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13. Juni 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
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2009 bis 2023

Von der British Library ins Internet

Digitalisierung historischer Bestände mit 22 Aufsichtscanner von Zeutschel

Die British Library setzt bei der Digitalisierung ihrer wertvollen Bücher, Manuskripte und Zeitschriften auf Scan-Know-how aus Deutschland.

22 Scansysteme des Tübinger Unternehmens Zeutschel sorgen im Digitalisierungszentrum der Bibliothek für eine schonende und produktive Erfassung der historischen Vorlagen. Aktuell kommen die Zeutschel Scansysteme bei einem der weltweit größten Zeitschriften-Digitalisierungsprojekte zum Einsatz. Insgesamt sollen 40 Millionen Seiten des Zeitungsarchivs der British Library im Internet für eine breite Öffentlichkeit nutzbar gemacht werden. Neben eigenen Projekten nutzt die British Library die Scantechnologie aus Tübingen auch für Auftragsarbeiten anderer Organisationen und Institutionen.

Digitalisierung im Fokus

Die British Library ist eine der größten Forschungs- und Universalbibliotheken der Welt. Bis zum Jahr 2020 hat sie klare strategische Prioritäten gesetzt. So will die British Library dafür sorgen, dass auch zukünftige Generationen die Bibliotheksinhalte ohne Einschränkungen nutzen können, dass die Bibliotheksmedien zu Forschungszwecken für Jedermann nutzbar sind und dass der globale Wissensaustausch weiter wächst.

Eine der zentralen Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele ist die Digitalisierung von seltenen und wertvollen Materialien, die nicht mehr dem Copyright unterliegen.

Die Mittel dafür stellt das Digitalisierungszentrum der British Library bereit, das mit aktueller Scan- und Bildverarbeitungstechnologie ausgestattet ist. Im Zentrum stehen 22 Zeutschel Aufsichtscanner, die laut Angaben der British Library „für höchste Bildqualität sorgen, Scans bis zu 600 dpi optische Auflösung bieten und die Verarbeitung von Materialien bis zum Format A0 erlauben“.

Ihre Leistungsfähigkeit zeigen die Zeutschel beim ‚British Newspaper Archive’, einem Projekt zur Digitalisierung des historischen Zeitungsarchivs der Bibliothek. Das Archiv ist eine weltweit einzigartige Sammlung lokaler, regionaler, aber auch internationaler Zeitschriften, die bis Anfang des 16. Jahrhunderts zurückreichen. Insgesamt beinhaltet das Archiv 600.000 gebundene Zeitschriftenbände, die Buchregale in einer Länge von 32 km füllen. Ein Teil davon wird nun online für private und wissenschaftliche Zwecke verfügbar sein. Aktuell lassen sich bereits 21 Millionen Seiten im Internet unter http://www.britishnewspaperarchive.co.uk/ nach Schlagworten, Ort, Datum oder Titel durchsuchen. Weitere 19 Millionen Seiten folgen noch.

Die Anschaffungskosten in die Zeutschel Scanner haben sich nach Angaben der British Library ausgezahlt. Die Gleichung lautet: „Investitionen in Prozesse und Ausrüstung = Bilddaten in höchster Qualität“. Dank der Zeutschel Aufsichtscanner konnten einigen der seltensten und fragilsten Zeitschriften der Sammlung digitalisiert werden. „Wir haben sogar Einzelseiten eingescannt, die größer als 60 cm breit waren“, so die British Library bei der Beschreibung des Projekts.

Mit ihrer High-End-Ausstattung ist die British Library auch in der Lage, Digitalisierungsdienstleistungen anzubieten. Insgesamt wurden bereits über 30 Millionen Images für andere Organisationen und Institutionen digitalisiert.

www.zeutschel.de