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5. Juli 2026
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In der Ausgabe 05/2026 (Juni/Juli 2026) lesen Sie u.a.:

  • Bürgerforum fordert mehr Medienbildung, Plattformregeln und lokale Öffentlichkeit
  • Jugendliche wollen besseren Schutz, aber keine einfachen Social-Media-Verbote
  • Digitale Langzeit­archi­vierung braucht klare Regeln
  • KI-Chatbots werden Teil der wissenschaftlichen Informationssuche
  • Offene Infrastrukturen für
    wissenschaftliche Informationssysteme
  • Warum die Debatte über KI-Texte
    zu kurz greift
  • Lesen als Grundlage
    demokratischer Resilienz
  • Erfundene Quellen
  • US-Bibliotheken neue Lieferwege
  • Warum Hardcover mehr sind
    als schöne Schutzumschläge
  • Lesen auf Papier oder auf dem Bildschirm?
  • Bibliotheksverbände fordern neue
    E-Book-Modelle von großen Verlagen
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2009 bis 2023

PsychPorta öffnet die Tore

Open Science: Neues Suchportal für die Psychologie bündelt Angebote

Das Leibniz-Institut für Psychologie (ZPID) hat unter dem Namen PsychPorta (www.psychporta.org) ein neues Angebot entwickelt, das eine umfassende Suche nach psychologischer Forschung in den bereits etablierten Produkten auf einer Plattform ermöglicht. Die Suchmaschine basiert auf einem Linked-Open-Data Wissensgraphen.

Um die diversen Bedarfe von Forschen­den und praktisch Tätigen in der Psycho­logie zu unterstützen, bietet das ZPID als zentrale, überregionale Infrastruktur­ein­richtung für die Psychologie zahlreiche Angebote an. Darunter fallen beispielsweise die Datenbank PSYNDEX mit Literatur- und Testnachweisen, PsychArchives mit Forschungsobjekten wie Volltexten, Datensätzen, Präregistrierungen und weiteren Materialien, das Forschungsdatenzentrum oder auch das Open Test Archive mit frei zugänglichen Testverfahren. In allen diesen verschiedenen Angeboten werden digitale Objekte qualitativ hochwertig dokumentiert, langfristig archiviert und auffindbar gemacht.

Damit diese in verschiedenen ZPID-Angeboten aufgearbeiteten Informationen aus der psychologischen Forschung im deutschsprachigen Raum an einer zentralen Stelle durchsucht werden können, wurde das neue Suchportal PsychPorta entwickelt. “Für die Suche werden mehrere ZPID-Datenquellen zusammengeführt, so dass die verschiedenen Informationen in einem gemeinsamen System auffindbar und miteinander verknüpft sind”, berichtet Produktkoordinatorin Ina Dehnhard, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Informieren und Recherchieren.

“PsychPorta bietet nicht nur einfache ‘Suchtreffer’, sondern auch viele zusätzliche Informationen. Zu vielen Nachweisen werden zum Beispiel Zusammenfassungen, die angewendeten empirischen Forschungsmethoden oder Informationen zu Stichproben angezeigt. Dadurch kann mit geringem Aufwand eingeschätzt werden, worum es in einer Studie geht und wie sie durchgeführt wurde.” Die Besonderheit der Such­maschine liegt in dem ihr zugrunde liegenden Linked-Data-Wissensgraphen.

Linked Data bilden einen Wissensgraphen

“Wir haben das zugrundeliegende semantische Modell und eine den komplexen Anforderungen entsprechende Datenbank für die Literatur- und Testnachweise und für Personennormdaten komplett neu entwickelt”, sagt KatjaTrillitzsch, Leiterin des Bereichs Informations- und Recherchedienste am ZPID. “Damit erreichen wir die Flexibilität und Anschlussfähigkeit, die PsychPorta jetzt hat. Durch die Verwendung eines Wissensgraphens können die semantischen Beziehungen zwischen den verschiedenen Informationen nicht nur Menschen, sondern auch Maschinen verstehen.”

Open Science in der Psychologie

Durch die offene Verfügbarkeit des Wissensgraphen und seine Maschinenlesbarkeit leistet PsychPorta einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung von Open Science, da Transparenz, Nachnutzbarkeit und Interoperabilität der wissenschaftlichen Informa­tionen gegeben sind. Zusätzlich werden in PsychPorta Open-Science-Merkmale stärker sichtbar gemacht, indem Hinweise auf vorhandene Präregistrierungen, Forschungs­daten oder Förderinstitutionen gegeben werden. So wird Nutzenden beispielsweise angezeigt, ob es zu einer gefundenen Studie eine Präregistrierung gibt oder die Forschungsdaten der Studie verfügbar sind.

Hintergrund: Entwicklungsschritte von PsychPorta
Um einen zentralen Sucheinstieg für die verschiedenen Services des Leibniz-Instituts für Psychologie (ZPID) anzubieten, wurde ein kostenfreies, transparentes und nachhaltiges Produkt entwickelt: Das Suchportal PsychPorta. Die notwendigen und sehr aufwändigen Vorarbeiten bestanden in der Entwicklung einer neuen Datenbank­software sowie der Erstellung eines Wissensgraphen mit einem semantischen Modell als Unterbau. Im Zuge der Erstellung eines semantischen Modells wurden sowohl bereits bestehende Vokabulare auf Verwendbarkeit überprüft und gegebenenfalls übernommen, als auch eigene kontrollierte Vokabulare in einem maschinenlesbaren Format geschrieben, die öffentlich zur Verfügung gestellt wurden. In den weiteren Entwicklungsschritten wurden die Daten aus den verschiedenen ZPID-Produkten in das semantische Modell eingebunden. Außerdem erfolgte die Programmierung eines User-Interface mit einer möglichst intuitiv nutzbaren Suchoberfläche. Zukünftige Entwick­lungen werden die Bereitstellung von Schnittstellen zur Datennachnutzung, die Einbindung von weiteren Informationen aus anderen Datenquellen sowie Monitoringfunktionen umfassen.

www.psychporta.org