27. September 2021
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In der Ausgabe 6/2021 (September 2021) lesen Sie u.a.:

  • KI, Expertensysteme und Roboter für die Bibliothek
  • Aus Widersprüchen lernen, um das Konzept der Bibliothek als Ort umzusetzen
  • Virtuelle Lesesäle und Lehrräume
    als neue Zugangsmöglichkeiten
    zu analogen Sammlungen
  • Non-Fungible Tokens (NFTs) als neues Sammelgebiet für Bibliotheken?
  • Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz beim Schreiben von wissenschaftlichen Texten
  • Chancen und Vorteile durch Smart Cities
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Ausgabe 4 / 2021

IM FOKUS
RA Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin:
Wolfgang Kaleck und die konkrete Utopie der Menschenrechte

FOTOGRAFIE
Facettenreich!

IN MEMORIAM
Ré Soupault

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne, Galaxien ...

RECHT
Naturschutz- und Umweltrecht | Arbeitsrecht

uvm

Die KEK feiert Jubiläum!
10 Jahre koordinierter Originalerhalt in Deutschland

2011 wurde die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) als Bund- Länder-Projekt gegründet und an der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz angesiedelt. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Ländergemeinschaft über die Kulturstiftung der Länder (KSL) hat die KEK seitdem beachtliche Erfolge erzielt. Das Jubiläumsjahr gibt Anlass, neu auf die Ergebnisse und Perspektiven zur Rettung schriftlicher Originale zu blicken.

Die bundesweite Koordinierung des Originalerhalts in Archiven und Bibliotheken durch die KEK ist eine Erfolgsgeschichte. Seit der Initialförderung von Modellprojekten im Jahr 2010 und der offiziellen Gründung im Jahr 2011 wurde zur Rettung des bedrohten schriftlichen Kulturguts ein gewichtiger Beitrag geleistet. Archive und Bibliotheken haben bundesweit rund 740 Projekte zum Originalerhalt durchgeführt, Bund und Länder haben hierfür allein über die KEK insgesamt 15,6 Mio. Euro bereitgestellt. Durch die erforderliche Kofinanzierung haben beteiligte Einrichtungen und Länder zusätzlich in die Überlieferungssicherung investiert.

Dazu Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters: „Die Rettung unseres schriftlichen Kulturerbes ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, die nur mit vereinten Kräften zu stemmen ist. Dabei ist uns die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes seit zehn Jahren eine verlässliche Partnerin und strategische Impulsgeberin. Tausende historische Handschriften, Bücher und Urkunden sind durch das Zusammenwirken von Bund, Ländern, Gemeinden, Kirchen und Privaten bereits gerettet worden – dafür danke ich allen Beteiligten sehr. Maßgeblich dazu beigetragen hat das Sonderprogramm des Bundes zum Erhalt des schriftlichen Kulturguts, das wir auch in diesem Jahr gemeinsam mit der KEK fortsetzen.“

Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, ergänzt: „Meine herzlichsten Glückwünsche für zehn Jahre wertvoller, wichtiger und erfolgreicher Arbeit. Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts steht beispielhaft für die gute Kooperation zwischen Bund und Ländern in der Kulturpolitik. Ihre Arbeit rückt nicht nur unser Kulturerbe in Archiven und Bibliotheken in die öffentliche Wahrnehmung. Innerhalb von zehn Jahren hat die KEK eine beachtliche Zahl an Restaurierungsprojekten bearbeitet und sich zu dem Kompetenzzentrum und Innovationsmotor in Fragen der Erhaltung schriftlichen Kulturerbes in Deutschland entwickelt.“

Das Jubiläumsjahr wird die vielgestaltige Aufgabe des Originalerhalts in Archiven und Bibliotheken aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Einer der Höhepunkte wird eine Konferenz im November 2021 in Berlin sein. Auf dem Programm stehen neben konkreten Fragestellungen z. B. zum Massenproblem Säurefraß auch infrastrukturelle Entwicklungen und Möglichkeiten der Bewusstseinsbildung. Dabei werden u. a. die 2015 von der KEK veröffentlichten „Bundesweiten Handlungsempfehlungen“ auf ihre Umsetzung hin betrachtet. Zudem wird der Ansatz der gesamtstaatlichen Koordinierung des Originalerhalts aus nationaler und internationaler Perspektive kulturpolitisch und fachlich erörtert. Die Jubiläumskonferenz wird gleichzeitig als digitales Event geplant, sodass eine breite Teilnahme an der Veranstaltung möglich wird.

KEK-Geschichte im Überblick

  • 2009: Die Allianz zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts übergibt die Denkschrift „Zukunft bewahren“ an Bund und Länder. Die Regierungsparteien vereinbaren in ihrem Koalitionsvertrag, zum verstärkten Schutz schriftlichen Kulturguts eine Koordinierungsstelle einzurichten.

  • 2010: Start KEK-Modellprojektförderung! Erstmals stellen Bund und Länder Fördermittel für den Originalerhalt bereit.

  • 2011: Offizielle Gründung der KEK, eingerichtet bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und angesiedelt an der Staatsbibliothek zu Berlin.

  • 2012: Beim Nationalen Aktionstag an der Bayerischen Staatsbibliothek München wird die KEK Modellprojektförderung präsentiert.

  • 2013: In Berlin tritt das spartenübergreifende „Bundesweite Expertennetzwerk zum Originalerhalt“ zum ersten Mal zusammen.

  • 2014: Eine externe Evaluation bestätigt die KEK als erfolgreiches Bund-Länder-Projekt.

  • 2015: Die „Bundesweiten Handlungsempfehlungen“ werden als erste umfassende Schadens- und Gefährdungsbilanz veröffentlicht.

  • 2016: Der erste wissenschaftliche Volontär erobert die KEK.

  • 2017: Start BKM-Sonderprogramm! Auch großvolumige Projekte zum Originalerhalt können gefördert werden.

  • 2018: Im Europäischen Kulturerbejahr werden Spuren internationaler Vernetzung an Originalen sichtbar gemacht.

  • 2019: Im Rekordförderjahr werden die Mittel im BKM-Sonderprogramm auf 4,5 Millionen Euro erhöht.

  • 2020: Wir sind live! Unter www.kek-spk.de geht das KEK-Portal online.

www.kek-spk.de

Pressefoto © Jörg F Müller