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21. Januar 2026
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In der Ausgabe 10/202501/2026 (Dezember – Januar 2025–2026) lesen Sie u.a.:

  • Soziale Medien und Aufmerksamkeits­entwicklung bei Kindern: Neue Lang­zeitdaten zur ADHS-Risikodiskussion
  • Repositorien im Wandel: Analyse zentraler Einflussfaktoren für die nächsten Jahre
  • Wie inklusiv Sammlungen in Bibliotheken und Archiven wirklich sind
  • Synergien von KI-Chat und Suche:
    Wie unterschiedliche Altersgruppen
    Information Retrieval neu gestalten
  • Kulturerbe-Daten im Zeitalter der KI:
    Ein neues Zugangsmodell für Institutionen
  • Jugendliche, soziale Medien und KI-Chatbots: Digitale Nutzungsrealitäten 2025
  • Buchclubs als unterschätzte Brücke zwischen Campusleben und Bibliothek: Neue Impulse aus US-Hochschulbibliotheken
  • AI Librarian in Japan
  • Altersgrenzen für soziale Medien:
    Europas nächste Regulierungsdebatte
  • KI und Journalismus:
    Neue Machtverschiebungen
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  • Print ist tot, es lebe Print!
u.v.m.
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Transparenz und Dialog: Deutsche Digitale Bibliothek startet
Online-Portal „Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“

Voraussetzung für zentrale digitale Veröffentlichung
von Informationen zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten

Die Deutsche Digitale Bibliothek stellt mit dem Online-Portal „Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ den zentralen Zugang zu digitalisiertem Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen einrichtungsübergreifend zur Verfügung. Das neue Portal richtet sich insbesondere an Menschen aus Herkunftsländern und -gesellschaften und informiert auf Deutsch, Englisch und Französisch über Objekte und ihre Geschichte. Das Online-Portal der Deutschen Digitalen Bibliothek schafft damit die Basis für größtmögliche Transparenz über den Verbleib von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen und ermöglicht den Dialog mit den Herkunftsländern und -gesellschaften weltweit. Die Nutzung ist kostenfrei und ohne Registrierung möglich.

Zum Launch des Portals sind Informationen zu mehr als 100.000 Objekten von insgesamt 26 Einrichtungen in Deutschland abrufbar. Darunter finden sich u.a. Kulturgüter, Artefakte, Schmuck, Werkzeuge, Waffen, Musikinstrumente sowie botanische Präparate aus Gebieten, die einst unter formaler Kolonialherrschaft standen oder in denen koloniale Strukturen nachwirkten. Im Portal werden auch Kulturgüter nachgewiesen, die bereits restituiert worden sind.

Die Entwicklung des Online-Portals geht auf die im Oktober 2020 zwischen Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden vereinbarte „3 Wege-Strategie zur Erfassung und digitalen Veröffentlichung von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland“ zurück. Die Erarbeitung des neuen Portals wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Das Recherche-Angebot wird fortlaufend ausgebaut und die Anzahl der Objekte in der Datenbank soll stetig vergrößert werden. Das Portal soll langfristig umfassend die Bestände aus kolonialen Kontexten in deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen nachweisen und der Öffentlichkeit weltweit zugänglich machen.

Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien: „Unser gemeinsames Ziel ist es, die Auseinandersetzung mit unserer Kolonialvergangenheit entscheidend voranzubringen. Dazu gehört auch, Transparenz über Kulturgüter aus kolonialen Kontexten herzustellen. Das zentrale Online-Portal der Deutschen Digitalen Bibliothek eröffnet der Wissenschaft und den Herkunftsländern jetzt neue Möglichkeiten zur Spurensuche und legt den vorhandenen Bestand an solchen Objekten in deutschen Sammlungen offen. Vor diesem Hintergrund appelliere ich an alle Einrichtungen und deren Träger in Deutschland, ihre Bestände über die Deutsche Digitale Bibliothek sichtbar zu machen, denn hiermit schaffen wir Klarheit für eine zukunftsgerichtete Partnerschaft mit den Herkunftsländern und -gesellschaften.“

Timon Gremmels, der Vorsitzende der Kultur-Ministerkonferenz und Staatsminister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur des Landes Hessen erklärt: „Die Länder begrüßen den Launch des deutschlandweiten, zentralen digitalen Portals zu `Collections from Colonial Contexts´. Das Online-Portal ist ein wichtiger Schritt, Transparenz über die in Deutschland befindlichen kolonialen Kulturgüter gegenüber den Herkunftsländern und Herkunftsgesellschaften herzustellen. Bei der Entwicklung hat die Deutsche Digitale Bibliothek die Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland, Museen, Wissenschaft und Sammlungen sowie Expertinnen und Experten aus den Herkunftsländern konsultiert. Besonders hervorzuheben sind die Mehrsprachigkeit sowie die nachfrageorientierte Gestaltung des Portals. Hierfür möchte ich dem engagierten Team der Deutschen Digitalen Bibliothek namens der Länder besonders danken.“

Prof. Dr. Hermann Parzinger, Sprecher des Vorstands der Deutschen Digitalen Bibliothek und Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sagt: „Ich freue mich, dass die Deutsche Digitale Bibliothek mit dem Launch des neuen Online-Portals die Voraussetzungen für einen transparenten Zugang zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten geschaffen hat. Nutzer*innen steht ein Portal zur Verfügung, auf dem schon jetzt unterschiedlichste Kultureinrichtungen ihre Sammlungen im Verbund mit vielen anderen Häusern einem breiten Publikum zugänglich machen.“

Weiterführende Informationen

Zahlen (Angaben zum Launch des Portals)

Rund 110.000 Objekte bereitgestellt von insgesamt 26 Kulturinstitutionen

Links in das Portal Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten

Startseite https://ccc.deutsche-digitale-bibliothek.de

Hintergrund
https://ccc.deutsche-digitale-bibliothek.de/de/content/ueber-das-portal

Fragen und Antworten
https://ccc.deutsche-digitale-bibliothek.de/de/content/fragen-antworten

Zum Zeitpunkt des Launch beteiligte Kulturinstitutionen
https://ccc.deutsche-digitale-bibliothek.de/de/institutions