6. Juli 2022
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Aktuelles aus
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 4/2022 (Juni/Juli 2022) lesen Sie u.a.:

  • Dort suchen, wo man am meisten findet oder: Die Wahl der richtigen Datenbank
  • Der Einfluss von Corona auf die Online-Tätigkeiten von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren
  • Information ist nicht gleich Information
  • Die globale Forschungslandschaft im Wandel
  • Trends im Hochschulwesen:
    10 Jahre Hochschul-Bildungs-Report
  • Meta-Studie bestätigt zahlreiche Vorteile von Open Access
  • Umfrage belegt weiterhin hohe Präferenz für das Printbuch
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 3 / 2022

GESCHICHTE

  • Wer waren die Nationalsozialisten?
  • Die Welt nach Pearl Harbor
  • Die Manila Galeone

IM FOKUS

  • Frauen im Kampf gegen Korruption und Krieg
  • Femizide – ein Problem der gesamten Gesellschaft

LANDESKUNDE | REISEN
Indien | Bangladesch | Südfrankreich

RECHT
Verbraucherrecht | Erbrecht | Betriebsratswahlen 2022

uvm

Leibniz-Briefe werden UNESCO-Weltdokumentenerbe

Hannover - Der Briefwechsel von Gottfried Wilhelm Leibniz wird in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. In einem Festakt fand am (heutigen) Dienstag die Urkundenübergabe an die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek statt.

Der Leibniz-Briefwechsel stellt ein einzigartiges Zeugnis der europäischen Gelehrtenrepublik im Übergang vom Barock zur frühen Aufklärung dar. Er umfasst mit rund 15.000 Briefen von und an weltweit rund 1.100 Korrespondenten alle wichtigen Bereiche der Wissenschaften. Leibniz etablierte so ein Kommunikationsnetz, das Hannover zu einem Mittelpunkt der wissenschaftlichen Gemeinschaft werden ließ.

Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, fasste die Bedeutung dieser Urkundenübergabe zusammen: "Wie kaum ein Zweiter hat Leibniz sein Wirken in Briefen festgehalten. Noch bevor das 18. Jahrhundert - von der Germanistik gern als das ,Jahrhundert des Briefes' bezeichnet - sich voll entfaltet, dokumentiert er sein Leben in Form eines Briefwechselkorpus von rund 15.000 Briefen. In ihnen verzahnt er Privates, Persönliches und Wissenschaftliches und hinterlässt der Welt einen gigantischen Fundus von geistesgeschichtlicher Einzigartigkeit. Dieser Briefwechsel, aufbewahrt und wissenschaftlich betreut in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover, erfährt nun die ihm zustehende Würdigung. Ich gratuliere sowohl der UNESCO, als auch der Bibliothek zu diesem Gewinn."

Der Direktor der Bibliothek Dr. Georg Ruppelt dankte dem Wissenschaftsministerium für die Unterstützung seiner Idee seit der Antragstellung 2003. "Wir wissen", so Ruppelt, "dass diese hohe Auszeichnung noch größere Anstrengungen bedeutet, das Erbe von Leibniz zu schützen und die Welt mit ihm bekannt zu machen. Dies dürfte auch im Sinne von Leibniz sein, der einmal die Ruhe als eine Stufe zur Dummheit bezeichnet hat."

Weitere Informationen über den Leibniz-Nachlass und das UNESCO-Weltdokumentenerbe finden sie unter www.gwlb.de