. Autoren, die sich nach Erhalt des EAR entscheiden, den Prozess abzubrechen oder deren Einreichung nicht zur Veröffentlichung angenommen wurde, können den Bericht nutzen, um in einer anderen Zeitschrift veröffentlicht zu werden.

Der traditionelle Veröffentlichungsprozess, bei dem Autor*innen ohne Zahlung einer Publikationsgebühr veröffentlichen und ihre Ergebnisse Institutionen und Einzelpersonen zur Verfügung stehen, die diese Zeitschriften abonniert haben, bleibt davon unberührt. Artikel, die von Nature Journalisten und Editors erstellt werden, wie beispielsweise die beliebten ,News and Views'-Artikel, von Expert*innen geschriebene Zusammenfassungen kürzlich veröffentlichter wissenschaftlicher Fortschritte, bleiben für Abonnenten erhalten.

Alison Mitchell, Chief Journals Officer:
"Springer Nature setzt sich seit zwanzig Jahren für den Übergang zu Open Access ein. Mit dieser Erfahrung war es uns jetzt möglich, OA-Optionen zu entwickeln, mit denen Autor*innen auch in unseren hochselektiven Titeln OA veröffentlichen können. Auch wenn Transformationsvereinbarungen das beste Instrument sind, um den Übergang zu OA voranzutreiben und gleichzeitig keine zusätzlichen Mittel seitens der Autor*innen voraussetzen, kann ihre Implementierung für wissenschaftliche Einrichtungen langwierig oder auch ungeeignet sein. Es freut mich sehr, dass wir jetzt allen Autor*innen OA-Optionen anbieten können und außerdem mit unserem OA-Pilotprojekt einen weiteren Weg testen können, um unseren Autor*innen zur Veröffentlichung zu verhelfen.

Um unser gemeinsames Ziel Gold OA zu erreichen, werden wir diese Zeitschriften, sowie alle anderen unserer eigenen Titel sowie den überwiegenden Teil der von uns zusammen mit wissenschaftlichen Gesellschaften verlegten Journals an cOAlition S zur Registrierung als Transformative Journals und Aufnahme im Journal Checker Tool übermitteln. Die klar definierte OA-Option für das Nature-Portfolio soll garantieren, dass auch von cOAlition S finanzierte Autor*innen im Jahr 2021 auf alle Gold OA-Optionen von Springer Nature hingewiesen werden."

Bodo Stern, Chief of Strategic Initiatives des Howard Hughes Medical Institute (HHMI):
"Wir freuen uns, dass Springer Nature aktiv nach innovativen und dringend benötigten Lösungen für Open Access und Peer Review sucht. Wir sind gespannt, wie sich ,Guided OA' entwickelt."

Robert Kiley, Head of Open Research beim Wellcome Trust:
"Wir freuen uns, dass sich die Nature-Journals so engagiert für den Übergang zu Open Access einsetzen. Dies zeigt sich auch in der Übermittlung der Titel als transformative Zeitschriften an cOAlition S. Auch das Pilotprojekt für ein neues Veröffentlichungsmodell - bei dem die Publikationsgebühr in eine redaktionelle Begutachtungsgebühr und, falls der Artikel zur Publikation angenommen wird, einer Veröffentlichungsgebühr aufgeteilt wird - werden wir mit großem Interesse beobachten. Letztendlich glauben wir, dass Veröffentlichungskosten aufgeteilt werden müssen, damit sie die verschiedenen Arbeitsleistungen eines Verlags widerspiegeln. Der jetzt von Nature gestartete Versuch wird uns helfen, diesen Ansatz besser einschätzen zu können."

www.nature.com