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10. Februar 2026
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In der Ausgabe 10/202501/2026 (Dezember – Januar 2025–2026) lesen Sie u.a.:

  • Soziale Medien und Aufmerksamkeits­entwicklung bei Kindern: Neue Lang­zeitdaten zur ADHS-Risikodiskussion
  • Repositorien im Wandel: Analyse zentraler Einflussfaktoren für die nächsten Jahre
  • Wie inklusiv Sammlungen in Bibliotheken und Archiven wirklich sind
  • Synergien von KI-Chat und Suche:
    Wie unterschiedliche Altersgruppen
    Information Retrieval neu gestalten
  • Kulturerbe-Daten im Zeitalter der KI:
    Ein neues Zugangsmodell für Institutionen
  • Jugendliche, soziale Medien und KI-Chatbots: Digitale Nutzungsrealitäten 2025
  • Buchclubs als unterschätzte Brücke zwischen Campusleben und Bibliothek: Neue Impulse aus US-Hochschulbibliotheken
  • AI Librarian in Japan
  • Altersgrenzen für soziale Medien:
    Europas nächste Regulierungsdebatte
  • KI und Journalismus:
    Neue Machtverschiebungen
    im Markt für Nachrichteninhalte
  • Print ist tot, es lebe Print!
u.v.m.
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Jahrhundertfund gerettet: Hegel-Mitschriften werden restauriert

Die Restaurierung bisher unbekannter Hegel-Mitschriften wird von Bund und Ländern im Rahmen eines Modellprojekts mit 20.000 Euro gefördert. Forscher hatten die Dokumente 2022 in der Diözesanbibliothek des Erzbistums München und Freising entdeckt und als Jahrhundertfund identifiziert. Am 29. Oktober 2024 findet in Pressetermin in der mit der Konservierung der Originale beauftragten Restaurierungswerkstatt in München statt.

© Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising
Beschädigte Mitschrift einer Hegel-Vorlesung

Die rund 4.000 Manuskriptseiten stam­men aus der Feder des Hegel-Schülers Friedrich Wilhelm Carové (1789–1852). Der Fund ist besonders wertvoll, da Teile der Philosophie Georg Wilhelm Friedrich Hegels (1770–1831) nur durch solche Mitschriften überliefert sind. Bestandteil des Konvoluts ist eine lange gesuchte Mitschrift einer Ästhetik-Vorlesung in Heidelberg, zu der es bisher keine anderen Aufzeichnungen gab.

Um einen Informationsverlust zu ver­hindern, müssen zunächst altersbedingte Schäden am Papier behandelt werden. Dies geschieht im Rahmen eines Modell­projekts der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK). Zu den Maßnahmen gehört die Stabilisierung geschädigter Blattränder. Anschließend werden die Dokumente digitalisiert und der Forschung zugänglich gemacht.

Der einzigartige Fund eröffnet neue Perspektiven auf das Werk des einflussreichen Philosophen Hegel. Ein Forscherteam um den Hegel-Experten Klaus Vieweg, der für den Fund verantwortlich ist, plant eine Edition der Carové-Mitschriften und begleitende Studien. Anlässlich der Restaurierung der Mitschriften lädt die Erzdiözese München und Freising am 29. Oktober, 14 Uhr zu einem Pressegespräch in die Werkstatt der beauftragten Restauratorin, die Buchwerkstatt Schiedeck in München (Hohenzollernstraße 62, Rückgebäude) ein.

Über Stand und Methodik der Restaurierungsarbeiten informieren der stellvertretende Direktor von Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising, Roland Götz; der Entdecker der fast 200 Jahre von der Forschung nicht näher beachteten Papiere und Hegel-Biograph Klaus Vieweg von der Friedrich-Schiller-Universität Jena; die Leiterin der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK), Ursula Hartwieg; und die beauftragte Restauratorin und Inhaberin der Buchwerkstatt Schiedeck, Andrea Fellinger.

Die Akkreditierung erfolgt per E-Mail an pressestelle@erzbistum-muenchen.de.

www.kek-spk.de