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13. Juni 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Konstantin Richter erhält den Deutschen Sachbuchpreis 2026
für „Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG“

Der Gewinner des Deutschen Sachbuchpreises 2026 steht fest: Die Auszeichnung geht an Konstantin Richter für sein Werk „Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG“ (Suhrkamp).

Die Begründung der Jury

„Die Deutschland-AG bestimmt bis heute unser Selbstverständnis als erfolgreiche Wirtschaftsnation. Wie wenig die damit verbundenen Vorstellungen und Konzepte noch auf die Gegenwart passen, zeigt Konstantin Richter in seiner Geschichte der deutschen Wirtschaft seit der frühen Industrialisierung. In kunstvoller Montage stellt er dar, wie das Netzwerk der ,300 Männer‘ auf persönlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene Deutschland geprägt hat. Deutlich wird: Das hatte seinen Preis. Nostalgie hilft nicht weiter. Konstantin Richter macht sichtbar, was sich hinter dem abstrakten Bild der ,deutschen Wirtschaft‘ verbirgt – und liefert so eine Grundlage, die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.“

Der Jury für den Deutschen Sachbuchpreis 2026 gehören an: Sibylle Anderl (Die Zeit), Maja Brankovic (Wirtschaftswoche), Manuela Lenzen (Wissenschaftsjournalistin), Pascal Mathéus (Buchhandlung Wassermann, Hamburg-Blankenese), Patricia Rahemipour (Institut für Museumsforschung / Stiftung Preußischer Kulturbesitz), Stefan Spiegel (funk / Marmota Maps) und Katrin Vohland (Naturhistorisches Museum Wien).

„Wir lernen mit Sachbüchern etwas über die Verfasstheit der Welt: Die Abwendung aus dem beruflichen wie sozialen Alltag ermöglicht uns anschließend einen klareren und wissenderen Blick auf die Sachen in der Welt. Dabei sind es gar nicht allein die Lösungen, die Antworten, die wir möglicherweise im Buch finden, die uns weiterbringen. Im Gegenteil: Stoßen wir beim Lesen auf Fragen, die wir uns selbst so vielleicht noch nie zuvor gestellt haben, dann nehmen wir, würde ich sagen, den größten Gewinn aus dem Buch mit ins eigene Leben“, sagte Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels bei der Preisverleihung.

Für die Auszeichnung waren außerdem nominiert:

  • Heike Behrend: Gespräche mit einem Toten. Gustaf Nagel, Prophet vom Arendsee (Matthes & Seitz Berlin)
  • Florence Gaub: Szenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel (dtv)
  • Tilmann Lahme: Thomas Mann. Ein Leben (dtv)
  • Irina Scherbakowa: Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen (Droemer)
  • Bettina Schöne-Seifert: Leben, Körper, Tod. Zwölf aktuelle Kontroversen der Medizinethik (Wallstein)
  • Roberto Simanowski: Sprachmaschinen. Eine Philosophie der künstlichen Intelligenz (C.H.Beck)
  • Ronen Steinke: Meinungsfreiheit. Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen (Berlin Verlag)

Konstantin Richter erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die sieben Nominierten erhalten jeweils 2.500 Euro. Der Preisträger wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 239 Titel gesichtet, die ab April 2025 erschienen sind. Aus diesen Sachbüchern hat die Jury eine acht Titel umfassende Nominierungsliste zusammengestellt. Die Preisverleihung mit einem Grußwort von Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, fand im Kleinen Saal der Elbphilharmonie statt. Durch die Verleihung führte Moderatorin Katty Salié (ZDF-Sendung „aspekte“). Der Stream der Veranstaltung ist online abrufbar.

Den Deutschen Sachbuchpreis vergibt die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Ausgezeichnet wird ein herausragendes Sachbuch in deutschsprachiger Originalausgabe, das gesellschaftlich relevante Impulse setzt.

Hauptförderer des Preises ist die Deutsche Bank Stiftung, darüber hinaus unterstützen die Stadt Hamburg und die Frankfurter Buchmesse die Auszeichnung. Die ZDF-Kultur­reportage „aspekte“ und Deutschlandfunk Kultur sind Medienpartner des Preises.

www.deutscher-sachbuchpreis.de