INNOVATIV
Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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Sabine Wolf (Hrsg.)
Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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14. Oktober 2026
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In der Ausgabe 08/2026 (Oktober 2026) lesen Sie u.a.:

  • Mehrheit der Jugendlichen befürwortet Social-Media-Verbot
  • Zwischen Überforderung und Verantwortung:
    Was Eltern über die digitale Welt ihrer Kinder wissen und was nicht
  • Der Informationsschock und
    die Zukunft des Bibliotheksberufs
  • Tim Coates analysiert 15 Jahre
    IMLS-Daten zu US-amerikanischen öffentlichen Bibliotheken
  • Was der Clarivate-Bericht 2026 über
    den KI-Stand in Bibliotheken verrät
  • Wie öffentliche Bibliotheken in den USA
    und Kanada mit KI-Policies umgehen
  • Schadet das digitale Ausleihen von Bibliotheken dem Buchmarkt?
  • PEN America dokumentiert eskalierende Zensur in US-amerikanischen
    öffentlichen Bibliotheken
  • Wie sich das Publikationsverhalten wissenschaftlicher Bibliothekar:innen wandelt
  • US-Hochschulbibliotheken fördern zunehmend das Wohlbefinden
    von Studierenden
  • Klage gegen Elsevier auf Rückzug einer Studie geht in Richtung Gerichtsverhandlung
  • Unabhängige Buchläden in Hongkong
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Welterfahrung und Innovation. Epochenwandel in der Buchmalerei des 15. Jahrhunderts

Vom 25. November 2015 bis zum 19. Januar 2016 zeigt die Badische Landesbibliothek die Ausstellung „Welterfahrung und Innovation. Epochenwandel in der Buchmalerei des 15. Jahrhunderts“, in der bedeutende mittelalterliche Handschriften aus den einzigartigen Beständen der Badischen Landesbibliothek präsentiert werden.  

Diese Ausstellung steht im Rahmen eines überregionalen Projekts im deutschen Sprachraum, das die Harvard University zusammen mit dem Handschriftenzentrum der Universität Leipzig koordiniert hat. Es vernetzt Ausstellungen zur Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, die in Graz, Karlsruhe, Klosterneuburg, Leipzig, Linz, Luzern, München, Nürnberg, Salzburg, Wien, Wolfenbüttel und Zittau zu sehen sind. Der Schwerpunkt der Ausstellung in der Badischen Landesbibliothek, die in Kooperation mit der Abteilung Germanistische Mediävistik und Frühneuzeitforschung am KIT entstanden ist, liegt dabei auf der Darstellung des technischen, wissenschaftstheoretischen und medialen Umbruchs an der Wende vom Mittelalter hin zur Neuzeit, der das Leben der Menschen in jener Zeit vielfach prägte.  

Denn zeitgleich mit Johannes Gutenbergs bahnbrechender Erfindung des Buchdrucks ging auch die Produktion von Handschriften fast unvermindert weiter. Die Kunst der Buchmalerei gelangte zu einer letzten Blüte, kostbare Handschriften behielten als Prestigeobjekte weiterhin ihren Reiz. Aus der Gleichzeitigkeit dieser unterschiedlichen Techniken resultierten besondere Mischformen. Nicht selten findet man in den ersten Jahrzehnten des Buchdrucks gedruckte Texte, die nachträglich mit von Hand gemalten Initialen und Schmuckelementen versehen wurden.  

In diesem Spannungsfeld von Alt und Neu sowie Wandel und Tradition bewegt sich das ambitionierte Ausstellungsprojekt der Badischen Landesbibliothek, das den Besuchern eine fundierte Auswahl von rund 20 hochkarätigen Exponaten vorstellt. Neben Spitzenstücken wie dem nach 1321 vermutlich in Nordfrankreich entstandenen Breviculum des katalanischen Philosophen und Theologen Raimundus Lullus (1232-1316) und dem persönlichen Reisebericht des Konstanzer Patriziers Konrad Grünenberg (geb. vor 1442, gest. um 1494) finden sich darunter auch unbekanntere Handschriften wie etwa Handbücher zur Kriegskunst.  

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog, der im Shop der Badischen Landesbibliothek für 14,80 € erhältlich ist.  

Ausstellungseröffnung am Dienstag, 24. November 2015, 19.00 Uhr 
Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek                                      
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe