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23. September 2026
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In der Ausgabe 07/2026 (September 2026) lesen Sie u.a.:

  • Je früher Kinder Social Media nutzen, desto schlechter sind ihre schulischen Leistungen
  • Wie KI-gestützte Datenkompetenz-Schulungen das Selbstvertrauen von Ingenieurstudierenden verändern
  • Wie rechtsalternative Medien
    systematisch Klimaskepsis verbreiten
  • Über 15 Mrd. Dollar für Open-Access-Gebühren an nur 14 Verlage
  • Verlage ringen um Regeln,
    während KI-Verdacht
    ganze Buchveröffentlichungen stoppt
  • Wenn ChatGPT zum Bibliothekskatalog wird
  • US-Bibliotheksverband
    veröffentlicht Leitfaden
    zum Umgang mit künstlicher Intelligenz
  • Warum viele Zeitschriftenredaktionen
    trotz Sympathie für Open Access
    bei kommerziellen Verlagen bleiben
  • Über zehntausend Paper-Mill-Artikel zurückgezogen
  • Warum KI nach Ansicht eines US-Forschers einen neuen Informationsschock auslöst
  • IFLA meldet Mitgliederwachstum
    und blickt auf ihr Jubiläumsjahr 2027
  • Warum das Ende physischer Medien
    auch Bibliotheken betrifft
  • Antiquarische Bücher werden für KI-Training gekauft und danach zerstört
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

„Die Coronakrise darf nicht zu einer Krise der Bibliotheken führen“

Der Deutsche Bibliotheksverband fordert finanzielle Unterstützung
für Kommunen und ihre Bibliotheken

Aufgrund verminderter Steuereinnahmen werden viele Städte und Gemeinden in den kommenden Jahren drastische Kürzungen vornehmen müssen. Wie eine am Dienstagveröffentlichte Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) aufzeigt, werden 55 Prozent der insgesamt 304 befragten deutschen Kommunen das laufende Jahr voraussichtlich mit einem Haushaltsdefizit abschließen. 26 Prozent der Städte und Gemeinden planen daher ihre kommunalen Leistungen einzuschränken. Elf Prozent der befragten Kommunen gaben sogar an, Bibliotheken bzw. sonstige kulturelle Einrichtungen schließen zu wollen (Vgl. EY Kommunenstudie 2021: „Kommunen in der Finanzkrise. Status quo und Handlungsoptionen“).

Dazu Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Bundesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv): „Die Coronakrise darf nicht zu einer Krise der Bibliotheken werden. Gerade in der jetzigen Situation schaffen Bibliotheken für alle Generationen einen stark nachgefragten Zugang zu Medien, Informationen und zum Internet. Wir appellieren an die neue Bundesregierung, Kommunen und Gemeinden als Träger von Bibliotheken zu entlasten, damit sie auch zukünftig gemeinwohlorientierte Leistungen erbringen können.“

Bereits im Juni 2021 hatte der dbv eine Befragung unter 1.380 Öffentlichen Bibliotheken durchgeführt. Die Ergebnisse: 30Prozentder an der Befragung teilnehmenden Bibliotheken sind von Maßnahmen der Haushaltskonsolidierung betroffen. 16Prozentunterliegen einer globalen Haushaltssperre. Bei rund 22Prozentder Bibliotheken sind bereits Mittel gekürzt worden oder in Planung. Die Ergebnisse der Umfrage sind im „Bericht zur Lage der Bibliotheken 2021“ veröffentlicht worden. Der Bericht kann HIER heruntergeladen werden.

https://www.bibliotheksverband.de/publikationen