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14. Oktober 2026
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In der Ausgabe 08/2026 (Oktober 2026) lesen Sie u.a.:

  • Mehrheit der Jugendlichen befürwortet Social-Media-Verbot
  • Zwischen Überforderung und Verantwortung:
    Was Eltern über die digitale Welt ihrer Kinder wissen und was nicht
  • Der Informationsschock und
    die Zukunft des Bibliotheksberufs
  • Tim Coates analysiert 15 Jahre
    IMLS-Daten zu US-amerikanischen öffentlichen Bibliotheken
  • Was der Clarivate-Bericht 2026 über
    den KI-Stand in Bibliotheken verrät
  • Wie öffentliche Bibliotheken in den USA
    und Kanada mit KI-Policies umgehen
  • Schadet das digitale Ausleihen von Bibliotheken dem Buchmarkt?
  • PEN America dokumentiert eskalierende Zensur in US-amerikanischen
    öffentlichen Bibliotheken
  • Wie sich das Publikationsverhalten wissenschaftlicher Bibliothekar:innen wandelt
  • US-Hochschulbibliotheken fördern zunehmend das Wohlbefinden
    von Studierenden
  • Klage gegen Elsevier auf Rückzug einer Studie geht in Richtung Gerichtsverhandlung
  • Unabhängige Buchläden in Hongkong
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

De Gruyter und Aufbau schließen Lizenzvereinbarung
zur erstmals vollständigen Online-Publikation der Klemperer-Tagebücher

De Gruyter und der Aufbau Verlag haben eine Lizenzvereinbarung zur Publikation der Klemperer-Tagebücher abgeschlossen. Bei De Gruyter werden die Tagebücher zum ersten Mal vollständig und ungekürzt in einer Datenbank veröffentlicht, die mit über 11.000 Seiten wesentlich umfangreicher sein wird als die vom Aufbau Verlag publizierten gedruckten Ausgaben. Seine Tagebücher aus der Weimarer Zeit (1918-32) und aus der DDR (1945-59) sind bislang nur teilweise bei Aufbau erschienen.

Der deutsche Romanist Victor Klemperer führte während der dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte detailliert Tagebuch über das tägliche Leben im Nationalsozialismus. Die im Aufbau Verlag erschienene Ausgabe „Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933-1945“ gehört schon heute zum Kanon der bekanntesten und wichtigsten Quellen aus der NS-Zeit.

Klemperer, der sich selbst vor allem als „Deutscher“ verstand, war als Sohn eines Reformrabbiners 1912 zum Protestantismus übergetreten. Für die Nazis blieb er Jude und wurde als solcher verfolgt. Mit seinen präzisen Beobachtungen und Analysen aus der Weimarer Republik, den NS-Jahren und seinem Leben in der DDR vermittelt Klemperer anschaulich, was es bedeutete, in diesen drei Regimen zu leben.

„Für De Gruyter ist die Datenbank sowohl für das zeitgeschichtliche Programm als auch für den Bereich Jüdische Studien eine große Bereicherung und ist für Forscher aus diesen Bereichen ein wahrer Schatz. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Aufbau Verlag, um dieses wertvolle Material zu veröffentlichen“, sagte Dr. Anke Beck, Geschäftsführerin von De Gruyter.

„Victor Klemperer ist einer der bedeutendsten Schriftsteller und Gelehrten des 20. Jahrhunderts. Seine Tagebücher aus fünf Jahrzehnten sind Zeugnisse des Menschseins in dunkler Zeit. Auch der jüngst im Aufbau Verlag veröffentlichte Briefwechsel Klemperers mit seinen Zeitgenossen aus den Jahren 1909-1960 steht dafür. Wir freuen uns sehr, im De Gruyter Verlag einen Partner zu haben, der nun das überragende Tagebuchwerk Klemperers in seiner Gänze erforschbar macht“, sagte Gunnar Cynybulk, Verlagsleiter des Aufbau Verlages.

www.degruyter.com