INNOVATIV
Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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Sabine Wolf (Hrsg.)
Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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5. März 2026
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Essentials

In der Ausgabe 02/2026 (März 2026) lesen Sie u.a.:

  • Seniorinnen und Senioren entdecken soziale Netzwerke – Chancen und Aufgaben für Bibliotheken
  • Chatbots im Auskunftsdienst wissenschaftlicher Bibliotheken
  • Bibliotheken unter Druck – Was der Hamburger Sparkurs über den Zustand
    des Wissenschaftssystems verrät
  • Die „Big Three“ der Wissenschaftsinformation – Web of Science, Scopus und OpenAlex im systematischen Vergleich
  • Der Strukturwandel im italienischen Buchmarkt – Lehren für Europa,
    die Leseförderung, den Buchhandel
    und Künstliche Intelligenz
  • GenAI in der Hochschulbildung –
    Wer forscht weltweit zu ChatGPT und Co.?
  • Jenseits des Akronyms –
    Wie wissenschaftliche Bibliotheken DEI
    unter politischem Druck neu verankern
  • Kann Bibliotherapie helfen, die Krisen
    der Gegenwart zu bewältigen?
  • Web-Barrierefreiheit pragmatisch umsetzen – Kleine Schritte mit großer Wirkung
  • Wenn die KI die Nachrichten auswählt, verändert sich die öffentliche Wahrnehmung
  • Zwischen Plattformökonomie und kulturellem Gedächtnis – Hat das physische Medium noch eine Zukunft?
u.v.m.
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ZBW spendet umfangreiche Open-Data-Sammlung an Wikidata

ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft ermöglicht mit Datenspende die Verknüpfung
historischer Presseausschnitte zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit anderen Quellen

Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft macht sich stark für Open Science. In diesem Kontext hat sie die Metadaten ihrer historischen Pressearchive unter die freie CC0-Lizenz gestellt. Anlässlich des 7. Geburtstags der freien Wissensdatenbank Wikidata, zugehörig zur Wikimedia Foundation, präsentierte die ZBW bei der WikidataCon in Berlin die über 5.000 Personendossiers des ZBW-Pressearchivs als ersten Teil einer umfangreichen „Data Donation“. Die Daten zu historischen Dossiers aus nationalen und internationalen Medien stehen künftig zur Verknüpfung und Nachnutzung kostenfrei zur Verfügung.

In der freien Wissensdatenbank Wikidata werden derzeit über 64 Millionen offene Datensätze unter einer freien Lizenz nachnutzbar. Zum 7. Geburtstag von Wikidata spendete die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft eine umfangreiche Metadatensammlung aus ihrer „Pressemappe 20. Jahrhundert“.

Bei der „Pressemappe“ handelt es sich um eine digitale Ausschnittsammlung aus insgesamt 1.500 deutschen und internationalen Zeitungen und Zeitschriften. Die Kollektion umfasst Presseartikel, Geschäftsberichte, Festschriften und sonstige Materialien zu einzelnen Personen, Waren, Produktgruppen und Firmen sowie zu Sachthemen aus dem Bereich der einzelnen Länder und der gesamten Weltwirtschaft aus der Zeit vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Währungsreform 1948 bzw. zur Gründung der Bundesrepublik 1949. Die „Pressemappe“ ist organisiert in rund 25.000 thematischen Dossiers mit über zwei Millionen Seiten.

Die durch die ZBW erstellten Metadaten gehen nun als Datenspende an Wikidata. Während Wikidata künftig den primären Zugriff für Forschende aus Zeit-, Sozial-, Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte, für Medienwissenschaftler*innen sowie die interessierte Öffentlichkeit, Presse, Lehrer*innen und Schüler*innen bietet, wird die ZBW die erstellten Digitalisate und Referenzen auch weiter zugänglich halten.

Prof. Dr. Klaus Tochtermann: „Um unserem eigenen Anspruch an Open Science gerecht zu werden, wird es für uns immer wichtiger, eigene und zum Teil einzigartige Daten der ZBW zur Nachnutzung und Vernetzung mit Daten Dritter in offenen Infrastrukturen bereitzustellen. WikiData ist in diesem Kontext eine ideale Umgebung für uns.“

Joachim Neubert, wissenschaftlicher Softwareentwickler und Linked-Open-Data-Spezialist an der ZBW, erklärt: „Mit dieser Datenspende an Wikidata machen wir wichtige Forschungsdatenbestände viel breiter als bisher und zugleich multilingual weltweit zugänglich. Die offenen Daten können künftig von allen Wikidata-Usern mit weiteren Quellen verknüpft und durch die Community erweitert werden.“

Abraham Taherivand, Geschäftsführender Vorstand Wikimedia Deutschland, erklärt: „Die großzügige Spende von der ZBW unterstreicht die Bedeutung der freien Zugänglichkeit von Daten und Informationen für die Gegenwart und Zukunft. Sie sind die Grundlage für eine transparente Darstellung unseres kulturellen Gedächtnisses.“

Lydia Pintscher, Product Manager Wikidata bei Wikimedia Deutschland, ergänzt: „Wir freuen uns sehr über die Öffnung der Pressedaten. Zeitungsartikel eröffnen Einblicke in unsere Geschichte und zeigen uns, wie Ereignisse zeitgenössisch bewertet wurden. Die Einbindung in Wikidata verknüpft diese Daten mit weiteren Wissensbereichen, womit neue spannende Zusammenhänge entdeckt werden, die in den Daten des Pressearchivs allein nicht zu finden sind.“

http://zbw.eu/labs/en/blog/20th-century-press-archives-data-donation-to-wikidata