INNOVATIV
Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
Linda Freyberg
Sabine Wolf (Hrsg.)
Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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Band 71: Rahel Zoller Band 70: Sabrina Lorenz Band 69: Jennifer Hale Band 68:
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1. März 2026
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In der Ausgabe 10/202501/2026 (Dezember – Januar 2025–2026) lesen Sie u.a.:

  • Soziale Medien und Aufmerksamkeits­entwicklung bei Kindern: Neue Lang­zeitdaten zur ADHS-Risikodiskussion
  • Repositorien im Wandel: Analyse zentraler Einflussfaktoren für die nächsten Jahre
  • Wie inklusiv Sammlungen in Bibliotheken und Archiven wirklich sind
  • Synergien von KI-Chat und Suche:
    Wie unterschiedliche Altersgruppen
    Information Retrieval neu gestalten
  • Kulturerbe-Daten im Zeitalter der KI:
    Ein neues Zugangsmodell für Institutionen
  • Jugendliche, soziale Medien und KI-Chatbots: Digitale Nutzungsrealitäten 2025
  • Buchclubs als unterschätzte Brücke zwischen Campusleben und Bibliothek: Neue Impulse aus US-Hochschulbibliotheken
  • AI Librarian in Japan
  • Altersgrenzen für soziale Medien:
    Europas nächste Regulierungsdebatte
  • KI und Journalismus:
    Neue Machtverschiebungen
    im Markt für Nachrichteninhalte
  • Print ist tot, es lebe Print!
u.v.m.
  fachbuchjournal

Das allerneueste Pariser Koch-Buch

Schenkung an die Badische Landesbibliothek

Zum Ende der Ausstellung „Das Kochbuch in Baden 1770-1950“ hat die Badische Landesbibliothek eine kostbare Schenkung erhalten. Der Heidelberger Kochbuchsammler Dr. Wilhelm Herzog hat ihr aus seinem Besitz Das allerneueste Pariser Koch-Buch überlassen. Das Kochbuch ist 1752 in Straßburg erschienen und war eine der wichtigsten Textvorlagen für das erste in Baden gedruckte Kochbuch von 1769/70.  

Das Kochbuch, „nach der beliebten französischen Manier“ eingerichtet, erklärt, „wie man kräftige, wohlschmeckende Speisen und Ragut zubereiten solle; allerhand schöne Pasteten und Torten zu backen; die vornehmsten Confituren, Marcipan, eingemachte Früchte aufs niedlichste zu verfertigen, wie auch stärckende Liqueurs, erfrischende Limonaden, allerley brauchbare Syrup, und künstlich gebrennte Wasser zu machen.“ Die Lokalisierung ins mondäne Paris ist ein Verkaufstrick, ebenso wie die Angabe, das Buch sei aus dem Französischen übersetzt. Denn schon in der Vorrede verrät sich der Verleger Amand König mit der Bemerkung, dass sein Kochbuch das Beste aus sechs vorhandenen Kochbüchern „in der schönsten Ordnung“ neu versammele: er hat Teile älterer Kochbücher schlicht nachgedruckt.  

Genauso ist dann auch Johann Michael Macklot als Verleger des ersten badischen Kochbuchs vorgegangen. Für das Neue lehrreiche und vollständige Magazin, vor junges Frauenzimmer die ganze Koch-Kunst, und Zuckerbeckerei, samt allem, was damit verknüpft ist, vollkommen zu erlernen nutzte er diverse Vorlagen. Und das allerneueste Pariser Koch-Buch lag ganz gewiss in seiner Druckerei: Einzelne Passagen der Vorrede sind gleichlautend, die Pläne für die Einrichtung von Speisetafeln sind identisch, textidentisch ist der Abschnitt zum Tranchieren und auch die zur Illustration der Tranchiervorgänge verwendeten Holzschnitte stimmen völlig überein.  

Das Original des allerneuesten Pariser Koch-Buchs war bisher an keiner Bibliothek in Baden-Württemberg vorhanden. 1981 ist ein Faksimile des Dresdener Exemplars erschienen, das bisher in der Ausstellung der Badischen Landesbibliothek zu sehen war. Nun kann sie es durch das Original ersetzen. Vielen Dank dafür!  

Die Ausstellung „Das Kochbuch in Baden 1770-1950“ ist noch bis zum 15. Oktober in der Badischen Landesbibliothek zu sehen.  

www.blb-karlsruhe.de