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7. November 2026
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In der Ausgabe 08/2026 (Oktober 2026) lesen Sie u.a.:

  • Mehrheit der Jugendlichen befürwortet Social-Media-Verbot
  • Zwischen Überforderung und Verantwortung:
    Was Eltern über die digitale Welt ihrer Kinder wissen und was nicht
  • Der Informationsschock und
    die Zukunft des Bibliotheksberufs
  • Tim Coates analysiert 15 Jahre
    IMLS-Daten zu US-amerikanischen öffentlichen Bibliotheken
  • Was der Clarivate-Bericht 2026 über
    den KI-Stand in Bibliotheken verrät
  • Wie öffentliche Bibliotheken in den USA
    und Kanada mit KI-Policies umgehen
  • Schadet das digitale Ausleihen von Bibliotheken dem Buchmarkt?
  • PEN America dokumentiert eskalierende Zensur in US-amerikanischen
    öffentlichen Bibliotheken
  • Wie sich das Publikationsverhalten wissenschaftlicher Bibliothekar:innen wandelt
  • US-Hochschulbibliotheken fördern zunehmend das Wohlbefinden
    von Studierenden
  • Klage gegen Elsevier auf Rückzug einer Studie geht in Richtung Gerichtsverhandlung
  • Unabhängige Buchläden in Hongkong
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

TIB unterzeichnet „Barcelona Declaration
on Open Research Information”

Wandel in der Forschung: Offene Forschungsinformationen müssen der Standard sein

Offene Forschungsinformationen – das fordern die Erstunterzeichner:innen der „Barcelona Declaration on Open Research Information“, zu denen auch die TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universi­täts­bibliothek gehört. Sie setzen sich für einen Wandel beim Umgang und Zugang von Forschungsinformationen ein. Forschungsinformationen sind Metadaten über Forschungsaktivitäten von Wissenschaftler:innen, Einrichtungen und Projekten, über Konferenzen, Forschungsdaten und -software, wissenschaftliche Monographien und Zeitschriftenartikel.

Offene Forschungsinformationen für mehr Transparenz in der Wissenschaft

Die Erklärung betont den Wert öffentlich zugänglicher Forschungsinformation für die wissenschaftliche Community sowie für eine transparente und faire Bewertung ihrer Akteur:innen. Allzu oft basiert die Entscheidungsfindung in der Wissenschaft auf nicht frei verfügbaren Forschungsinformationen. Diese sind in Plattformen gewinnorientierter Anbieter eingeschlossen und ihre Nutzung und Wiederverwendung ist oft stark beschränkt. Es mangelt an Transparenz und Reproduzierbarkeit.

Fehler, Lücken und Verzerrungen sind dort schwer aufzudecken und noch schwerer zu beheben. Entscheidungen über die Karrieren von Forscher:innen, über die Zukunft von Forschungsorganisationen und letztlich darüber, wie die Wissenschaft der gesamten Menschheit dient, hängen von diesen Forschungsinformationen ab.

Offene Forschungsinformationen als weltweiter Standard

Nun haben sich mehr als 40 wissenschaftliche Organisationen im Rahmen der „Barcelona Declaration on Open Research Information“ dazu verpflichtet, die Offenheit von Forschungsinformationen zur Norm zu machen. Offene Forschungsinformationen ermöglichen es, wissenschaftspolitische Entscheidungen auf der Grundlage transparenter Nachweise und umfassender Daten zu treffen. Sie ermöglichen, dass Informationen, die in Forschungsevaluierungen verwendet werden, für die Beurteilten zugänglich und überprüfbar sind. Und sie ermöglichen es, dass die weltweite Bewegung für eine offene Wissenschaft durch vollständig offene und transparente Informationen unterstützt wird.

Offene Forschungsinformationen an der TIB

„Openness, Offenheit, ist ein zentraler Wert für die TIB und Forschungsinformationen sind die Grundlage unserer Arbeit – sowohl als Forschungseinrichtung als auch als Anbieter von wissenschaftlicher Infrastruktur. Die allgemeine Verfügbarkeit von frei nutzbaren Metadaten über wissenschaftliche Prozesse, Akteur:innen und Output befördern Transparenz und Sichtbarkeit für Wissenschaft in der Gesellschaft ebenso wie den Innovations- und Wissenstransfer in die Wirtschaft. Die Unterzeichnung der Barcelona-Erklärung ist daher der richtige und notwendige erste Schritt hin zu einer globalen Koalition für offene Forschungsinformationen“, erklärt TIB-Direktor Prof. Dr. Sören Auer.

