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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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25. September 2026
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In der Ausgabe 07/2026 (September 2026) lesen Sie u.a.:

  • Je früher Kinder Social Media nutzen, desto schlechter sind ihre schulischen Leistungen
  • Wie KI-gestützte Datenkompetenz-Schulungen das Selbstvertrauen von Ingenieurstudierenden verändern
  • Wie rechtsalternative Medien
    systematisch Klimaskepsis verbreiten
  • Über 15 Mrd. Dollar für Open-Access-Gebühren an nur 14 Verlage
  • Verlage ringen um Regeln,
    während KI-Verdacht
    ganze Buchveröffentlichungen stoppt
  • Wenn ChatGPT zum Bibliothekskatalog wird
  • US-Bibliotheksverband
    veröffentlicht Leitfaden
    zum Umgang mit künstlicher Intelligenz
  • Warum viele Zeitschriftenredaktionen
    trotz Sympathie für Open Access
    bei kommerziellen Verlagen bleiben
  • Über zehntausend Paper-Mill-Artikel zurückgezogen
  • Warum KI nach Ansicht eines US-Forschers einen neuen Informationsschock auslöst
  • IFLA meldet Mitgliederwachstum
    und blickt auf ihr Jubiläumsjahr 2027
  • Warum das Ende physischer Medien
    auch Bibliotheken betrifft
  • Antiquarische Bücher werden für KI-Training gekauft und danach zerstört
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Erinnern heißt kämpfen –
Rückblicke, Termine und ein Aufruf

Vor über 93 Jahren loderten in Deutschland die Scheiterhaufen für Bücher. Menschen wurden verfemt, verfolgt, aus dem Land gejagt oder ermordet – weil sie geschrieben, gedacht und widersprochen haben. Verfolgte Autor:innen, Dichter:innen und Denker:innen, deren einziges „Verbrechen" darin bestand, für eine offene, vielfältige Gesellschaft einzustehen. Wir erinnern an sie nicht als abgeschlossenes Kapitel, das man betroffen zuklappt, sondern weil ihr Kampf heute wieder mitten unter uns tobt.

Denn im Kern ging es damals wie heute um dasselbe: um die Würde jedes einzelnen Menschen, um das Recht, anders zu sein, anders zu denken, anders zu lieben und zu glauben. Wer Bücher verbrennt, will Vielfalt auslöschen. Wer kritische Stimmen zum Schweigen bringt, greift die Menschenwürde selbst an. Und diese Angriffe sind nicht Vergangenheit. Wenn in diesem Herbst in Niedersachsen kommunal gewählt wird, in Sachsen, in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin, dann steht mehr auf dem Spiel als Sitzverteilungen. Es geht darum, ob wir eine offene, streitbare, vielfältige Gesell­schaft bleiben oder ob wieder Platz gemacht wird für die, die genau das bekämpfen. Erinnern heißt für uns deshalb nicht zurückblicken und schweigen. Erinnern heißt hinschauen, Haltung zeigen, laut werden. Für Vielfalt, für Freiheit, für die Würde aller.

Genau dazu will unsere neue Wanderausstellung „Zwischen Flammen und Freiheit" anstiften. Sie erzählt von den Menschen, die verfolgt wurden, aber sie ist kein stilles Gedenken. Sie ist eine Aufforderung: Mischt euch ein. Werdet laut. Stellt euch quer, wo Vielfalt und Würde angegriffen werden. Wir bringen diese Ausstellung an so viele Orte wie möglich, große wie kleine, weil wir überzeugt sind, dass Erinnerung nur dann etwas wert ist, wenn sie uns heute zum Handeln bewegt. Hier ein paar Eindrücke der letzten Wochen.

Rückblick Peitz
Peitz ist keiner der Orte, die auf den großen Kulturkarten stehen und genau deshalb wollten wir hin. In der Amtsbücherei haben wir unsere alte Wanderausstellung gezeigt und einen Vortrag gehalten, und was daraus wurde, war ein Abend voller offener, ehrlicher Gespräche. Menschen, die sich Zeit nehmen, die nachfragen, die mitdenken. Solche Begegnungen sind der Grund, warum wir immer wieder auch in die kleinen Orte fahren. Dort, wo Erinnerungsarbeit sonst selten hinkommt, wächst sie oft am stärksten. Wir kommen wieder!

Rückblick: Eröffnung unserer Wanderausstellung „Zwischen Flammen und Freiheit"
Was für ein Auftakt! In der Galerie Olga Benario in Berlin-Neukölln haben wir unsere neue Wanderausstellung „Zwischen Flammen und Freiheit" eröffnet und über 50 Menschen waren gekommen, um mit uns zu starten. Ein herzlicher Ort, kluge und warme Menschen, ein Abend, der Mut macht. Wir sind losgezogen mit dem Gefühl: Das hier trägt. Und wir wollen es an so viele Orte bringen wie nur möglich.

Rückblick: Jena Winzerla
Das Kokont Jena hat unsere Ausstellung wieder mitten in den öffentlichen Raum geholt. Vom 14. bis 21. August stand sie in Jena Winzerla, dort, wo die Menschen wohnen und jeden Tag vorbeikommen. Seit dem 21. August ist sie nun noch bis zum 4. September in der Innenstadt zu sehen (Faulloch/Johannisstraße). Genau da gehört Erinnerung hin: nicht nur hinter Museumsglas, sondern auf die Straße, mitten ins Leben.

Alle Termine im Überblick
Unsere neue Wanderausstellung ist ab jetzt viel unterwegs. Hier die laufenden und kommenden Stationen. Vielleicht ist ja auch etwas in eurer Nähe dabei:

  • 14. August bis 15. Oktober: Galerie Olga Benario, Berlin-Neukölln
  • 31. August bis 10. Dezember: Haus des Humanismus, Berlin
  • 4. September bis 2. Oktober: Stadtbücherei Wiehl
  • 4. September bis 16. Oktober Stadtbücherei Heinsberg
  • 15. September bis 18. Oktober: Theaterhaus Eukitea Diedorf
  • 28. September bis 9. Oktober: Kahla

Alle Termine und die laufenden Aktualisierungen findet ihr hier:
https://zwischen-flammen-und-freiheit.de/wiki/Termine
Schaut gern immer mal wieder vorbei aud der Seite vorbei. Dort findet ihr die Texte der Ausstellung und viele belgietende Informationen und Biographien.

Frankfurter Buchmesse
Auch in diesem Jahr sind wir wieder dabei auf der Frankfurter Buchmesse, dort, wo das gedruckte, das freie Wort gefeiert wird. Es gibt ein neues Hallenlayout: Ihr findet uns diesmal in Halle 3.0, Stand B98. Wie immer mitten unter den kleinen, unabhängigen Verlagen, wo wir uns am wohlsten fühlen. Kommt vorbei, redet mit uns, streitet mit uns. Wir freuen uns auf euch.

Unterstützt unsere Arbeit
Ganz ehrlich: Erinnerungsarbeit gibt es nicht umsonst, und sie braucht einen langen Atem. Jede Ausstellung, jeder Vortrag, jede kleine Station in einem Ort wie Peitz lebt davon, dass Menschen wie ihr sie mittragt. Werdet Fördermitglied oder spendet, damit wir auch weiterhin dorthin gehen können, wo man uns braucht, und nicht nur dorthin, wo es bequem ist:
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