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17. Mai 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Bibliotheken sind zentrale Infrastrukturen einer offenen Gesellschaft

Beim 3. Bibliothekspolitischen Bundeskongress des dbv
diskutierten im Allianz Forum in Berlin über 200 Teilnehmende
über aktuelle Herausforderungen der Bibliotheken in Deutschland.

Offene Begegnungs- und Diskursräume und der souveräne Umgang mit Medien und Informationen waren nie wichtiger als heute. Am 9. Oktober 2025 hat der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) mit rund 200 Vertreter*innen aus Politik, Bildung, Wissenschaft und Kultur darüber diskutiert, wie gesichertes Wissen in unsicheren Zeiten gesamtgesellschaftlich gewährleistet werden kann und wie Bibliotheken als zentrale Infrastrukturen einer offenen Gesellschaft weiterentwickelt werden können.

Neben verschiedenen Podiumsdiskussionen zur Rolle von Bibliotheken für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und als Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, befassten sich die Teilnehmer*innen in vier Workshops mit den Themen inklusive Bibliotheksarbeit, Umgang mit umstrittener Literatur, Medienkompetenz in Zeiten von Desinformationen sowie digitaler Souveränität und Teilhabe.

Unter den Teilnehmenden waren u.a. Mareike Lotte Wulf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Katrin Göring-Eckardt, MdB, Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, Lars Rohwer, MdB, Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Cerstin Richter-Kotowski, Staatssekretärin für Kultur der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt, Katarzyna Wielga-Skolimowska, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur, Wissenschaft, Tourismus der Landeshauptstadt Dresden, Peter Kraus vom Cleff, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels sowie Gabriele Schulz, stellvertretende Geschäftsführerin des Deutschen Kulturrats.

Zum Abschluss der Tagung sagte Antje Theise, Bundesvorsitzende des dbv: „Heute wurde eines sehr deutlich: Bibliotheken sind Orte der gelebten Demokratie. Ihre Aufgabe ist es, gesichertes Wissen zur Verfügung zu stellen, die Menschen dabei zu unterstützen, sich sowohl digital als auch analog in der Flut von Informationen und technischer Innovationen zurecht zu finden und zugleich offene Begegnungsorte zu sein. Ohne politische Unterstützung von Seiten des Bundes, der Länder und der Kommunen geht es dabei nicht. Als Partnerinnen in der Demokratiebildung und als zentrale Infrastruktur einer offenen Gesellschaft müssen Bibliotheken künftig ressortübergreifend gedacht und nachhaltig in sie investiert werden. Unsere Erwartung ist daher, dass die Politik die Mittel des Sondervermögens nutzt, um Bibliotheken als Infrastrukturen der Daseinsvorsorge zu stärken.“

Der 3. Bibliothekspolitische Bundeskongress wurde gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und der Allianz Foundation.