INNOVATIV
Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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Sabine Wolf (Hrsg.)
Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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9. Mai 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Für mehr Transparenz in der Wissenschaft – DINI unterzeichnet
„Barcelona Declaration on Open Research Information“

Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI e.V.) hat am 03.04.2025 die „Barcelona Declaration on Open Research Information“ unterzeichnet. Sie unterstützt damit das Bemühen um offene Forschungsinformationen.

Forschungsinformationen – das sind strukturierte Metadaten über Forschungs­aktivitäten – gewinnen zunehmend an Bedeutung für die Sichtbarkeit und Bewertung von Forschung. Sie umfassen u. a. Angaben über wissenschaftliche Forschungs­bereiche und Projekte, involvierte Personen und Forschungsgruppen, Forschungsdaten und -software sowie Publikationen in Form von Monografien und Fachartikeln. Im Gegensatz zu vielen Forschungsergebnissen sind Forschungsinformationen bislang nur selten öffentlich zugänglich. Dies erschwert eine transparente Bewertung der wissenschaftlichen Aktivitäten – sowohl innerhalb der Wissenschaftscommunity als auch gegenüber Politik und Gesellschaft.

Die „Barcelona Declaration on Open Research Information" zielt darauf ab, die Prinzipien und Praktiken für einen offenen Zugang zu Forschungsinformationen zu fördern. Dies erhöht die Reichweite und die Transparenz wissenschaftlicher Forschung und fördert somit ihren gesellschaftlichen Nutzen. Die Unterzeichner der Deklaration verpflichten sich zu folgenden Punkten:

  1. Wir werden die Offenheit der von uns verwendeten und produzierten Forschungsinformationen zum Standard machen.
  2. Wir werden mit Diensten und Systemen arbeiten, die offene Forschungsinformationen unterstützen und ermöglichen.
  3. Wir werden die Nachhaltigkeit von Infrastrukturen für offene Forschungsinformationen unterstützen.
  4. Wir werden gemeinsame Anstrengungen zur Beschleunigung des Übergangs zur Offenheit von Forschungsinformation unterstützen.

Um diese Ziele zu erreichen, unterstützt DINI ihre Mitgliedseinrichtungen beim Übergang von geschlossenen zu offenen Forschungsinformationen. Die 2024 veröffentlichten DINI-Thesen identifizieren Open Science als eines der vier wichtigen Handlungsfelder für die nächsten Jahre: "Die Etablierung von Openness und FAIR-Prinzipien erhöht die Transparenz, die Reproduzierbarkeit der Forschung und zugleich die wissenschaftliche Integrität. Offene Daten und Ressourcen fördern den Wissensaustausch und die internationale Zusammenarbeit, führen zu höherer Forschungsqualität und Innovationskraft und machen die Forschung effizienter und nachhaltiger."

Die DINI-AG „Forschungsinformationen & Systeme“ (DINI AG FIS) adressiert seit 2011 strategische Fragestellungen des digitalen Managements von Forschungsinformationen in Wissenschaftsorganisationen. Sie fördert die Etablierung von Standards, evaluiert Umsetzungsoptionen und unterstützt so Einrichtungen bei der Integration von FIS in ihre Prozess- und IT-Landschaft. Sie schafft mit Positionspapieren und Leitfäden Orientierungswissen für die Community und Entscheidungsträger. Es wird nicht nur die Anerkennung der Sichtbarkeit und Offenheit von Forschungsleistung diskutiert, auch die für faire Forschungsevaluierung essentielle Offenheit von Forschungsinformationen liegt dabei explizit im Fokus. Die AG verbindet technische Expertise mit wissenschaftspolitischer Vermittlungsarbeit und treibt so die digitale Transformation im Forschungskontext voran.

Weitere Informationen:

https://dini.de/publikationen/dini-thesen