25. Januar 2022
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In der Ausgabe 10/2021-1/2022 (Dez. 2021-Jan./Feb. 2022) lesen Sie u.a.:

  • Der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Auskunfts­dienste von Wissen­schaftlichen Bibliotheken
  • Fragwürdiger Einsatz von Tracking-Methoden in der Wissenschaftskommunikation
  • Ursachenforschung zu Stress in Wissenschaftlichen Bibliotheken
  • OER als Chance für Wissenschaftliche Bibliotheken
  • Die Auswirkungen von COVID-19 auf das wissenschaftliche Publikationswesen
  • Fehlende Anerkennung für offene Forschungsdaten
  • Trends für 2022
u.v.m.
  fachbuchjournal
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Ausgabe 6 / 2021

IM FOKUS

  • Geschichte der Menschenrechte
  • Richtig satt werden. Gespräch mit Prof. Dr. Biesalski
  • Folgen von Lockdown und Isolation

LANDESKUNDE
Deutschland und Russland | Orient | Japan

BIOGRAFIEN
Frauen im Nationalsozialismus

RECHT
Rechtsgeschichte | Verfassungsrecht | Erbrecht | Umweltschutz im Luftverkehrsrecht

MEDIZIN

  • Winnacker: Mein Leben mit Viren
  • Huldschinsky: „Licht statt Lebertran“
uvm

Kriegssammlungen in Deutschland 1914-1918

Zwischen 1914 und 1918 legten Bibliotheken, Archive, Museen und Privatpersonen überall im Deutschen Reich Weltkriegssammlungen an, in denen der Erste Weltkrieg als "große Zeitenwende" akribisch dokumentiert wurde.

Der Sammeleifer bezog sich nicht nur auf die über den Buchhandel verfügbare Kriegsliteratur, sondern auch auf Feld- und Schützengrabenzeitungen aus Frontgebieten, auf Drucksachen aus Lazaretten und Gefangenenlagern und auf Zeitungen der besetzten Gebiete. Gesammelt wurden Landkarten, Maueranschläge und Flugblätter, Fotos, Feldpostbriefe und Soldatentagebücher. Militaria und Uniformen wurden gesammelt, Material der Kriegswirtschaft wie Notgeld, Lebensmittelkarten und Kriegsersatzstoffe wurde aufgehoben, aber auch Gegenstände mit Andenkencharakter wurden zusammengetragen wie Vivatbänder, Postkarten, Gedenkmünzen und Porzellangegenstände mit Kriegsmotiven.

1917 erschien ein Verzeichnis "Die Kriegssammlungen. Ein Nachweis ihrer Einrichtung und ihrer Bestände" im Druck. Darin aufgelistet waren 217 deutsche Kriegssammlungen zwischen Aachen und Zittau. Autor des Verzeichnisses war Oberstleutnant Albert Buddecke, Chef der Sichtungsstelle für Kriegsbeute und Bibliothekswesen beim Stellvertretenden Generalstab der Armee in Berlin, die das Frontschrifttum an die einzelnen Kriegssammlungen weiterverteilte. Er hatte das Verzeichnis aufgrund einer reichsweiten Fragebogenaktion erstellt.

Dieses Verzeichnis war Grundlage für das Portal kriegssammlungen.de, das den Verbleib sowie den aktuellen Erhaltungs- und Erschließungszustand von derzeit 235 Sammlungen dokumentiert. Die Suchindices ermöglichen Ihnen die Recherche nach Kriegssammlungen bestimmter Personen, Orte und Regionen, aber auch nach bestimmten Sammlungsgegenständen wie Lazarettzeitungen, Plakaten oder Tagebüchern, sofern sie noch heute erhalten sind. Auch eine Freie Suche im Volltext wird angeboten.

Das Portal ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken im Deutschen Bibliotheksverband.

Feldpostkarte 'Daheim'. Collage mit kolorierten Fotografien. Künstler unbekannt. Versandt von einem Soldaten der 3. Kompagnie des 2. Ersatz-Bataillons des Kgl. Sächsischen Landwehr-Grenadier-Regiments Nr. 100 in Posen am 20.12.1915. (Badische Landesbibliothek)