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13. Mai 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Zum Welttag des Buches: Bibliotheksverband unterstreicht
die Bedeutung von E-Books in Bibliotheken

In einer zunehmend digitalen Gesellschaft sind digitale Medien Grundpfeiler für Bildung, kulturelle Teilhabe und Informationsfreiheit. Zum heutigen Welttag des Buches unterstreicht der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) die Bedeutung eines freien und fairen Zugangs zu E-Books in Öffentlichen Bibliotheken. Denn der digitale Zugang ist eine wichtige Möglichkeit für viele Bürger*innen, an Informationen und Medien heranzukommen. Gerade für Menschen in ländlichen Regionen ohne wohnortnahen Zugang zu Bibliotheken eröffnen digitale Medien wichtige Teilhabechancen. Aber auch für die Lese- und Sprachförderung eignen sich E-Books aufgrund ihrer interaktiven Elemente.

Um den Zugang von E-Books in Bibliotheken zu verbessern, haben die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gemeinsam mit den Verlagen, Autor*innen und Bibliotheken in der vergangenen Legislaturperiode beschlossen, neue verhandlungsbasierte Lizenzmodelle zu erproben, so dass Bibliotheken Lizenzen ab dem ersten Publikationstag kaufen können und Verlage und Autor*innen zugleich fair vergütet werden.

„Bibliotheken prägen Biografien und führen Menschen aller Altersgruppen an Bücher heran. Bibliotheken müssen daher auch mit digitalen Angeboten ihrem öffentlichen Auftrag nachkommen und ihre Nutzer*innen in geeigneter Weise mit Informationen und Medien versorgen. Wir begrüßen daher die Anstrengungen aller Akteure, hier zeitnah zu guten Lösungen zu kommen“, so Dr. Holger Krimmer, Bundesgeschäftsführer des dbv. „Wir erwarten, dass innerhalb des kommenden Jahres tragfähige Lizenzmodelle erarbeitet werden. Denn eine faire E-Book-Regelung würde nicht nur Millionen Bibliotheksnutzer*innen zugutekommen, auch Urheber*innen und Verlage würden davon profitieren.“

Zum Hintergrund

Im Koalitionsvertrag der 20. Legislaturperiode wurde vereinbart, faire Rahmen­bedingungen beim E-Lending in Bibliotheken zu erzielen. Um den Auftrag aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen, hatte die BKM im Herbst 2022 zu einem Runden Tisch E-Lending eingeladen. An den Gesprächen nahmen der Deutsche Bibliotheksverband, der Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Verlagsvertreter*innen, der Verband deutscher Schrift­stel­lerinnen und Schriftsteller, das Netzwerk Autorenrechte, der Verband deutsch­sprachiger Übersetzerinnen und Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke sowie das Bundesministerium der Justiz und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz als weitere Ressorts der Bundesregierung teil.

Welttag des Buches

1995 hat die UNESCO-Generalkonferenz den 23. April zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ ausgerufen. Seither wird er in über 100 Ländern weltweit gefeiert. Das Datum geht auf eine katalanische Tradition zurück: Zum Namenstag des Schutzheiligen St. Georg werden dort Rosen und Bücher verschenkt.

www.bibliotheksverband.de