23. September 2021
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In der Ausgabe 6/2021 (September 2021) lesen Sie u.a.:

  • KI, Expertensysteme und Roboter für die Bibliothek
  • Aus Widersprüchen lernen, um das Konzept der Bibliothek als Ort umzusetzen
  • Virtuelle Lesesäle und Lehrräume
    als neue Zugangsmöglichkeiten
    zu analogen Sammlungen
  • Non-Fungible Tokens (NFTs) als neues Sammelgebiet für Bibliotheken?
  • Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz beim Schreiben von wissenschaftlichen Texten
  • Chancen und Vorteile durch Smart Cities
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Ausgabe 4 / 2021

IM FOKUS
RA Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin:
Wolfgang Kaleck und die konkrete Utopie der Menschenrechte

FOTOGRAFIE
Facettenreich!

IN MEMORIAM
Ré Soupault

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne, Galaxien ...

RECHT
Naturschutz- und Umweltrecht | Arbeitsrecht

uvm

Nature Index Artificial Intelligence stellt neue Entwicklungen
im Bereich der Künstlichen Intelligenz vor

Zunehmende Rechenleistung, größere Datensätze und ausgeklügelte Algorithmen lassen die Zahl wissenschaftlicher Konferenzen und Artikel rund um das Thema Künstliche Intelligenz stetig wachsen. Der heute veröffentlichte Nature Index AI nutzt Daten des Nature Index und der größeren Dimensions-Datenbank von Digital Science, um dieses schnell wachsende und viel diskutierte Themenfeld zu analysieren. Erstmalig veröffentlicht der Nature Index AI außerdem durch AI erstellte Zusammenfassungen wissenschaftlicher Artikel. Außerdem wird untersucht, wie AI in der wissenschaftlichen Verlagswelt zum Einsatz kommt.

Der Nature Index AI zeigt, wie AI bereits heute genutzt wird, beispielsweise für den Nachweis sogenannter „Deep Fakes“, in der Arzneimittelforschung oder um Voreinstellungen bei der Gesichtserkennung zu erkennen. Darüber hinaus werden sechs Forscher*innen aus den Bereichen Astronomie, Bildung und Gesundheitsforschung porträtiert, die AI erfolgreich für wissenschaftliche Fortschritte nutzen.

Auf Institutsebene wird das Feld der Einrichtungen, die die meisten wissenschaftlichen Artikel mit AI-Bezug veröffentlichten, von den USA angeführt. Nach Daten des Nature Index liegen auf den ersten drei Plätzen die Harvard University, die Stanford University und das MIT. Betrachtet man die Daten der größeren Dimensions-Datenbank von Digital Science, so dominieren Institutionen aus China die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, mit der Tsinghua-Universität in Peking an der Spitze. Nach Daten des Nature Index liegen die USA, Großbritannien und Deutschland im Bereich der AI-Forschung knapp vor China, nach denen von Dimensions steht China an der Spitze. Eine Infografik zeigt außerdem, wie wichtig und produktiv Kooperationen auch für AI-Artikel sind.

Weiterhin wird gezeigt, wie AI im Kontext des wissenschaftlichen Publizierens eingesetzt wird, beispielsweise wie AI Texte aus strukturierten Datensätzen erstellt, Artikel zusammenfasst, relevante Artikel schneller auffindbar macht und sogar alternative Veröffentlichungsmöglichkeiten für abgelehnte Artikel identifiziert. 

David Swinbanks, Gründer des Nature Index: „Künstliche Intelligenz wird als Forschungsthema viel diskutiert und wir sehen schnelle Fortschritte, die viele Aspekte unseres Lebens betreffen. Die jetzt veröffentlichte Ausgabe stellt einige der wichtigsten Forschungstrends sowie Anwendungen vor. Der Index zeigt, dass vor allem westliche Institutionen AI für naturwissenschaftliche Forschung einsetzen. Für den Bereich der angewandten Forschung sieht die Dimensions-Datenbank China vorne. Während die Zahl der Forschungsartikel zu AI-Themen weiter wächst, wollen wir sowohl auf die Fortschritte als auch auf ethische und technische Herausforderungen aufmerksam machen. Außerdem schauen wir uns an, wie AI in der wissenschaftlichen Verlagswelt u.a. dafür eingesetzt wird, Inhalte zu gestalten und auffindbar zu machen.“

Der Nature Index ist ein Indikator für die Leistungsstärke institutioneller Forschung. Die Methodik, um die Zahlen und Anteile zu ermitteln, die als Grundlage der Nature Index-Listen dienen, basiert auf den veröffentlichten Forschungsergebnissen einer Institution oder eines Landes in 82 naturwissenschaftlichen Journals, die von einem unabhängigen Gremium führender Wissenschaftler*innen in dem jeweiligen Gebiet ausgewählt wurden. Da viele andere Faktoren, die für die Bewertung der Forschungsqualität und der institutionellen Leistung wichtig sind, so nicht berücksichtigt werden können, sollte der Nature Index nicht als einziges Instrument für die Bewertung von Institutionen oder Einzelpersonen verwendet werden. Die Daten und Methoden des Nature Index sind transparent und stehen unter einer Creative Commons-Lizenz unter natureindex.com zur Verfügung.