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9. Mai 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Koalitionsverhandlungen: Weichenstellung für zukunftsfähigen Bildungs-
und Wissenschaftsstandort Deutschland muss Bibliotheksinfrastruktur stärken

Zu den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD appelliert der dbv an die Parteien, verlässliche Rahmenbedingungen für Bildung, Wissenschaft sowie für die kommunalen Haushalte zu schaffen.

In ihrem Sondierungspapier haben Union und SPD zentrale Themen wie die Verbesserung von Bildungschancen, eine Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie die Bekämpfung von Desinformationen herausgehoben. In diesen Bereichen leisten Bibliotheken einen unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag: Als zentrale Partner der Leseförderung für Kitas, Schulen und Familien stärken sie die Lesefreude und erreichen mit gezielten Programmen auch Kinder und Jugendliche mit erschwerten Bildungszugängen. Mit ihren vielfältigen Angeboten sind sie gerade in Zeiten sozialer Fragmentierung und zunehmender Vereinsamung Begegnungsorte für alle Generationen und Milieus. Als Experten bei der Förderung von Medien- und Informationskompetenz unterstützen sie Jung und Alt bei der Einordnung von Nachrichten und beim Erkennen von Falschinformationen.

Dazu Volker Heller, Bundesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbands: „Damit das Potential der über 8.000 Bibliotheken in Deutschland für einen konstruktiven Wandel in den nächsten Jahren wirkungsvoll genutzt werden kann, muss der rechtliche und finanzielle Rahmen stimmen. Die möglichen Koalitionspartner haben jetzt die Chance, die richtigen Weichen zu stellen und in einer gemeinsamen Anstrengung von Bund, Ländern und Kommunen in die Bibliotheksinfrastruktur zu investieren. Denn Investitionen in Bibliotheken rechnen sich. Außerdem erwarten wir, dass die nächste Bundesregierung zügig die Möglichkeit der Sonntagsöffnung von Öffentlichen Bibliotheken umsetzt – ein Anliegen, für das sich die Union im letzten Jahr bereits mit einem eigenen Antrag im Bundestag stark gemacht hat.“

Aus Sicht des dbv braucht es für eine nachhaltige Verbesserung der Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich endlich einen inklusiveren Blick auf die Bildungslandschaften in Deutschland, der auch außerschulische Partner wie Bibliotheken in einer systematischen Weise einbindet und nutzt. Programme wie „Kultur macht stark“ zeigen seit Jahren eindrucksvoll, was für eine zentrale Rolle außerschulische Bildungspartner für die Bildungsbiografien von Kindern und Jugendliche spielen.

Ferner unterstützt der dbv das Bekenntnis von Union und SPD zur Wissenschaftsfreiheit als Fundament für Fortschritt und Innovation. Wissenschaftseinrichtungen wie Bibliotheken, Universitäten und Forschungseinrichtungen müssen unabhängig von politischer Einflussnahme und Ideologie ihre Arbeit durchführen können. Gerade in Zeiten von Desinformationen braucht es unabhängige Institutionen, die Desinformationen aufdecken und den Umgang mit Fake News schulen.

www.bibliotheksverband.de