24. Januar 2022
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In der Ausgabe 9/2021 (Dezember 2021) lesen Sie u.a.:

  • Anwendung des UTAUT-Modells: Akzeptanz von modernen Technologien in Bibliotheken
  • Hat der Schreibstil in Abstracts Einfluss auf die Anzahl von Zitierungen?
  • Was sind „grüne Bibliotheken“?
  • Nachhaltigkeit in und für Bibliotheken
  • Studie zur Zukunft der Bibliotheken
  • Web3 als die neue, dezentrale Zukunft des Internets?
u.v.m.
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Ausgabe 6 / 2021

IM FOKUS

  • Geschichte der Menschenrechte
  • Richtig satt werden. Gespräch mit Prof. Dr. Biesalski
  • Folgen von Lockdown und Isolation

LANDESKUNDE
Deutschland und Russland | Orient | Japan

BIOGRAFIEN
Frauen im Nationalsozialismus

RECHT
Rechtsgeschichte | Verfassungsrecht | Erbrecht | Umweltschutz im Luftverkehrsrecht

MEDIZIN

  • Winnacker: Mein Leben mit Viren
  • Huldschinsky: „Licht statt Lebertran“
uvm

14. Leipziger Antiquariatsmesse

  • Internationale Verkaufsausstellung für antiquarische Bücher, Graphiken und Autographen
  • Einziger Büchermaler der Welt demonstriert sein Können
  • Seltene Kostbarkeiten aus aller Welt

Zum 14. Mal öffnet die Leipziger Antiquariatsmesse auf der Leipziger Buchmesse am Donnerstag, dem 13. März 2008, ihre Türen. Vier Tage lang wird die Halle 3 der Bücherschau zum Mekka für Liebhaber, Sammler und Forscher. Rund 80 Aussteller aus ganz Europa zeigen ihre Schätze und bieten diese zum Verkauf an: Seltene und seltenste Bücher aus sieben Jahrhunderten, Graphiken und Gemälde sowie Briefe, Manuskripte und andere Autographen.

Die Leipziger Antiquariatsmesse ist der wichtigste Frühjahrstermin der Branche geworden. Sie verdankt ihren Erfolg wesentlich der engen Partnerschaft mit der Leipziger Buchmesse: Während sich dort alles um die aktuellen Neuerscheinungen dreht, findet der Besucher bei den Antiquaren etwa die Erstauflage zur Neuausgabe, das Manuskript oder wichtige Briefe des jeweiligen Autoren.

Weltweit einzigartig ist auch die "Visitenkarte" der Leipziger Antiquariatsmesse. Wer sich Die Leipziger Antiquariatsmesse ist der wichtigste Frühjahrstermin der Branche geworden. Sie verdankt ihren Erfolg wesentlich der engen Partnerschaft mit der Leipziger Buchmesse: Während sich dort alles um die aktuellen Neuerscheinungen dreht, findet der Besucher bei den Antiquaren etwa die Erstauflage zur Neuausgabe, das Manuskript oder wichtige Briefe des jeweiligen Autoren.

Weltweit einzigartig ist auch die "Visitenkarte" der Leipziger Antiquariatsmesse. Wer sich ihrem Standort in Halle 3 nähert, steht vor einem endlos scheinenden Bücherregal. Auf 280 Metern bietet es literarische Werke aller Facetten. Aufgrund der niedrigen Preise wendet sich das dortige Angebot sowohl an die jungen Sammler als auch an die versierte Leseratte.

Büchermaler Gerd Renshof zu Gast in Leipzig

In Leipzig gibt es 2008 zahlreiche Premieren. So ist beispielsweise Gerd Renshof, der einzige hauptberufliche Büchermaler der Welt, zu Gast. Seit 1982 ist es sein Anliegen, die sinnlichen Qualitäten des Kulturguts Buch in Gemälden erfahrbar zu machen. Die von ihm verwendete Technik geht auf das 17. Jahrhundert zurück und demonstriert den souveränen Umgang etwa mit der Tradition der "trompe l'oeils". Der niederländische Künstler, dessen Bilder prominente Büchersammler wie etwa den Emir von Katar schon seit längerem begeistern, macht die Leipziger Antiquariatsmesse für vier Tage zu seinem Atelier und lädt ihre Besucher ein, ihm über die Schulter zu blicken. An inspirierenden Vorlagen wird es ihm sicher nicht mangeln.

Kostbarkeiten des Katalogs

Auch in diesem Jahr können die Besucher auf der Antiquariatsmesse zahlreiche Kostbarkeiten und seltene Schätze bewundern. So kehrt zum Beispiel Johann-Sebastian Bach zurück nach Leipzig - in Form einer autographen Partitur der Matthäuspassion, die am Karfreitag 1729 in der Thomaskirche Uraufführung hatte. Das beiliegende Subskribentenverzeichnis nennt 91 Namen, die insgesamt 135 Exemplare bestellten. Das Werk ist für 13.500,- EUR zu erwerben.

Nicht nur Cineasten und Filmwissenschaftler wird der, vom Berliner Antiquariat Cassel & Lampe angebotene, umfangreiche Briefwechsel Jean Renoirs und des deutschen Filmemacher-Ehepaars Lotte Reiniger und Carl Koch begeistern. Er umfasst die Jahre 1931 bis 1935 und gibt eindrucksvoll Zeugnis von den schwierigen Bedingungen internationaler künstlerischer Kollaboration in der Zeit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten.

Eins von zwei Kafka-Büchern, die während der deutschen Besatzung in den Niederlanden illegal erschienenen sind, hat das Münchner Antiquariat abeceda im Angebot. "Ein Landarzt" wurde 1944 in 55 Exemplaren von J. F. Duwaer gedruckt, der kurz darauf von den Besatzern wegen seiner Tätigkeit im holländischen Untergrund hingerichtet wurde.

Das Düsseldorfer Antiquariat Querido bringt "Umbra Vitae" von Georg Heym mit den Holzschnitten Ernst Ludwig Kirchners nach Leipzig. Dieses herausragende Werk der Buchkunst der Moderne erschien 1924 beim Kurt Wolff Verlag in München.

Einen Eindruck vom reichhaltigen Angebot an literarischen Raritäten bietet der diesjährige Katalog. Er ist, ebenso wie eine vollständige Liste der Aussteller, auf der Homepage des Veranstalters Detlef Thursch, www.abooks.de, einzusehen.

http://www.leipziger-buchmesse.de
http://www.leipzig-liest.de
http://www.abooks.de