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6. März 2026
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In der Ausgabe 02/2026 (März 2026) lesen Sie u.a.:

  • Seniorinnen und Senioren entdecken soziale Netzwerke – Chancen und Aufgaben für Bibliotheken
  • Chatbots im Auskunftsdienst wissenschaftlicher Bibliotheken
  • Bibliotheken unter Druck – Was der Hamburger Sparkurs über den Zustand
    des Wissenschaftssystems verrät
  • Die „Big Three“ der Wissenschaftsinformation – Web of Science, Scopus und OpenAlex im systematischen Vergleich
  • Der Strukturwandel im italienischen Buchmarkt – Lehren für Europa,
    die Leseförderung, den Buchhandel
    und Künstliche Intelligenz
  • GenAI in der Hochschulbildung –
    Wer forscht weltweit zu ChatGPT und Co.?
  • Jenseits des Akronyms –
    Wie wissenschaftliche Bibliotheken DEI
    unter politischem Druck neu verankern
  • Kann Bibliotherapie helfen, die Krisen
    der Gegenwart zu bewältigen?
  • Web-Barrierefreiheit pragmatisch umsetzen – Kleine Schritte mit großer Wirkung
  • Wenn die KI die Nachrichten auswählt, verändert sich die öffentliche Wahrnehmung
  • Zwischen Plattformökonomie und kulturellem Gedächtnis – Hat das physische Medium noch eine Zukunft?
u.v.m.
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Springer Nature verzeichnet starkes Wachstum
im ersten Halbjahr und erhöht Prognose für das Gesamtjahr

Segment Research war zentraler Wachstumstreiber (7 %);
Zeitschriftenportfolio wuchs stärker als der Markt

Springer Nature, ein weltweit führender Wissenschaftsverlag, hat heute starke Ergebnisse für das erste Halbjahr 2025 veröffentlicht. Organisch 1 wuchs der Konzernumsatz um 6 % und das bereinigte Betriebsergebnis um 10 %. Der Umsatz im Berichtszeitraum belief sich auf € 926 Millionen und das bereinigte Betriebsergebnis auf € 241 Millionen, begünstigt durch die Umsatzstruktur. Das Segment Research trieb dieses Wachstum maßgeblich an. Nahezu alle Vertragsverlängerungen für das Jahr 2025 wurden bereits abgeschlossen und die weiterhin hohe Anzahl an Einreichungen im Zeitschriftenportfolio führte zu einem über dem Markt liegenden Wachstum bei den Veröffentlichungen. Infolge dieser starken Entwicklung hat das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr sowohl für die Umsatzerlöse als auch für das bereinigte Betriebsergebnis angehoben.

Frank Vrancken Peeters, CEO von Springer Nature, sagte: „Im Jahr unseres 10-jährigen Jubiläums veröffentlicht Springer Nature mehr hochwertige wissenschaftliche Publikationen als je zuvor. Zudem verbessern wir kontinuierlich unsere Dienstleistungen für Autor*innen und Forschende – darauf sind wir sehr stolz. Mit unserem starken Halbjahresergebnis sind wir schneller als der Markt gewachsen und unterstreichen so unsere Führungsrolle im Bereich Open Access und die Wirkung unserer langfristigen Investitionen in Technologie.“

Im Segment Research, dem größten Bereich des Unternehmens, belief sich der Umsatz auf € 731 Millionen. Mit einem organischen[2] Umsatzwachstum von 7 % war das Segment der wichtigste Wachstumstreiber. Dieses Ergebnis wurde insbesondere durch das Zeitschriftenportfolio und die weltweit anhaltende Dynamik im Bereich Open Access (frei zugängliche Inhalte, OA) getrieben. Die Zahl der veröffentlichten Artikel stieg im gesamten Portfolio um rund 10 % und im Bereich der Full Open Access (FOA)-Zeitschriften um etwa 25 %.

Bis Mitte des Jahres hatte Springer Nature nahezu alle Vertragsverlängerungen für 2025 abgeschlossen und 17 transformative Vereinbarungen (TAs) unterzeichnet, um den Übergang zu OA weiter zu beschleunigen. Das Unternehmen brachte zudem 24 neue Zeitschriften auf den Markt und bereitet die Einführung von zwei weiteren Nature-Titeln für Anfang 2026 vor. Das Geschäft mit digitalen Buchformaten entwickelte sich weiterhin positiv und konnte die Rückgänge im Printbereich mehr als ausgleichen, sodass inzwischen etwa 70 % des Buchumsatzes auf digitale Formate entfallen.

