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15. Oktober 2026
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In der Ausgabe 08/2026 (Oktober 2026) lesen Sie u.a.:

  • Mehrheit der Jugendlichen befürwortet Social-Media-Verbot
  • Zwischen Überforderung und Verantwortung:
    Was Eltern über die digitale Welt ihrer Kinder wissen und was nicht
  • Der Informationsschock und
    die Zukunft des Bibliotheksberufs
  • Tim Coates analysiert 15 Jahre
    IMLS-Daten zu US-amerikanischen öffentlichen Bibliotheken
  • Was der Clarivate-Bericht 2026 über
    den KI-Stand in Bibliotheken verrät
  • Wie öffentliche Bibliotheken in den USA
    und Kanada mit KI-Policies umgehen
  • Schadet das digitale Ausleihen von Bibliotheken dem Buchmarkt?
  • PEN America dokumentiert eskalierende Zensur in US-amerikanischen
    öffentlichen Bibliotheken
  • Wie sich das Publikationsverhalten wissenschaftlicher Bibliothekar:innen wandelt
  • US-Hochschulbibliotheken fördern zunehmend das Wohlbefinden
    von Studierenden
  • Klage gegen Elsevier auf Rückzug einer Studie geht in Richtung Gerichtsverhandlung
  • Unabhängige Buchläden in Hongkong
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Besinnliches mit dem Münchener Bilderbogen

Winterausstellung und Weihnachtskarte der Unibibliothek

Bis zum 31. Januar 2014 lädt die Universitätsbibliothek Regensburg zum Besuch der Winterausstellung „Der Engel Lichterglanz und schwarze Narretei – Winter im Münchener Bilderbogen“ ein. Die Ausstellung im Unteren Foyer der Zentralbibliothek zeigt Werke aus dem Münchener Bilderbogen, der über 50 Jahre lang ein fester Bestandteil der Wochenendlektüre des 19. Jahrhunderts war. Zur Ausstellung bietet die Bibliothek zudem in limitierter Auflage gleich drei Weihnachtskarten mit Darstellungen aus dem Bilderbogen an. Darauf treiben närrische Schattenfiguren auf einer rasanten Schlittenfahrt ihr Unwesen, Engel gewähren uns Einblick in ihre vorweihnachtliche Arbeit und das Christkind präsentiert im Lichterglanz den reichen Gabentisch. Begleitet werden Winterausstellung und Weihnachtskarte von einer umfangreichen virtuellen Ausstellung.

Der zeitgenössische Erfolg und die Beliebtheit des Münchener Bilderbogens basieren nicht allen auf der Erfindung eines großformatigen Bilderbogens, sondern auf einer – für die damalige Zeit – neuartigen Interpretation dieses Mediums. Der Verlag Braun & Schneider konzipierte die Einblattdrucke als künstlerische Bilderbogen von gehobenem Niveau. Kaspar Braun warb für seine Blätter junge und zumeist noch nicht etablierte Künstler mit akademischem Hintergrund an, die dem Münchener Bilderbogen sein unverwechselbares Gesicht geben sollten.

Die Kasperlstücke eines Grafen Franz von Pocci eroberten im Nu die Herzen der Kinder, der junge Wilhelm Busch entwickelte seinen pointierten Bildwitz und die romantischen Märchenillustrationen von Otto Speckter waren alsbald ersehnte Weihnachtsgeschenke; auch im Hause Theodor Fontanes. Die größte Anerkennung wurde Moritz von Schwind 1850 zuteil, als der Kunstverein München sein Erzählbild „Der gestiefelte Kater“ ausstellte, den größten Holzstich seiner Zeit. Selbstbewusst setzten die Künstler deshalb ihre Signatur unter ihr Werk und erhoben die einstige Groschenware zum Kunstblatt.

Bilderbogensammlungen haben sich im Laufe der Zeit nicht oft erhalten. Die Universitätsbibliothek Regensburg kann sich nicht nur über eine umfangreiche Sammlung, sondern auch über zahlreiche Erstdrucke und kolorierte Exemplare freuen. Der Münchener Bilderbogen kam 1978 durch die Auflösung der Philosophisch-Theologischen Hochschule an die Universitätsbibliothek Regensburg. Wie Inventarlisten und handschriftliche Anmerkungen belegen, wurden einzelne Bogen aus dem Vermächtnis des Landesbaurats Franz Langlotz in den Bestand der Hochschule am Ägidienplatz eingeordnet.

Mit den drei Grußkarten mit Motiven aus dem Bilderbogen wünscht die Universitätsbibliothek frohe Weihnachten. Die limitierten Karten werden von einer aufwändig illustrierten Broschüre begleitet und sind an der Ausleihtheke in der Zentralbibliothek auf dem Campus der Universität (Mo.-Do. 9-18 Uhr, Fr. 9-17 Uhr) und in den Regensburger Buchhandlungen Dombrowsky (St.-Kassians-Platz 6) und Pustet (Gesandtenstrasse 6) für 3,50 Euro erhältlich.

Veranstaltungsdaten
Ausstellung der Universitätsbibliothek Regensburg „Der Engel Lichterglanz und schwarze Narretei – Winter im Münchener Bilderbogen“
Ort: Unteres Foyer der Zentralbibliothek auf dem Campus der Universität Regensburg
Dauer: Bis 31. Januar 2014
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 08.00 - 22.00 Uhr, Sa 09.00 – 18.00 Uhr

Bitte beachten: Die Universitätsbibliothek (mit Ausnahme der Lesesäle Medizin, Recht I / Wirtschaft und im Philosophicum) bleibt vom 21.12.2013 bis einschließlich 06.01.2014 geschlossen.

Weitere Informationen zur Winterausstellung:
wwww.uni-regensburg.de/bibliothek

Die virtuelle Winterausstellung unter:
www.uni-regensburg.de/bibliothek/bilderbogen