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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
Linda Freyberg
Sabine Wolf (Hrsg.)
Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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Band 71: Rahel Zoller Band 70: Sabrina Lorenz Band 69: Jennifer Hale Band 68:
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14. Oktober 2026
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In der Ausgabe 08/2026 (Oktober 2026) lesen Sie u.a.:

  • Mehrheit der Jugendlichen befürwortet Social-Media-Verbot
  • Zwischen Überforderung und Verantwortung:
    Was Eltern über die digitale Welt ihrer Kinder wissen und was nicht
  • Der Informationsschock und
    die Zukunft des Bibliotheksberufs
  • Tim Coates analysiert 15 Jahre
    IMLS-Daten zu US-amerikanischen öffentlichen Bibliotheken
  • Was der Clarivate-Bericht 2026 über
    den KI-Stand in Bibliotheken verrät
  • Wie öffentliche Bibliotheken in den USA
    und Kanada mit KI-Policies umgehen
  • Schadet das digitale Ausleihen von Bibliotheken dem Buchmarkt?
  • PEN America dokumentiert eskalierende Zensur in US-amerikanischen
    öffentlichen Bibliotheken
  • Wie sich das Publikationsverhalten wissenschaftlicher Bibliothekar:innen wandelt
  • US-Hochschulbibliotheken fördern zunehmend das Wohlbefinden
    von Studierenden
  • Klage gegen Elsevier auf Rückzug einer Studie geht in Richtung Gerichtsverhandlung
  • Unabhängige Buchläden in Hongkong
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

27 Kilo Biblia hebraica – ein Schwergewicht des Mittelalters

Das größte und schwerste Buch der Badischen Landesbibliothek ist eine hebräische Bibelhandschrift aus dem 12./13. Jahrhundert. Sie stammt aus dem Besitz des Humanisten Johannes Reuchlin (1455-1522), der sie 1492 von Kaiser Friedrich III. als Geschenk erhielt, und befand sich seit 1523 in markgräflich badischem Besitz.

Die schiere Größe dieser Bibel (H x B x T = 54 x 41 x 23 cm) und ihr hohes Gewicht (27 kg) sind ein großes Erschwernis für die Bereitstellung; die mechanische Beanspruchung des Bandes und die Wahrscheinlichkeit der Beschädigung ist in jedem Benutzungsfall sehr hoch. Deswegen stellte die Badische Landesbibliothek im Jahr 2013 einen Antrag an das Förderprogramm „Vorsorge im Großformat“ der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts, Berlin (KEK) mit dem Ziel, einen Spezialwagen für die kostbare Pergamenthandschrift anfertigen zu lassen. Der Wagen sollte die möglichst schonende Bereitstellung, Benutzung und Präsentation dieses sehr großformatigen und unhandlichen Codex ermöglichen.

Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts ist eine an der Stiftung Preußischer Kulturbesitz eingerichtete Arbeitsstelle, die auf ein elementares Ziel hinarbeitet: die dauerhafte Erhaltung des nationalen Erbes in Form schriftlicher Überlieferungen. Sie wird durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Kulturstiftung der Länder finanziert. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben steht ihr jährlich ein Budget in Höhe von 600.000 Euro zur Verfügung. Davon förderte sie nun auch das beantragte Modellprojekt der Badischen Landesbibliothek.

Dank der Kofinanzierung durch die Badische Bibliotheksgesellschaft wurde eine speziell auf die Bibel zugeschnittene Vitrine produziert. Die Handschrift liegt darin auf einer ausziehbaren Unterlage, was die Nutzung wesentlich erleichtert. Die Vitrine kann zudem auch für die Präsentation in Ausstellungen sowie als Transportmittel für die Bibel genutzt werden und sieht die Möglichkeit einer Teilklimatisierung vor. Da der Codex dauerhaft in der Vitrine aufbewahrt wird, ist er auch vor Staub sicher und muss nur noch selten direkt bewegt werden.

Die wertvolle Bibel wird somit in der Badischen Landesbibliothek bestmöglich aufbewahrt und geschützt. Mit Hilfe des Wagens ist die in jedem Nutzungsfall extrem hohe mechanische Belastung des Bandes vermieden, die Benutzung erleichtert und für dieses Spitzenstück eine adäquate Präsentationsmöglichkeit geschaffen worden.