21. Januar 2022
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In der Ausgabe 9/2021 (Dezember 2021) lesen Sie u.a.:

  • Anwendung des UTAUT-Modells: Akzeptanz von modernen Technologien in Bibliotheken
  • Hat der Schreibstil in Abstracts Einfluss auf die Anzahl von Zitierungen?
  • Was sind „grüne Bibliotheken“?
  • Nachhaltigkeit in und für Bibliotheken
  • Studie zur Zukunft der Bibliotheken
  • Web3 als die neue, dezentrale Zukunft des Internets?
u.v.m.
  fachbuchjournal
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Ausgabe 6 / 2021

IM FOKUS

  • Geschichte der Menschenrechte
  • Richtig satt werden. Gespräch mit Prof. Dr. Biesalski
  • Folgen von Lockdown und Isolation

LANDESKUNDE
Deutschland und Russland | Orient | Japan

BIOGRAFIEN
Frauen im Nationalsozialismus

RECHT
Rechtsgeschichte | Verfassungsrecht | Erbrecht | Umweltschutz im Luftverkehrsrecht

MEDIZIN

  • Winnacker: Mein Leben mit Viren
  • Huldschinsky: „Licht statt Lebertran“
uvm

Expertenworkshop zur „Zukunft des Lesens“ fordert:
Potentiale neuer Medien nutzen und Leseförderung besser vernetzen

Lesen und die Förderung von Lesekompetenz sind Grundlagen einer funktionierenden Gesellschaft. Denn Lesen ist ein wichtiger Schlüssel zu Bildungsfähigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Doch was bedeutet „Lesen“ heute? Welche Konsequenzen haben Digitalisierung und demografischer Wandel auf die Lese- und Mediensozialisation von Kindern und Jugendlichen und damit auch auf die Leseförderung?  

Mit diesen Fragen setzte sich der Expertenworkshop zur „Zukunft des Lesens“ auseinander, den die Stiftung Lesen mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin veranstaltet hat. An dem Workshop nahmen mehr als 50 Experten aus den Bereichen Medien- und Kommunikationswissenschaft, Sozialforschung, Pädagogik, Psychologie, Demographie, Trend- und Marktforschung sowie aus verschiedenen Bildungsinstitutionen teil.  

Die wichtigste Erkenntnis: Auch in Zukunft wird gelesen werden – aber anders als noch vor 20 Jahren. Der Hamburger Trendforscher Prof. Peter Wippermann vertritt die Meinung: „Die alte Kulturtechnik verschwindet nicht, sie wird nur anders genutzt. Im Alltag wird sich das Lesen vom Papier weitgehend verabschieden.“

Vor dem Hintergrund der Zunahme an neuen Lesemedien ist es nach Ansicht der Experten notwendig, den Lesebegriff zu erweitern „Wir lesen heute so viel wie nie zuvor“, betont Dr. Simone C. Ehmig, Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen. „Aber vieles wird nicht als Lesen wahrgenommen, zum Beispiel die Aktivitäten in sozialen Netzwerken.“

Aus diesem Grund plädierten die Teilnehmer des Workshops dafür, digitale Medien nicht als Konkurrenz oder Gegensatz zu den gedruckten Medien zu sehen, sondern die Potentiale aller Lesemedien zur erkennen und zu nutzen. Um möglichst viele Zielgruppen zu erreiche, sollten nicht mehr nur noch Buch und Printmedien, sondern auch vermehrt digitale Lesemedien wie E-Book und Apps sowohl in Leseforschung als auch Leseförderung Berücksichtigung finden. Eine Diversifizierung der Methoden und der Medien können der Leseförderung neue Impulse geben. Erste Studien haben zum Beispiel gezeigt, dass E-Reader das Leseimage bei Jugendlichen, die nicht gerne zum Buch greifen, verbessern können.