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17. Mai 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Open Access nehmen weiter zu und kontinuierliche Investitionen
in Technologie schaffen Mehrwert für Forschungsgemeinschaft

Springer Nature veröffentlicht ersten Geschäftsbericht als börsennotiertes Unternehmen

Der Geschäftsbericht 2024 zeigt die Vielzahl an KI-Initiativen von Springer Nature zur Unterstützung des Veröffentlichungsprozesses, eine gesteigerte Nutzung von Inhalten sowie Investitionen in Forschungsintegrität.

Nach den starken Finanzergebnissen, die Springer Nature am 18. März bekannt gegeben hat, veröffentlicht das Unternehmen heute seinen ersten Geschäftsbericht. Dieser stellt heraus, wie Springer Nature sich seinem Auftrag widmet, zum Fortschritt beizutragen. Im Jahr 2024 wurde Forschung für Autor*innen sichtbarer, freier verfügbar und vertrauenswürdiger. Gleichzeitig bedeutet das ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis für unsere Kund*innen.

Zu den wichtigsten Nachrichten des Berichts gehören:

  • Starkes Open Access-Wachstum: 50 % der primären Forschungsartikel bei Springer Nature wurden 2024 frei zugänglich veröffentlicht (Open Access, OA).[1]

  • Mehr als 90 KI-Initiativen zur Verbesserung des Veröffentlichungsprozesses: Über 2,3 Millionen Einreichungen wurden bearbeitet und mehr als 482.000 Artikel im Jahr 2024 veröffentlicht.[2]

  • Besseres Preis-Leistungs-Verhältnis: Durchschnittliche Kosten pro Download sind seit 2019 um 37 % gesunken.[3]

  • Mehr Sichtbarkeit pro Artikel: Forschung wurde mehr genutzt (3,7 Milliarden Downloads von Inhalten – ein Anstieg von 18 % gegenüber 2023)[4] und häufiger weiterverwendet (durchschnittliche Zitationen pro Artikel um 4 % auf 5,2[5] gestiegen).

  • Erhöhte Investitionen in Forschungsintegrität: Neue KI-Tools Geppetto und SnappShot wurden eingeführt, um verdächtige Artikel zu identifizieren; das Forschungsintegritätsteam wurde auf 50 Spezialist*innen erweitert.

  • Umweltfreundlicher: Gesamtemissionen wurden seit 2019 um etwa 50 % reduziert und neue energieeffiziente Büros eröffnet.

  • Wachstum bei SDG-bezogenen Publikationen: Über eine Million Artikel und Buchkapitel mit Bezug zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) veröffentlicht; mehr als 50 % dieser Artikel sind OA.

Frank Vrancken Peeters, Chief Executive Officer von Springer Nature, sagte:

„Ich bin sehr stolz darauf, dass wir auch im vergangenen Jahr unseren Auftrag weiter erfüllt und unseren Teil zum Fortschritt beigetragen haben. Unser Fokus liegt darauf, die Forschungsgemeinschaft zu unterstützen, indem wir täglich Millionen von Forschenden, Lehrkräften, Lernenden und Fachkräften im Gesundheitswesen Zugang zu den neuesten, belastbarsten Erkenntnissen und Entdeckungen verschaffen und ihnen dabei helfen, diese zu verstehen.“

Der Geschäftsbericht zeigt zudem, wie Springer Nature seine Zielgruppen weltweit unterstützt:

  • In den USA bringt Springer Nature Wissenschaftler*innen und politische Entscheidungsträger im Rahmen seiner jährlichen Veranstaltung „Science on the Hill“ zusammen, wobei es 2024 um das Thema Weltraummüll ging.

  • Das deutsche Äquivalent „Science on the Spree” ging im vergangenen Jahr in die zweite Runde; das Thema war die Verhinderung von Drogentoten.

  • In Indien hat Springer Nature seine zweite umfassende Forschungstournee durchgeführt und dabei mehr als 24 Forschungseinrichtungen besucht, um OAzu fördern und Forschungsintegrität zu unterstützen.

2024 hat Springer Nature auch sein Engagement für Lehrkräfte, Lernende und Fachkräfte im Gesundheitswesen weiter ausgebaut und Technologie und KI eingesetzt, um neue Produkte zu entwickeln, darunter „Macmillan Education Everywhere“, eine einheitliche, flexible Plattform für alle Bildungsinhalte; „Macmillan AI Assistant“ (MAIA), das Lehrkräften hilft, passende Kurse für ihren Unterricht zu finden; und „Ask Adis“, eine KI-gestützte Chat-Schnittstelle für den Pharmasektor.

Frank Vrancken Peeters fügte hinzu:

„Wissenschaft und Bildung werden am besten durch Zusammenarbeit gefördert. Hier setzen wir an – sei es bei der Unterstützung der globalen Forschungsgemeinschaft beim Übergang zu OA oder bei der Entwicklung neuer Technologie, die unseren Autor*innen, Redakteur*innen, Peer-Reviewer*innen und Kund*innen zugutekommt. Auch in Zukunft werden wir der Wissenschaftsgemeinschaft, der wir dienen, in den Mittelpunkt stellen. Unser Antrieb ist, unserem Ziel gerecht werden, gemeinschaftlich Wissen zu verbreiten und Verständnis zu fördern.“

Den vollständigen Geschäftsbericht finden Sie hier.

[1] Die 50 % beziehen sich auf Forschungsartikel einschließlich Cureus, schließen jedoch Nature Portfolio-Reviews und Magazin-Inhalte aus.

[2] Die mehr als 482.000 Artikel beziehen sich auf Forschungsartikel einschließlich Cureus, schließen jedoch Nature Portfolio-Reviews und Magazin-Inhalte aus.

[3] Die durchschnittlichen Kosten pro Download sind seit 2019 um ca. 37 % gesunken (Bücher und Zeitschriften, ohne OA-Inhalte).

[4] Quelle: COUNTER 5 Nutzung im Vergleich zu 2023.

[5] 2023 Artikel. Quelle: Digital Science, Dimensions. Artikelzitationen im Veröffentlichungsjahr und im Jahr nach dem Veröffentlichungsjahr. Daten ursprünglich als 4,34 im Jahr 2022 gemeldet (auf 4,98 neu ausgewiesen).