16. Juli 2018

b.i.t.online   2 / 2015
Fachbeiträge

Die Bibliothek als Plattform für eine partizipative Informationskultur frei

Das Projekt „CoScience – Gemeinsam forschen und publizieren mit dem Netz”
am Open Science Lab an der Technischen Informationsbibliothek (TIB)

Martin Mehlberg und Philip Schrenk
Der Arbeitsalltag von Forschenden ist zusehends von den Werkzeugen und technischen Möglichkeiten des Internets geprägt. Mehr und mehr zeichnet sich ein tiefgreifender Wandel hin zu einer digitaleren und kollaborativeren Wissenschaft ab. Hierfür haben sich Termini wie ‚Science 2.0‘, ‚Open Science‘, ‚E-Science‘ oder ‚Digital Humanities‘ etabliert, die unterschiedliche Aspekte dieser Entwicklung in den Vordergrund rücken. In diesem Kontext wurde 2013/14 am Open Science Lab an der TIB in Hannover die Plattform handbuch.io für kollaboratives Schreiben entwickelt. In einem “Book Sprint„ verfasste ein interdisziplinär besetztes Autorenkollektiv damit das Handbuch “CoScience – Gemeinsam forschen und publizieren mit dem Netz„. Im Anschluss überführten sie im gleichnamigen EU-geförderten Projekt dessen Inhalte in interaktive Open Video Lectures. Diese stehen im TIB|AV -Portal bereit.

Audience Response Systeme – Möglichkeiten und Grenzen ihres Einsatz
bei der Vermittlung von Informationskompetenz in wissenschaftlichen Bibliotheken frei

Simone Kibler
Die Quizsendung “Wer wird Millionär?„ erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Und wer kennt nicht den Rettungsanker der Publikumsbefragung, die zum Einsatz kommen kann, wenn der Quizkandidat1 die richtige Antwort nicht sicher weiß. Die Zuschauer erhalten vor Beginn der Sendung spezielle Geräte, mit denen sie für eine der vier vorgegebenen Antwortalternativen abstimmen, neudeutsch voten, können. Anschließend wird dem Quizkandidaten das Abstimmungsergebnis in einer Grafik angezeigt, sodass sich dieser an der Meinung des Publikums orientieren kann.

Die Bibliotheksführung als App frei

Ein Projektbericht aus der PH-Bibliothek Freiburg

Robert Scheuble
In vielen Museen gehören Audioguides zum festen Angebot der Informationsvermittlung. Sie erlauben es den Besucherinnen und Besuchern, sich während der Öffnungszeiten zum Zeitpunkt ihrer Wahl, in ihrem eigenen Tempo und in ihrer eigenen Reihenfolge durch die Bereiche führen zu lassen und dort die Informationen abzurufen, die für sie interessant sind. Mehrsprachigkeitund die Möglichkeit, sich Texte wiederholt anzuhören, sind dabei selbstverständlich. Für die Museen selbst kommt der Vorteil hinzu, dass dieses Angebot ohne zusätzlichen Personaleinsatz gemacht werden kann – wenn man die Erstellung des Audioguides und die Verwaltung der Abspielgeräte außer Acht lässt. Die Audioguides in Museen sind überwiegend an Geräte gebunden, die vor Ort ausgeliehen werden können. Inzwischen sind jedoch auch einige Audioguide-Apps im Einsatz.

Bibliotheken in Dänemark – Dienstleistungen und Trends frei

Wolfgang Ratzek (†) und Stefan Volkmann
“Dänemark gilt international als Musterbeispiel für ein modernes, hoch entwickeltes Bibliothekswesen.„ Mit diesen Worten führt die Bertelsmann Stiftung ((2004, S. 29); Hapel, 2010) in ihre best-practice Recherche ein. Als Alleinstellungsmerkmale nennt sie die gesetzliche Absicherung, die hohe Reputation in der Bevölkerung und ein kooperatives Nebeneinander verschiedenster Institutionen. Eine derart hohe Kundenzufriedenheit (Bertelsmann Stiftung, 2004, S. 9) und durchschnittliche Ausleihzahlen, die sich von den deutschen um das Vierfache unterscheiden, müssen auch für herausragende bibliothekarische Dienstleistungen sprechen.