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8. Juli 2026
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In der Ausgabe 05/2026 (Juni/Juli 2026) lesen Sie u.a.:

  • Bürgerforum fordert mehr Medienbildung, Plattformregeln und lokale Öffentlichkeit
  • Jugendliche wollen besseren Schutz, aber keine einfachen Social-Media-Verbote
  • Digitale Langzeit­archi­vierung braucht klare Regeln
  • KI-Chatbots werden Teil der wissenschaftlichen Informationssuche
  • Offene Infrastrukturen für
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  • Warum die Debatte über KI-Texte
    zu kurz greift
  • Lesen als Grundlage
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  • Erfundene Quellen
  • US-Bibliotheken neue Lieferwege
  • Warum Hardcover mehr sind
    als schöne Schutzumschläge
  • Lesen auf Papier oder auf dem Bildschirm?
  • Bibliotheksverbände fordern neue
    E-Book-Modelle von großen Verlagen
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  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Cloud-Ausfall würde fast jedes zweite Unternehmen lahmlegen

Die meisten Cloud-Nutzer haben Notfallpläne
und wichtige Daten außerhalb der Cloud gesichert

Internetstörungen, Stromausfall oder Probleme mit einem Software-Update: Wenn Anwendungen in der Cloud plötzlich ausfallen oder nicht mehr erreichbar wären, stünden viele deutsche Unternehmen vor massiven Problemen. Fast die Hälfte aller Unternehmen (46 Prozent) müsste über kurz oder lang den Geschäftsbetrieb ein­stellen. Jedes elfte (9 Prozent) könnte sogar im Moment des Ausfalls nicht mehr weiterarbeiten. 2 Prozent erwarten, dass sie 6 bis 11 Stunden durchhalten würden, 4 Prozent 12 bis 24 Stunden, 10 Prozent 24 bis 48 Stunden und ein Fünftel (21 Prozent) mehr als 48 Stunden.

Ein Viertel der Unternehmen (24 Prozent) würde ein Cloud-Ausfall nicht so hart treffen, dass sie ihren Geschäftsbetrieb irgendwann einstellen müssten, 14 Prozent nutzen keinerlei Cloud-Dienste und 16 Prozent wissen es nicht oder wollen dazu keine Angabe machen. Im Schnitt würden die Cloud-Nutzer nach eigener Einschätzung rund drei Tage (78 Stunden) weiterarbeiten können. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom darunter 517 Unternehmen (86 Prozent), die Clouds nutzen.

„Eine funktionsfähige Cloud ist für Unternehmen so wichtig wie stabile Stromversorgung und Zugang zum Internet. Büro-Software, Kommunikation, Datenbanken oder auch KI-Lösungen sind bei einer Cloud-Störung nicht verfügbar, dabei sind sie unverzichtbar für den Geschäftsbetrieb vieler Unternehmen“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Gleichzeitig ist die Nutzung von Cloud-Diensten häufig sicherer und stabiler, als auf eigene Server zu setzen. Wichtig ist deshalb, die Cloud in ein Sicherheitskonzept für das Unternehmen zu integrieren.“

Zu gravierenden Cloud-Ausfällen kam es in den vergangenen zwölf Monaten bei 28 Prozent der Unternehmen, die Cloud-Dienste nutzen. Dabei ergreifen sie schon heute unterschiedliche Maßnahmen, um die Folgen abzumildern und Auswirkungen auf die Arbeitsabläufe möglichst gering zu halten.

Am häufigsten gibt es Notfall- und Wiederanlaufpläne, über die 82 Prozent verfügen. Drei Viertel (75 Prozent) haben wichtige Daten außerhalb der Cloud gesichert, zwei Drittel (69 Prozent) monitoren selbst die Cloud-Dienste, um rasch reagieren zu können, 68 Prozent haben vertragliche Vereinbarungen mit den Cloud-Anbietern geschlossen und 66 Prozent können einen Notbetrieb mit lokalen Lösungen starten.

6 von 10 Unternehmen (59 Prozent) haben Anwendungen auf unterschiedliche Systeme verteilt, ein Drittel (35 Prozent) hat redundante Systeme und 8 Prozent nutzen einen zweiten Cloud-Anbieter als Maßnahme um sich vor Cloud-Ausfällen zu schützen.

Weitere Daten zur Cloud-Nutzung in Deutschland hat Bitkom im „Cloud Report 2026“ veröffentlicht, der kostenlos zum Download bereitsteht unter: www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Cloud-Report-2026

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 603 Unternehmen in Deutschland ab 20 Beschäftigten telefonisch befragt, darunter 517 Unternehmen, die Clouds nutzen. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 14 bis KW 20 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete „Wie lange könnten Sie den Geschäftsbetrieb ohne Cloud aufrechterhalten?“ und „Wie schützt sich Ihr Unternehmen vor Störungen durch Cloud-Ausfälle?“