Springer Nature investierte weiterhin in eine Reihe von Initiativen, um das Wachstum zu unterstützen und die Integrität der Forschung sicherzustellen. Gleichzeitig lag ein Fokus auf der Entwicklung von KI-Tools, um den Publikationsprozess zu transformieren, den Forschungs- und Fachgemeinschaften einen Mehrwert zu bieten und neue Einnahmequellen zu erschließen. Zu diesen Tools gehört der neue KI-gestützte Nature Research Assistant, der kürzlich in die öffentliche Beta-Testphase gestartet ist. Er soll einige der zeitaufwändigsten Schritte im Forschungsprozess – darunter Lesen und Schreiben – schneller und einfacher machen.

Das Segment Health erzielte einen Umsatz von € 90 Millionen. Organisch2 wuchs der Umsatz des Segments um 4 %, getragen von einer starken Entwicklung im Bereich der wissenschaftlichen Dienstleistungen nach der Neuausrichtung des internationalen Pharmabereichs sowie soliden Ergebnissen beim Geschäft mit Veranstaltungen und Büchern in den Niederlanden. Im Segment Education betrug der Umsatz € 105 Millionen. Das entsprach einem organischen2 Wachstum von 3 %, getrieben durch eine starke Entwicklung im Geschäftsbereich Curriculum, insbesondere in Lateinamerika.

Der Free Cash Flow steigerte sich im ersten Halbjahr um € 69 Millionen auf € 204 Millionen, was insbesondere auf die verbesserte operative Leistung und geringere Zinszahlungen zurückzuführen ist. Infolgedessen konnte Springer Nature seinen Verschuldungsgrad weiter auf 1,9x (Nettoverschuldung/bereinigtes EBITDA) senken. Die Zielspanne des Unternehmens liegt bei 1,5x bis 2,0x. Das bereinigte Nettoergebnis lag im ersten Halbjahr 2025 bei € 166 Millionen, verglichen mit € 113 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Vor dem Hintergrund der starken Entwicklung hebt Springer Nature die Prognose für das Gesamtjahr 2025 an. Das Unternehmen erwartet nun Umsatzerlöse zwischen € 1.930 Millionen bis € 1.960 Millionen und ein bereinigtes Betriebsergebnis zwischen € 540 Millionen und € 560 Millionen. Dieser Ausblick basiert auf der organischen Geschäftsentwicklung, ohne Berücksichtigung der Effekte von Wechselkurs- und Portfolioveränderungen gegenüber dem Vorjahr.

Alexandra Dambeck, CFO von Springer Nature, sagte: „Unser aktualisierter Ausblick reflektiert die starke Dynamik des ersten Halbjahres sowie die anhaltende Stärke unseres Portfolios. Unterstützt durch einen robusten Free Cash Flow, erzielen wir zudem deutliche Fortschritte dabei, unsere Bilanz weiter zu stärken. Dies verschafft uns die Flexibilität, nachhaltiges Wachstum voranzutreiben und unseren Stakeholdern kontinuierlich Mehrwert zu liefern.“

Kennzahlen auf einen Blick
in € Mio. H1 2025 H1 2024 Änderung Organische Änderung
Umsatzerlöse 925,9 883,1 4,8 % 6,2 %
Bereinigtes Betriebsergebnis 240,6 225,3 6,8 % 9,8 %
Free Cash Flow 203,8 134,9 68,9  
Verschuldungsgrad a,b 1,9x 2,3x    

a  Verschuldungsgrad von 2,3x bezieht sich auf den 31. Dezember 2024.

b  Der Verschuldungsgrad ist als Quotient aus der Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA der vergangenen 12 Monate definiert. Das bereinigte EBITDA ist definiert als EBITDA vor Gewinnen/Verlusten aus dem Kauf/Verkauf von Geschäftsbereichen/Beteiligungen und vor außerordentlichen Posten. Netto-Finanzschulden sind als verzinsliche Darlehen einschließlich Leasingverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente definiert.

Anmerkungen zu den zukunftsgerichteten Aussagen

Dieses Dokument enthält Aussagen über die künftige Geschäftsentwicklung und die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Die zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf den aktuellen Erwartungen und Annahmen des Managements. Sie unterliegen gewissen Risiken und Schwankungen, die in anderen Veröffentlichungen beschrieben sind, insbesondere im Abschnitt „Risiko- und Chancenbericht“ des zusammengefassten Lageberichts. Sollten sich diese Erwartungen und Annahmen als unzutreffend erweisen oder unvorhergesehene Risiken eintreten, kann der tatsächliche Geschäftsverlauf erheblich von den erwarteten Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen daher keine Haftung für die Richtigkeit dieser Prognosen.