24. Februar 2024
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Essentials

In der Ausgabe 10/2023-1/2024 (Dez. 2023/Jan. 2024) lesen Sie u.a.:

  • AI Literacy in Bibliotheken und Wissenschaft
  • Bibliotheken und das Metaversum
  • Library Publishing und das Problem der Langzeitarchivierung von
    Open-Access-Publikationen
  • Gender und Sexualität in Bibliotheken
  • Entwicklungen im Bereich Open Science
    im Jahr 2023
  • Auskunfts- und Informationsdienste
    in Bibliotheken
  • Die transparente Dokumentation
    von Cultural Heritage Datasets
  • Die Rolle der Bibliotheken
    im Bereich reproduzierbarer Forschung
  • Bibliothekstrends 2023 in UK
  • Open Acces und DEAL
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Konferenz zur besseren Nutzung von Forschungsdaten
erstmals in Karlsruhe

Forschungsdaten bilden die Grundlage für Erkenntnisse und Innovationen. Für den Fortschritt unserer Gesellschaft spielen sie eine tragende Rolle. Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) hat das Ziel, Datenschätze in Zukunft besser zu nutzen. Vom 12. bis 14. September veranstaltet sie in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die erste Conference on Research Data Infrastructure (CoRDI) auf dem Campus Süd des KIT. Die Forschungsfelder reichen dabei von A wie Agrarwissenschaften bis Z wie Zellbiologie.

Pandemien, der Klimawandel und der Straßenverkehr haben eins gemeinsam: Mit hochwertigen, gut vernetzten Daten können wir sie besser verstehen und informiert entscheiden, wie wir handeln. Der Verein Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e.V. mit Sitz in Karlsruhe setzt sich seit seiner Gründung 2020 für ein zukunftsfähiges Management von Forschungsdaten ein. Inzwischen sind über 250 Wissenschaftsorganisationen, Universitäten sowie Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Fachgesellschaften und Vereine Mitglied. Die Zukunft der datengetriebenen Forschung wird somit von einem starken Netzwerk gestaltet.

Die einzelnen Fachbereiche engagieren sich bei NFDI in Konsortien. In jedem der 26 Konsortien sind bis zu 80 Einrichtungen vernetzt und arbeiten gemeinsam an fachinternen sowie übergreifenden Themen. Dabei sind bereits Services wie eine Plattform für die Suche nach humanen molekularbiologischen Daten, sogenannten Omics-Daten (beispielsweise der „GHGA Metadata Catalog“ mit Genomdaten), ein elektronisches Laborjournal-Notizbuch („Chemotion“) oder ein virtueller Assistent zur Klärung rechtlicher Fragestellung beim Nutzen von Daten („interactive Virtual Assistant: iVA“) entstanden.

Themen wie Datenschutz, übergreifende Standards, gemeinsam genutzte Infrastrukturen, Weiterbildung oder die Kooperation mit der Wirtschaft sind für mehrere oder sogar alle Konsortien relevant. Sie werden daher zusammen in thematischen Sektionen vorangetrieben. NFDI entwickelt auch Basisdienst-Services, zum Beispiel für ein verbessertes Zugangsmanagement zu Daten oder eine bessere semantische Vernetzung auf Basis eines Terminologie-Dienstes.

KIT an elf NFDI-Konsortien beteiligt

Das KIT ist an elf der 26 Konsortien der NFDI beteiligt. Zuletzt wurden im Jahr 2022 drei neue Konsortien mit Beteiligung des KIT in die Bund-Länder-Förderung aufgenommen: NFDI4Energy für das Energiesystem, NFDIxCS zur Speicherung komplexer Datenobjekte sowie Base4NFDI für Basisdienste in der wissenschaftlichen Dateninfrastruktur. Darüber hinaus ist York Sure-Vetter, Professor am Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren des KIT, seit März 2020 Direktor der NFDI.

Forschungsdaten – für Innovationen und gesellschaftlichen Nutzen

Die CoRDI bietet unter dem Titel „Connecting Communities“ Personen aus dem Verein und darüber hinaus zum ersten Mal die Chance, sich bei einem großen Event in Präsenz zusammenzufinden. Die Konferenz steht für umfassendere Erkenntnisse durch bessere Nutzung von Forschungsdaten, für Innovationen und den daraus entstehenden gesellschaftlichen Nutzen. An drei Tagen gibt es wissenschaftliche Vorträge, Diskussionsformate, Poster- und Marktsessions sowie einen öffentlichen Abendvortrag. Erwartet werden rund 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sämtlichen Forschungsfeldern sowie Akteure aus dem Infrastrukturbereich und der Wirtschaft. (nha/jho)

Programm (Auswahl):

Die Konferenz findet in englischer Sprache statt.

Veranstaltungsort: Audimax auf dem Campus Süd des KIT,
Gebäude 30.95, Straße am Forum 1, 76131 Karlsruhe.

Dienstag, 12. September 2023

11:00-11:30 Uhr   Eröffnung
Begrüßung durch
  • Mario Brandenburg MdB, Parlamentarischer Staatssekretär
    im Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Prof. Kerstin Schill, Vizepräsidentin der
    Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • Ute Gunsenheimer, Secretary General der
    European Open Science Cloud
  • Prof. Kora Kristof, Vizepräsidentin Digitalisierung
    und Nachhaltigkeit des KIT
  • Prof. Carole Goble, CoRDI Programme Chair,
    Univ. of Manchester & ELIXIR-UK
  • Prof. York Sure-Vetter, CoRDI General Chair,
    NFDI-Direktor und KIT

19:30-20:30 Uhr

  

Öffentlicher Abendvortrag (auch für Bürgerinnen und Bürger)
Julia Janssen, Künstlerin und Forscherin: Behind the Click

Donnerstag, 14. September 2023

16:00-17:30 Uhr   Panel-Diskussion:
„Zukunft der Forschungsdaten-Ökosysteme“

mit
  • Prof. Kora Kristof, Vizepräsidentin Digitalisierung
    und Nachhaltigkeit des KIT
  • Dr. Hanna Brenzel, Statistisches Bundesamt
  • Paul Heinz, Covestro
  • Alexander Dürnagel, Bundesministerium für Verkehr
    und digitale Infrastruktur
  • Moderation: Carmen Hentschel

Weitere Informationen zur Konferenz und vollständiges Programm