19. Januar 2022
  WEITERE NEWS
 
Aktuelles aus
L
ibrary
Essentials
[+]
[X]

In der Ausgabe 9/2021 (Dezember 2021) lesen Sie u.a.:

  • Anwendung des UTAUT-Modells: Akzeptanz von modernen Technologien in Bibliotheken
  • Hat der Schreibstil in Abstracts Einfluss auf die Anzahl von Zitierungen?
  • Was sind „grüne Bibliotheken“?
  • Nachhaltigkeit in und für Bibliotheken
  • Studie zur Zukunft der Bibliotheken
  • Web3 als die neue, dezentrale Zukunft des Internets?
u.v.m.
  fachbuchjournal
[+]
[X]
Ausgabe 6 / 2021

IM FOKUS

  • Geschichte der Menschenrechte
  • Richtig satt werden. Gespräch mit Prof. Dr. Biesalski
  • Folgen von Lockdown und Isolation

LANDESKUNDE
Deutschland und Russland | Orient | Japan

BIOGRAFIEN
Frauen im Nationalsozialismus

RECHT
Rechtsgeschichte | Verfassungsrecht | Erbrecht | Umweltschutz im Luftverkehrsrecht

MEDIZIN

  • Winnacker: Mein Leben mit Viren
  • Huldschinsky: „Licht statt Lebertran“
uvm

Forschungsdokumentation standardisieren und erleichtern!

Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) begrüßt ausdrücklich die im Januar verabschiedete Empfehlung des Wissenschaftsrates, künftig die Forschungsaktivitäten und -ergebnisse an den Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen einheitlich mit einem "Kerndatensatz" erfassen zu lassen. Dessen Entwicklung und Einführung will DINI mit der bereits im letzten Jahr gegründeten Arbeitsgruppe "Forschungsinformationssysteme" unterstützen.

Immer wieder müssen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsaktivitäten und  leistungen für verschiedene Zwecke neu erfassen und dokumentieren - sei es intern im Rahmen der leistungsorientierten Mittelverteilung oder für Akkreditierungen und externe Evaluationen oder bei der Beantragung von Projekten, Sonderforschungsbereichen und Exzellenz-Clustern. Dabei fallen Daten über den gesamten Forschungsprozess an: von der Beantragung über die Durchführung eines Projekts bis zur Publikation oder Patentierung der Ergebnisse sowie bis zur Archivierung der Forschungsdaten. Von wenigen Ausnahmen abgesehen ist die Erhebung weder national noch international standardisiert und abgestimmt.

Auch sind Forschungsinformationssysteme, die die Wissenschaft und das Management unterstützen könnten, noch nicht weit verbreitet. Das Interesse an diesen Systemen ist entsprechend groß, wie ein gemeinsam von DINI und dem Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) in Karlsruhe 2011 veranstalteter Workshop zeigte. Die anschließend eingerichtete DINI-Arbeitsgruppe "Forschungsinformationssysteme" beschäftigt sich seitdem mit Fragen der Ausgestaltung und Standardisierung der Systeme und kooperiert eng mit euroCRIS, einer europäischen Organisation, in der wissenschaftliche Einrichtungen und Forschungsförderer vertreten sind.

Die vom Wissenschaftsrat empfohlene Vorgabe, den "Kerndatensatz" mit möglichst wenig Aufwand aus den bereits an Forschungseinrichtungen vorhandenen Daten zu gewinnen und nur so viele wie nötig darin aufzunehmen, ist pragmatisch und kann aus der Sicht von DINI insbesondere an den Hochschulen die Akzeptanz fördern. Die weitere Entwicklung des "Kerndatensatzes" und dessen operative Umsetzung werden allerdings noch weiteren Abstimmungsaufwand erforderlich machen. Die in der langjährigen Arbeit der DINI-Arbeitsgruppen gewonnenen Erfahrungen zum integrierten Informationsmanagement lassen sich dafür ebenso nutzen wie die Vernetzung von Bibliotheken, Medien- und Rechenzentren in DINI.

"DINI will den Wissenschaftsrat bei der Entwicklung und der Einführung eines ,Kerndatensatzes Forschung' mit Rat und Tat unterstützen. Denn die Vergleichbarkeit und Sichtbarkeit von Forschung durch die Anwendung von Standards zu verbessern sowie die Prozessabläufe an den Wissenschaftseinrichtungen zu unterstützen ist Bestandteil des Programms von DINI", betont die DINI-Vorsitzende Prof. Dr. Gudrun Oevel, Leiterin des Zentrums für Informations- und Medientechnologien (IMT) der Universität Paderborn.

http://www.dini.de
http://www.dini.de/ag/fis/
http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/2855-13.pdf