7. Dezember 2021
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In der Ausgabe 8/2021 (November 2021) lesen Sie u.a.:

  • Wie Wissenschaft­liche Bibliotheken das lebenslange Lernen (besser) unterstützen können
  • Bestehen Unter­schie­de bei der Nutzung von Bibliotheksressourcen durch MINT- und Nicht-MINT-Studierende?
  • Kaum Bedarf, um die Nutzung von Forschungsdaten weiter zu verbessern
  • Zur Lage der Öffentlichen Bibliotheken und ihre potenzielle Rolle für die Gesellschaft
  • Marketing mit sozialen Medien
  • Neuester STM-Bericht bestätigt starkes weltweites Wachstum von Open-Access-Publikationen
u.v.m.
  fachbuchjournal
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Ausgabe 6 / 2021

IM FOKUS

  • Geschichte der Menschenrechte
  • Richtig satt werden. Gespräch mit Prof. Dr. Biesalski
  • Folgen von Lockdown und Isolation

    LANDESKUNDE
    Deutschland und Russland | Orient | Japan

    BIOGRAFIEN
    Frauen im Nationalsozialismus

    RECHT
    Rechtsgeschichte | Verfassungsrecht | Erbrecht | Umweltschutz im Luftverkehrsrecht

    MEDIZIN

  • Winnacker: Mein Leben mit Viren
  • Huldschinsky: „Licht statt Lebertran“
    uvm
  • Neue Initiative „Copyright for Creativity“ fordert zeitgemäßeres Urheberrecht

    In Brüssel wurde am 5. Mai in Anwesenheit zahlreicher europäischer Abgeordneter die Initiative „Copyright for Creativity (C4C)“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen von C4C setzen sich führende europäische Kultur-, Wissenschafts- und Bildungsorganisationen für ein zeitgemäßeres und wettbewerbsfreundlicheres Urheberrecht ein. Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) gehört zu den Erstunterzeichnern der „C4C Declaration“.

    Gegenwärtig regelt das europäische Urheberrecht überwiegend die Zuteilung von Exklusivrechten für einzelne Rechteinhaber. Ein derartig einseitig ausgerichtetes Urheberrecht behindert aber die wissenschaftliche Entwicklung und bremst Kreativität und Innovationskraft. Ein ausgewogeneres, flexibleres und europaweit harmonisiertes Urheberrecht ist eine Grundvoraussetzung, damit Europa in der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht den Anschluss verliert. Der Deutsche Bibliotheksverband und die übrigen Unterzeichner der Initiative erhoffen sich vom europäischen Gesetzgeber unter anderem:

    • Eine Harmonisierung der Urheberrechtsschranken in Europa. Die teilweise sehr unterschiedlichen nationalen Regelungen bremsen den freien Austausch von Waren und Ideen zwischen den europäischen Staaten.
    • Ausnahmen zugunsten von Menschen mit Behinderung. Menschen mit Behinderung sind abhängig davon, sich mit Hilfe neuer Technologien Inhalte zu "übersetzen", von denen sie ansonsten aufgrund ihrer jeweiligen Behinderung abgeschnitten sind. Wo immer das Urheberrecht diese "Übersetzung" bisher behindert, sollten verbindliche Schranken den Informationszugang für Menschen mit Behinderung gewährleisten.
    • Ausnahmen zum Wohle von Wissenschaft und Bildung. Ein freier Austausch von wissenschaftlicher Information darf nicht durch eine einseitige Zuteilung von Exklusivrechten behindert werden. Ohne den freien Austausch von Informationen sind wissenschaftliche Forschung und umfassende Bildung nicht möglich. Das Urheberrecht muss daher durch entsprechende Schranken gewährleisten, dass ein freier Informationsaustausch - als Motor von Wissenschaft und Bildung - nicht alleine für die ökonomischen Interessen Einzelner eingeschränkt wird.
    • Bewahrung und Erschließung des kulturellen Erbes Europas. Die Digitalisierung von Dokumenten in Archiven, Museen und Bibliotheken ermöglicht es, vorhandene kulturelle Schätze besser für die Nachwelt zu sichern und den Zugang zu ihnen allen europäischen Bürgern zu ermöglichen. Ein zeitgemäßes europäisches Urheberrecht muss einen klaren Rahmen bieten, in dem auch groß angelegte Digitalisierungsprojekte erfolgreich und rechtssicher durchgeführt werden können. Die dbv-Vorstandsvorsitzende Monika Ziller sagt: "Ich bin stolz darauf, dass der dbv unter den Erstunterzeichner der Initiative "Creativity for Copyright (C4C)" ist. Dies ist nicht nur für die europäische Urheberrechtsdiskussion ein wichtiges Dokument, sondern setzt auch ein klares Zeichen für die weitere Diskussion in Deutschland."

    Weitere Informationen zu C4C und die "C4C-Declaration" sind hier veröffentlicht: http://www.copyright4creativity.eu