INNOVATIV
Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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2. Juli 2026
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In der Ausgabe 05/2026 (Juni/Juli 2026) lesen Sie u.a.:

  • Bürgerforum fordert mehr Medienbildung, Plattformregeln und lokale Öffentlichkeit
  • Jugendliche wollen besseren Schutz, aber keine einfachen Social-Media-Verbote
  • Digitale Langzeit­archi­vierung braucht klare Regeln
  • KI-Chatbots werden Teil der wissenschaftlichen Informationssuche
  • Offene Infrastrukturen für
    wissenschaftliche Informationssysteme
  • Warum die Debatte über KI-Texte
    zu kurz greift
  • Lesen als Grundlage
    demokratischer Resilienz
  • Erfundene Quellen
  • US-Bibliotheken neue Lieferwege
  • Warum Hardcover mehr sind
    als schöne Schutzumschläge
  • Lesen auf Papier oder auf dem Bildschirm?
  • Bibliotheksverbände fordern neue
    E-Book-Modelle von großen Verlagen
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Schutz, Befähigung und Teilhabe für Kinder und Jugendliche
in der digitalen Welt: Potenzial von Bibliotheken
für die Stärkung von Medienkompetenz nutzen

Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv) veröffentlicht Stellungnahme zum
Bericht der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“

Die vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingesetzte unabhängige Expert*innenkommission hat am 24. Juni 2026 ihre Handlungsempfehlungen zum Kinder- und Jugendmedienschutz in der digitalen Welt vorgelegt. Die Kommission macht in ihren Handlungsempfehlungen deutlich, dass wirksamer Schutz nur durch Information, Beratung, Weiterbildung und Begleitung möglich ist. Die Förderung von Medienkompetenz in allen Lebensphasen muss ein entscheidender Baustein einer Gesamtstrategie für Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt sein.

In seiner Stellungnahme begrüßt der dbv, dass die Kommission die Rechte und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen für ein sicheres Aufwachsen in der digitalen Welt in den Mittelpunkt ihrer Empfehlungen stellt. Zugleich unterstreicht der dbv die Rolle der außerschulischen Bildungspartner, die ergänzend zu den formalen Bildungsinstitutionen eine Vielzahl an medienpädagogischen Angeboten zur Medienbildung anbieten: für Kinder und Jugendliche, Eltern, Erzieher*innen und Lehrer*innen.

Zum Erscheinen der Handlungsempfehlungen und zur Rolle von Bibliotheken bei der Stärkung von Medien- und Informationskompetenz erklärt Kathrin Hartmann, stell­vertretende Geschäftsführerin des Deutschen Bibliotheksverbandes: „Mit bundesweit über 8.000 Standorten sind Bibliotheken bereits heute wichtige Akteure der Medien­bildung und als Partner von Kitas und Schulen wichtiger Teil der Bildungsinfrastruktur. Zugleich sind Bibliotheken wichtige Anlaufstellen für Eltern: Sie bieten Beratung, Orientierung und Bildungsangebote, damit Familien Mediennutzung kompetent, sicher und altersgerecht begleiten können. Auch deshalb müssen Bibliotheken konsequent in die nationale Gesamtstrategie des Bundes eingebunden und entsprechend gefördert werden.“ Einen Überblick über die zahlreichen medienpädagogischen Angebote von Bibliotheken finden Sie auf: https://netzwerk-bibliothek.de/de_DE/home