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8. März 2026
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In der Ausgabe 02/2026 (März 2026) lesen Sie u.a.:

  • Seniorinnen und Senioren entdecken soziale Netzwerke – Chancen und Aufgaben für Bibliotheken
  • Chatbots im Auskunftsdienst wissenschaftlicher Bibliotheken
  • Bibliotheken unter Druck – Was der Hamburger Sparkurs über den Zustand
    des Wissenschaftssystems verrät
  • Die „Big Three“ der Wissenschaftsinformation – Web of Science, Scopus und OpenAlex im systematischen Vergleich
  • Der Strukturwandel im italienischen Buchmarkt – Lehren für Europa,
    die Leseförderung, den Buchhandel
    und Künstliche Intelligenz
  • GenAI in der Hochschulbildung –
    Wer forscht weltweit zu ChatGPT und Co.?
  • Jenseits des Akronyms –
    Wie wissenschaftliche Bibliotheken DEI
    unter politischem Druck neu verankern
  • Kann Bibliotherapie helfen, die Krisen
    der Gegenwart zu bewältigen?
  • Web-Barrierefreiheit pragmatisch umsetzen – Kleine Schritte mit großer Wirkung
  • Wenn die KI die Nachrichten auswählt, verändert sich die öffentliche Wahrnehmung
  • Zwischen Plattformökonomie und kulturellem Gedächtnis – Hat das physische Medium noch eine Zukunft?
u.v.m.
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Campusbibliothek in Gummersbach nimmt ihren Betrieb auf

Ein neues Raumkonzept ermöglicht Lernen in Lounge-Atmosphäre

Mit digitaler Lehre und digitalem Studium haben sich die Anforderungen von Nutzerinnen und Nutzern an eine moderne wissenschaftliche Bibliothek geändert. Der Campus Gummersbach der TH Köln hat deshalb seine Bibliothek neu gestaltet und bietet dort künftig auch Kreativräume, Lernnischen und einen Makerspace an. Um einer Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, ist sie derzeit mit einem eingeschränkten Service geöffnet.

Die Entwürfe stammen vom Architektenbüro „raumkontor“ aus Düsseldorf und wurden seit Ende 2018 kontinuierlich weiterentwickelt. So entstand ein komplett neues Raumkonzept, in das auch die Erwartungen von Studierenden, Lehrenden, Forschenden und interessierten Bürgerinnen und Bürgern einflossen. Das Ergebnis: Die Bibliothek hat sich in eine Lernlounge verwandelt. „Eine Bibliothek ist das Kernstück eines jeden Wissenschaftsbetriebes. Ich freue mich daher sehr, dass wissenschaftliches Arbeiten und Lernen am Campus Gummersbach künftig in einem so kreativen Umfeld möglich ist“, sagt Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Lehre und Studium der TH Köln.

Außergewöhnlich ist vor allem das Farbkonzept der Bibliothek. Dieses ist an den Farbkreis von Johann Wolfgang von Goethe angelehnt. So ist das Zentrum des Komplexes, in dem sich der Medienbestand befindet, in Anthrazit gehalten; Wände und Teppichböden der äußeren Räume, die sich wie ein Ring um den Kern ziehen, sind bunt gestaltet. Wer um das Gebäude herumgeht, findet warme Farben in den nach Süden ausgerichteten Räumen, Magenta und Aubergine im Osten und kühles Blau und Petrol im Norden. Im Westen liegen Haupteingang und Foyerbereich, die farblich an das Zentrum angepasst sind.

© TH Köln
Gruppennischen laden zum gemeinsamen Lernen und Arbeiten ein.

Kreatives Lernen und Räume für Kommunikation

Die Campusbibliothek bietet auf 1000 Quadratmetern vielfältige Lern-, Arbeits- und Kommunikationsräume, in denen individuelles oder gemeinsames Lernen möglich ist. Carrels, abschließbare Lernkabinen, die während der Öffnungszeiten als eigenes Büro genutzt werden können, und Einzelarbeitsplätze werden ab Ende September online buchbar sein. Die Besucherinnen und Besucher können sich dann auch darauf freuen, dass das in die Bibliothek integrierte Lerncafé unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln den Betrieb aufnimmt. Neben den Carrels gibt es auch Kreativräume mit Magnetwänden und digitalem Whiteboard. Darüber hinaus sollen höhenverstellbare Arbeitsbereiche für Menschen mit Beeinträchtigung, große Lernmäander – Nischen in der Wand mit fest eingebauten gepolsterten Bänken – und Ladestationen für Handys und Tablets in den Schließfächern das Lernen erleichtern.

Ergänzt wird das Angebot durch Schulungs- und Konferenzräume sowie einen wissenschaftlichen Makerspace – eine Art offene Werkstatt – für Virtual- und Augmented-Reality, der die campusübergreifende Vernetzung und Zusammenarbeit in Projekten unterstützen wird. Dr. Margarete Busch, Leiterin der Hochschulbibliothek der TH Köln, zur Idee des Makerspace: „Die Bibliothek soll nicht nur als Raum für passives Rezipieren genutzt werden können, sondern auch als auch Raum, in dem durch Gestalten neues Wissen geschaffen wird.“ Nicht nur Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können von der Bibliothek profitieren, sondern auch die Gesellschaft. „Die Bibliothek versteht sich als Fenster der Hochschule zur Bürgerschaft. Es sollen Aktivitäten für wissenschaftlich interessierte Bürgerinnen und Bürger gefördert werden, etwa den Austausch zu Studierenden-Projekten.“

Bibliothek musste erweitert werden

Bis zu ihrem Umzug in diesem August teilte sich die Bibliothek auf dem Campusgelände ein gemeinsames Gebäude mit der Mensa des Kölner Studierendenwerks. Essen im Erdgeschoss, Bücher im ersten Stock. Wegen der kontinuierlich steigenden Studierendenzahl reichte der Platz in der Mensa allerdings nicht mehr aus. Deshalb entschieden sich Hochschul- und Fakultätsleitung für eine Verlagerung der Bibliothek, so dass die Mensa in den ersten Stock ausgeweitet werden konnte. Die Campusbibliothek befindet sich nun in der Steinmüllerallee 4, in direkter Nachbarschaft zum Campus. In dem Gebäude des Gummersbacher IT-Dienstleisters Ferchau hat die TH Köln das Erdgeschoss für die Bibliothek und den ersten Stock für die Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften für zwanzig Jahre angemietet.

www.th-koeln.de