INNOVATIV
Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
Linda Freyberg
Sabine Wolf (Hrsg.)
Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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Band 71: Rahel Zoller Band 70: Sabrina Lorenz Band 69: Jennifer Hale Band 68:
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Band 67:
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1. März 2026
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In der Ausgabe 10/202501/2026 (Dezember – Januar 2025–2026) lesen Sie u.a.:

  • Soziale Medien und Aufmerksamkeits­entwicklung bei Kindern: Neue Lang­zeitdaten zur ADHS-Risikodiskussion
  • Repositorien im Wandel: Analyse zentraler Einflussfaktoren für die nächsten Jahre
  • Wie inklusiv Sammlungen in Bibliotheken und Archiven wirklich sind
  • Synergien von KI-Chat und Suche:
    Wie unterschiedliche Altersgruppen
    Information Retrieval neu gestalten
  • Kulturerbe-Daten im Zeitalter der KI:
    Ein neues Zugangsmodell für Institutionen
  • Jugendliche, soziale Medien und KI-Chatbots: Digitale Nutzungsrealitäten 2025
  • Buchclubs als unterschätzte Brücke zwischen Campusleben und Bibliothek: Neue Impulse aus US-Hochschulbibliotheken
  • AI Librarian in Japan
  • Altersgrenzen für soziale Medien:
    Europas nächste Regulierungsdebatte
  • KI und Journalismus:
    Neue Machtverschiebungen
    im Markt für Nachrichteninhalte
  • Print ist tot, es lebe Print!
u.v.m.
  fachbuchjournal

Kriegssammlungen in Deutschland 1914-1918

Zwischen 1914 und 1918 legten Bibliotheken, Archive, Museen und Privatpersonen überall im Deutschen Reich Weltkriegssammlungen an, in denen der Erste Weltkrieg als "große Zeitenwende" akribisch dokumentiert wurde.

Der Sammeleifer bezog sich nicht nur auf die über den Buchhandel verfügbare Kriegsliteratur, sondern auch auf Feld- und Schützengrabenzeitungen aus Frontgebieten, auf Drucksachen aus Lazaretten und Gefangenenlagern und auf Zeitungen der besetzten Gebiete. Gesammelt wurden Landkarten, Maueranschläge und Flugblätter, Fotos, Feldpostbriefe und Soldatentagebücher. Militaria und Uniformen wurden gesammelt, Material der Kriegswirtschaft wie Notgeld, Lebensmittelkarten und Kriegsersatzstoffe wurde aufgehoben, aber auch Gegenstände mit Andenkencharakter wurden zusammengetragen wie Vivatbänder, Postkarten, Gedenkmünzen und Porzellangegenstände mit Kriegsmotiven.

1917 erschien ein Verzeichnis "Die Kriegssammlungen. Ein Nachweis ihrer Einrichtung und ihrer Bestände" im Druck. Darin aufgelistet waren 217 deutsche Kriegssammlungen zwischen Aachen und Zittau. Autor des Verzeichnisses war Oberstleutnant Albert Buddecke, Chef der Sichtungsstelle für Kriegsbeute und Bibliothekswesen beim Stellvertretenden Generalstab der Armee in Berlin, die das Frontschrifttum an die einzelnen Kriegssammlungen weiterverteilte. Er hatte das Verzeichnis aufgrund einer reichsweiten Fragebogenaktion erstellt.

Dieses Verzeichnis war Grundlage für das Portal kriegssammlungen.de, das den Verbleib sowie den aktuellen Erhaltungs- und Erschließungszustand von derzeit 235 Sammlungen dokumentiert. Die Suchindices ermöglichen Ihnen die Recherche nach Kriegssammlungen bestimmter Personen, Orte und Regionen, aber auch nach bestimmten Sammlungsgegenständen wie Lazarettzeitungen, Plakaten oder Tagebüchern, sofern sie noch heute erhalten sind. Auch eine Freie Suche im Volltext wird angeboten.

Das Portal ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken im Deutschen Bibliotheksverband.

Feldpostkarte 'Daheim'. Collage mit kolorierten Fotografien. Künstler unbekannt. Versandt von einem Soldaten der 3. Kompagnie des 2. Ersatz-Bataillons des Kgl. Sächsischen Landwehr-Grenadier-Regiments Nr. 100 in Posen am 20.12.1915. (Badische Landesbibliothek)