25. Januar 2022
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In der Ausgabe 10/2021-1/2022 (Dez. 2021-Jan./Feb. 2022) lesen Sie u.a.:

  • Der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Auskunfts­dienste von Wissen­schaftlichen Bibliotheken
  • Fragwürdiger Einsatz von Tracking-Methoden in der Wissenschaftskommunikation
  • Ursachenforschung zu Stress in Wissenschaftlichen Bibliotheken
  • OER als Chance für Wissenschaftliche Bibliotheken
  • Die Auswirkungen von COVID-19 auf das wissenschaftliche Publikationswesen
  • Fehlende Anerkennung für offene Forschungsdaten
  • Trends für 2022
u.v.m.
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Ausgabe 6 / 2021

IM FOKUS

  • Geschichte der Menschenrechte
  • Richtig satt werden. Gespräch mit Prof. Dr. Biesalski
  • Folgen von Lockdown und Isolation

LANDESKUNDE
Deutschland und Russland | Orient | Japan

BIOGRAFIEN
Frauen im Nationalsozialismus

RECHT
Rechtsgeschichte | Verfassungsrecht | Erbrecht | Umweltschutz im Luftverkehrsrecht

MEDIZIN

  • Winnacker: Mein Leben mit Viren
  • Huldschinsky: „Licht statt Lebertran“
uvm

Das allerneueste Pariser Koch-Buch

Schenkung an die Badische Landesbibliothek

Zum Ende der Ausstellung „Das Kochbuch in Baden 1770-1950“ hat die Badische Landesbibliothek eine kostbare Schenkung erhalten. Der Heidelberger Kochbuchsammler Dr. Wilhelm Herzog hat ihr aus seinem Besitz Das allerneueste Pariser Koch-Buch überlassen. Das Kochbuch ist 1752 in Straßburg erschienen und war eine der wichtigsten Textvorlagen für das erste in Baden gedruckte Kochbuch von 1769/70.  

Das Kochbuch, „nach der beliebten französischen Manier“ eingerichtet, erklärt, „wie man kräftige, wohlschmeckende Speisen und Ragut zubereiten solle; allerhand schöne Pasteten und Torten zu backen; die vornehmsten Confituren, Marcipan, eingemachte Früchte aufs niedlichste zu verfertigen, wie auch stärckende Liqueurs, erfrischende Limonaden, allerley brauchbare Syrup, und künstlich gebrennte Wasser zu machen.“ Die Lokalisierung ins mondäne Paris ist ein Verkaufstrick, ebenso wie die Angabe, das Buch sei aus dem Französischen übersetzt. Denn schon in der Vorrede verrät sich der Verleger Amand König mit der Bemerkung, dass sein Kochbuch das Beste aus sechs vorhandenen Kochbüchern „in der schönsten Ordnung“ neu versammele: er hat Teile älterer Kochbücher schlicht nachgedruckt.  

Genauso ist dann auch Johann Michael Macklot als Verleger des ersten badischen Kochbuchs vorgegangen. Für das Neue lehrreiche und vollständige Magazin, vor junges Frauenzimmer die ganze Koch-Kunst, und Zuckerbeckerei, samt allem, was damit verknüpft ist, vollkommen zu erlernen nutzte er diverse Vorlagen. Und das allerneueste Pariser Koch-Buch lag ganz gewiss in seiner Druckerei: Einzelne Passagen der Vorrede sind gleichlautend, die Pläne für die Einrichtung von Speisetafeln sind identisch, textidentisch ist der Abschnitt zum Tranchieren und auch die zur Illustration der Tranchiervorgänge verwendeten Holzschnitte stimmen völlig überein.  

Das Original des allerneuesten Pariser Koch-Buchs war bisher an keiner Bibliothek in Baden-Württemberg vorhanden. 1981 ist ein Faksimile des Dresdener Exemplars erschienen, das bisher in der Ausstellung der Badischen Landesbibliothek zu sehen war. Nun kann sie es durch das Original ersetzen. Vielen Dank dafür!  

Die Ausstellung „Das Kochbuch in Baden 1770-1950“ ist noch bis zum 15. Oktober in der Badischen Landesbibliothek zu sehen.  

www.blb-karlsruhe.de