Die Selbstverpflichtungen der Barcelona Declaration
on Open Research Information

Die Unterzeichner der Barcelona-Erklärung über offene Forschungsinformationen gehen die folgenden Verpflichtungen ein:

  • Wir werden Offenheit zum Standard für die von uns verwendeten
    und produzierten Forschungsinformationen machen.
  • Wir werden mit Diensten und Systemen arbeiten, die offene Forschungsinformationen unterstützen und ermöglichen.
  • Wir werden die Nachhaltigkeit von Infrastrukturen für offene Forschungsinformationen unterstützen.
  • Wir werden kollektive Maßnahmen zur Beschleunigung des Übergangs
    zur Offenheit von Forschungsinformationen zu beschleunigen.

Zum vollständigen Text der Barcelona-Erklärung https://barcelona-declaration.org/

Den Übergang zu offenen Forschungsinformationen unterstützen

Um den Wendepunkt beim Übergang von geschlossenen zu offenen Forschungsinformationen zu erreichen, ist eine gemeinsame Aktion erforderlich. Die Erstunterzeichner:innen rufen daher alle Organisationen, die Forschung durchführen, finanzieren und evaluieren, dazu auf, den Übergang zu offenen Forschungsinformationen zu unterstützen und die Barcelona-Erklärung zu offenen Forschungsinformationen zu unterzeichnen.

Die Erstunterzeichner:innen der Barcelona Declaration
on Open Research Information

Universitäten und andere Forschungseinrichtungen

  • Athena Research Center (Griechenland)
  • Charles University (Tschechische Republik)
  • Coimbra Group (international)
  • Hamburg University of Technology (Deutschland)
  • I-CERCA – Centres de Recerca de Catalunya (Spanien)
  • Leiden University (Niederlande)
  • Museo Galileo. Istituto e Museo di Storia della Scienza (Italien)
  • Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Deutschland)
  • Sorbonne Université (Frankreich)
  • Spanish National Research Council – CSIC (Spanien)
  • Udice – French Research Universities (Frankreich)
  • UnilLaSalle (Frankreich)
  • Universidad de Antioquia (Columbien)
  • Università di Bologna (Italien)
  • Universitat de Barcelona (Spanien)
  • Universitat Politècnica de Catalunya (Spanien)
  • Université Grenoble Alpes (Frankreich)
  • Université Le Havre Normandie (Frankreich)
  • Université Paris Saclay (Frankreich)
  • University of Coimbra (Portugal)
  • University of Groningen (Niederlande)
  • University of Maribor (Slowenien)
  • University of Milan (Italien)
  • University of Poitiers (Frankreich)
  • University of the Azores (Portugal)
  • University of the Balearic Islands (Spanien)
  • University of Turku (Finnland)
  • Vrije Universiteit Amsterdam (Niederlande)

Forschungsförderungsorganisationen und Regierungen

  • Bill & Melinda Gates Foundation (USA)
  • Catalan Foundation for Research and Innovation – FCRI (Spanien)
  • Dutch Research Council – NWO (Niederlande)
  • French National Research Agency – ANR (Frankreich)
  • French Open Science Committee (Frankreich)
  • Fundació Internacional Josep Carreras (Spanien)
  • Région Normandie (Frankreich)
  • Regione Toscana (Italien)
  • ZonMw (Niederlande)

Andere Einrichtungen

  • Consorci de Serveis Universitaris de Catalunya – CSUC (Niederlande)
  • EOSC Association (international)
  • Instituto Brasileiro de Informação em Ciência e Tecnologia – Ibict (Brasilien)
  • Latin American Council of Social Sciences – CLACSO (international)
  • National Open Research Analytics, Technical University of Denmark (Dänemark)
  • State Scientific and Technical Library of Ukraine (Ukraine)
  • TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek (Deutschland)
  • UK Reproducibility Network – UKRN (UK)

Zusätzlich zu den oben genannten Unterzeichnern haben eine Reihe von Organisationen, die Daten, Dienste und Infrastruktur bereitstellen, ihre Unterstützung für die Erklärung erklärt. Dazu gehören: AmeliCA Ciencia Abierta, Crossref, Curtin Open Knowledge Initiative – COKI, DataCite, Directory of Open Access Books – DOAB, Directory of Open Access Journals – DOAJ, Europe PMC, Liberate Science GmbH, OAPEN Foundation, OpenAIRE, OpenCitations, OurResearch, Redalyc, Research Organization Registry – ROR.

https://blog.tib.eu/2024/04/16/die-tib-unterzeichnet-die-barcelona-declaration-on-open-research-information/