25. September 2021
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In der Ausgabe 6/2021 (September 2021) lesen Sie u.a.:

  • KI, Expertensysteme und Roboter für die Bibliothek
  • Aus Widersprüchen lernen, um das Konzept der Bibliothek als Ort umzusetzen
  • Virtuelle Lesesäle und Lehrräume
    als neue Zugangsmöglichkeiten
    zu analogen Sammlungen
  • Non-Fungible Tokens (NFTs) als neues Sammelgebiet für Bibliotheken?
  • Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz beim Schreiben von wissenschaftlichen Texten
  • Chancen und Vorteile durch Smart Cities
u.v.m.
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Ausgabe 4 / 2021

IM FOKUS
RA Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin:
Wolfgang Kaleck und die konkrete Utopie der Menschenrechte

FOTOGRAFIE
Facettenreich!

IN MEMORIAM
Ré Soupault

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne, Galaxien ...

RECHT
Naturschutz- und Umweltrecht | Arbeitsrecht

uvm

KIT-Experte zu aktuellem Thema: Verlauf der Fußball-EM
lässt sich mit Algorithmus aus der Bioinformatik berechnen

Im Finale der Fußball-EM 2021 werden sich wahrscheinlich Frankreich und England gegenüberstehen, wobei England eine etwas höhere Chance hat, Europameister zu werden: Diese Prognose stellt Alexandros Stamatakis, Professor für High Performance Computing am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Forschungsgruppenleiter am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS).

„Die Berechnung von Turniersiegern ähnelt den Algorithmen zur Rekonstruktion von evolutionären Beziehungen zwischen verschiedenen Arten in der Phylogenetik“, erklärt der Informatiker. „Daher lassen sich Turnierverläufe mit ähnlichen Methoden wie Stammbäume berechnen.“ Die Phylogenetik beschäftigt sich mit der Erforschung von Abstammungen bei Lebewesen. Gemeinsam mit Ben Bettisworth, seinem Doktoranden am HITS, hat Alexandros Stamatakis das neue Software-Tool „Phylourny“ entwickelt, um den Verlauf der K.-o.-Phase von Turnieren zu prognostizieren, und seine Funktion anhand der Fußball-EM 2021 demonstriert.

„Wir haben dazu einen Algorithmus aus der Bioinformatik angepasst“, erläutert Bettisworth. „Unser Ansatz zeichnet sich dadurch aus, dass wir viele mögliche Turnierverläufe nicht mehr langwierig und mit gewissen Abweichungen von den exakten Werten simulieren müssen, sondern den Turnierverlauf effizient und exakt berechnen können – immer bei gegebenen Gewinnwahrscheinlichkeiten.“

Neben besseren und schnelleren Vorhersagen könnte die Arbeit der Bioinformatiker künftig auch die Entwicklung neuer Methoden zur Berechnung von Gewinnwahrscheinlichkeiten ermöglichen. Die Forscher stellen ihre Software als Open-Source-Code zur Verfügung. (or)

Weitere Informationen:

Phylourny: Predicting the Knock-out-phase of Tournaments via Phylogenetic Methods by example of the UEFA EURO 2020. https://cme.h-its.org/exelixis/pubs/phylourny.pdf