20. April 2018
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Die TIB auf dem Weg zur Stiftung

TIB-Direktor Uwe Rosemann über die Zukunft der Technischen Informationsbibliothek

Das Ziel haben wir klar vor Augen: Die Technische Informationsbibliothek (TIB) soll zum 1. Januar 2015 eine Stiftung des öffentlichen Rechts werden. Auf dem Weg dorthin brachte das Jahr 2013 wesentliche Weichenstellungen. Die Forderung nach einer selbstständigen Rechtsform der TIB gibt es bereits seit 2011 – als ein Ergebnis der Evaluierung, der sich die Bibliothek als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft alle sieben Jahre stellen muss.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1959 arbeitet die TIB sehr eng mit der Universitätsbibliothek Hannover (UB) zusammen. Es gibt – unter Beachtung unterschiedlicher Zielgruppen und Finanzierungsströme – eine dichte Verzahnung beider Bibliotheken. Diese über Jahrzehnte gewachsenen Synergien würde eine formale Trennung aufheben: So wurde denn die Idee geboren, nicht nur die TIB, sondern TIB und UB zusammen in eine Stiftung des öffentlichen Rechts zu überführen.

Träger und Zuwendungsgeber von TIB und UB haben die Integration beider Bibliotheken begrüßt und beschlossen. Das hierfür notwendige Gesetz, eine Satzung wie auch verschiedene Kooperationsverträge werden derzeit vorbereitet. Der gesamte Umsetzungsprozess mit grundlegenden Strukturveränderungen in der TIB wird durch eine bibliotheksinterne Organisationsentwicklung begleitet, die für Information und Transparenz bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgt. Die Aufgaben der überregionalen Literatur- und Informationsversorgung der TIB und ihre Finanzierung durch Bund und Länder bleiben ebenso erhalten wie die Aufgabe der lokalen Versorgung der Leibniz Universität Hannover durch die UB, finanziert durch das Land Niedersachsen.

Die TIB, die schon jetzt in Forschung und Entwicklung aktiv ist, baut 2014 – parallel zum Rechtsformprozess – ihren Forschungsbereich weiter aus. In Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover wird in diesem Jahr eine Professur für Visual Analytics installiert. Der Schwerpunkt wird auf Forschungsaufgaben zu Zugangs- und Nutzungsbedingungen nicht-textueller Materialien wie 3D-Modellen, audiovisuellen Medien und Forschungsdaten liegen.

Am Ende des Gesamtprozesses wird eine große, leistungsstarke und hoch innovative Bibliothek stehen. Eine Bibliothek, die den zukünftigen Anforderungen ihrer Kunden und Nutzer sicher gewachsen sein wird, da sie auch auf Basis eigener Forschungsleistungen die Entwicklung und Bereitstellung nachhaltiger digitaler Informationsdienste gewährleisten kann.


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