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26. Januar 2026
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In der Ausgabe 10/202501/2026 (Dezember – Januar 2025–2026) lesen Sie u.a.:

  • Soziale Medien und Aufmerksamkeits­entwicklung bei Kindern: Neue Lang­zeitdaten zur ADHS-Risikodiskussion
  • Repositorien im Wandel: Analyse zentraler Einflussfaktoren für die nächsten Jahre
  • Wie inklusiv Sammlungen in Bibliotheken und Archiven wirklich sind
  • Synergien von KI-Chat und Suche:
    Wie unterschiedliche Altersgruppen
    Information Retrieval neu gestalten
  • Kulturerbe-Daten im Zeitalter der KI:
    Ein neues Zugangsmodell für Institutionen
  • Jugendliche, soziale Medien und KI-Chatbots: Digitale Nutzungsrealitäten 2025
  • Buchclubs als unterschätzte Brücke zwischen Campusleben und Bibliothek: Neue Impulse aus US-Hochschulbibliotheken
  • AI Librarian in Japan
  • Altersgrenzen für soziale Medien:
    Europas nächste Regulierungsdebatte
  • KI und Journalismus:
    Neue Machtverschiebungen
    im Markt für Nachrichteninhalte
  • Print ist tot, es lebe Print!
u.v.m.
  fachbuchjournal

Staatsbibliothek zu Berlin erhält großzügige
Zuwendungen von Manfred Heiting zur Förderung
der fotografiegeschichtlichen Forschung

Mit einem hohen sechsstelligen Betrag ermöglicht der international bekannte Sammler und Fotohistoriker Manfred Heiting den Ankauf umfassender Quellen zum fotografischen Werk von Dr. Paul Wolff sowie ein mehrjähriges Programm zur Forschungsförderung im Bildarchiv der Staatsbibliothek. Zudem schenkt er wertvolle Literatur zum Thema. Es handelt sich um eine der größten privaten Einzelspenden in der jüngeren Geschichte der Staatsbibliothek.

Der deutsch-amerikanische Werbe- und Buchgestalter Manfred Heiting ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Sammler von Fotografien und Fotobüchern aus der Zeit von 1840 bis 2000. Er publiziert regelmäßig zu seinem Interessensgebiet, unterstützt und veranstaltet Ausstellungen und fördert in vielen Ländern Nachwuchsforschende und kuratorisches Engagement in öffentlichen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen.

Ein besonderes Interesse Heitings gilt der Arbeit von Dr. Paul Wolff, dem Pionier der Kleinbildfotografie und wohl kommerziell erfolgreichsten deutschen Fotografen der 1920er und 1930er Jahre. Wolffs Bildarchiv ging im Weltkrieg teilweise verloren. Aus zwei großen Privatsammlungen wird die Staatsbibliothek mit Manfred Heitings Hilfe nun das weltweit bedeutendste Archiv von Originalabzügen zusammenführen und für Forschungszwecke auch digital verfügbar machen.

Mit Summer Schools und Forschungsstipendien sollen insbesondere Wolffs Beziehungen zur Illustriertenpresse und rasch wachsenden Produktion von fotoillustrierten Reklame- und Unternehmenspublikationen der Zeit nachverfolgt sowie weitere Aspekte der Fotografiegeschichte näher beleuchtet werden. Dazu wird Heiting auch seine umfangreiche Arbeitsbibliothek zur Verfügung stellen und die technische Ausstattung des Studiensaals des Bildarchivs am Standort Berlin-Friedrichshagen finanziell fördern.

Manfred Heiting kommentiert: „Paul Wolffs Arbeiten und sein Erfolg bei der Durchsetzung und Vermarktung der Kleinbildfotografie haben mich seit jeher fasziniert. Ich freue mich, dass sein Vermächtnis in einer solch bedeutenden europäischen Gedächtniseinrichtung wie der Staatsbibliothek zu Berlin nun weiter erforscht und an künftige Generationen weitergegeben werden wird.“

Der Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin, Prof. Dr. Achim Bonte, ergänzt: „Manfred Heitings so überaus großzügige Unterstützung verschafft uns kräftigen Rückenwind bei der Weiterentwicklung unseres Bildarchivs, das wir niedrigschwelliger und umfassender für die Forschung öffnen und mit unserem herausragenden historischen Zeitungs- und Zeitschriftenbestand enger in Verbindung bringen wollen. Für die Bild- und Pressegeschichte des 20. Jahrhunderts soll die neuformierte Abteilung ‘Presse und Bild‘ zu einem international gefragten Kompetenz- und Forschungszentrum werden. Das schließt die schnellstmögliche Digitalisierung aller Bestände ebenso ein wie regelmäßige Impulse zu neuen Forschungsarbeiten. Diverse Veranstaltungsformate und Stipendien insbesondere für Nachwuchsforschende werden uns auf diesem Weg voranbringen.“

An dem Projekt „Bildkompetenzzentrum“ ist auch der Verein der Freunde der Staatsbibliothek helfend beteiligt. Dessen Vorsitzender, Bundesminister a.D. Peter Altmaier, freut sich ebenfalls über Manfred Heitings außerordentliche Großzügigkeit. „Als deren Förderverein,“ so Altmaier, „wollen wir die Zukunftsstrategie der größten wissenschaftlichen Bibliothek Deutschlands stets nach besten Kräften unterstützen. Speziell die neue Initiative zur Fotografie- und Presseforschung betrachte ich auch persönlich als besonders lohnendes Vorhaben.“

Im Beisein von dessen Enkelinnen wird die Erwerbung der Sammlung Dr. Paul Wolff im Frühjahr 2026 mit einer Festveranstaltung gefeiert werden. Im Spätsommer wird die erste Manfred Heiting Summer School folgen. Gelegenheit zur Beschäftigung mit der Sammlung wird zugleich auch die Tagung der „International League of Antiquarian Booksellers“ bieten, die im September 2026 in Berlin stattfinden wird.