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13. Mai 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
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2009 bis 2023

ZBW begrüßt Christiane Müller als neue Bibliotheksdirektorin

Juristin übernimmt zum 1. März die strategische Steuerung
des Bibliotheksbereiches der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Der Bibliotheksbereich der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft hat eine neue Direktorin. Christiane Müller hat zum 1. März die Position der Bibliotheksdirektorin angetreten. In ihrer neuen Funktion verantwortet sie die strategische Steuerung und Weiterentwicklung der ZBW-Bibliothek und vertritt die ZBW in Bibliotheksangelegenheiten im In- und Ausland.

© ZBW; Foto: Sven Sindt
Christiane Müller, seit dem 1. März Bibliotheksdirektorin der ZBW

Seit dem 1. März 2026 ist die Juristin, Bibliothe­karin und Informationsmanagerin Christiane Müller Bibliotheksdirektorin und somit Mitglied der dreiköpfigen Direktion der ZBW, neben dem wissenschaftlichen Direktor Professor Dr. Klaus Tochtermann und der Administrativen Leitung Axinia Braunisch.

Die neue Bibliotheksdirektorin wird sich vor dem Hintergrund der aktuellen Transformationen und Herausforderungen im wissenschaftlichen Biblio­thekswesen mit der strategischen Weiterent­wick­lung der ZBW-Bibliothek befassen. Dazu zählen insbesondere die digitale Transformation und der Umgang mit KI-Effekten, der Ausbau von stabilen Open-Access-Infrastrukturen, der Umgang mit Lizenz- und Publikationsmodellen, die Entwicklung nutzerzentrierter Lernräume sowie die Vernetzung mit der nationalen und internationalen Bibliotheks-Community.

Christiane Müller zu ihrem Antritt: „Ich freue mich, dass ich genau jetzt zu einem so aufregenden Zeitpunkt hier antrete: Wissenschaftliche Bibliotheken befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Insbesondere die ZBW als forschungsgeleitete Bibliothek, die sowohl auf lokaler Ebene neue Lern- und Arbeitsszenarien für ihre Nutzer:innen entwickelt als auch national und international Zugänge organisiert, befindet sich mitten in einem Transformationsprozess. Mein Ziel ist es, in dieser Phase Orientierung zu geben: Was sind nur kurzfristige Störgeräusche oder irrelevante Trends? Wo zeichnen sich hingegen Entwicklungen ab, auf die wir Strukturen und Prioritäten dauerhaft ausrichten wollen?“

Christiane Müller bringt vielfältige Erfahrungen mit. Sie baute von 2021 bis 2025 erfolgreich die Bibliothek für die internationalen Stipendiat:innen des THE NEW INSTITUTE in Hamburg auf, einem 2020 neu gegründeten Wissenschaftskolleg. Dort initiierte und betreute sie auch strategische Partnerschaften und Kooperationen. Zuvor arbeitete Christiane Müller von 2017 bis 2021 an der Universitätsbibliothek Tübingen in der Stabsstelle Urheberrecht und als Fachreferentin. In dieser Zeit konzipierte sie zielgruppenspezifische Schulungs- und Beratungsangebote, insbesondere zu Fragen des Open-Access-Publizierens. 2019 übernahm sie die Fachreferate Politik- und Rechtswissenschaft und wirkte in diesem Rahmen an einem Pilotprojekt zur Patron Driven Acquisition mit.

Weitere Stationen umfassen den juristischen Bereich. Von Mai 2012 bis September 2013 war Christiane Müller als juristische Sachbearbeiterin beim Deutschen Bundestag tätig, unter anderem für die Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“. Von Oktober 2013 bis September 2015 absolvierte sie ihr Bibliotheksreferendariat an der Zentral- und Landesbibliothek Berlin und war dort im Anschluss als Projekt- und Innovationsmanagerin für den Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) verantwortlich. Ehrenamtlich engagierte sie sich von 2018 bis 2023 als Mitglied der Rechtskommission des Deutschen Bibliotheksverbandes.

Ihre akademische Ausbildung umfasst den Masterstudiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (Oktober 2013 bis September 2015) sowie ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen, der Universität Münster und der Eötvös Loránd University in Ungarn (2004 bis 2010). 2010 legte sie das erste juristische Staatsexamen mit Prädikat am Oberlandesgericht Hamm ab. Der universitäre Teil des Staatsexamens erfolgte im Schwerpunkt Urheberrecht.

Guido Wendt, Staatssekretär im Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und Vorsitzender des Stiftungsrates der ZBW, erklärte: „Wir freuen uns, dass Christiane Müller mit ihren strategischen, analytischen und kommunikativen Fähigkeiten die zukünftige Entwicklung der ZBW maßgeblich mitgestalten wird und damit die Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandorts Schleswig-Holstein deutschlandweit und in Europa weiter erhöhen wird.“

www.zbw.eu