22. Mai 2018
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Der Wissenschaft dienen – Festschrift 125 Jahre Karger Verlag

Seit 125 Jahren veröffentlicht der Karger Verlag qualitativ hochstehende Publikationen in allen Fachgebieten der Medizin. Die Festschrift «Karger – Connecting the World of Biomedical Science» erzählt die Geschichte des schweizerischen Familienunternehmens auf anschauliche Weise nach und nennt die Herausforderungen in der Gegenwart wie zum Beispiel die Digitalisierung.

«Der Karger Verlag hat zu einem frühen Zeitpunkt die Computertechnologie eingeführt und sie im gesamten Publikationsprozess angewendet», schreibt Harold M. Schmeck junior, Wissenschaftsjournalist bei der «New York Times» und Autor des ersten Teils der Festschrift «Karger – Connecting the World of Biomedical Science». Sie erscheint zum 125-jährigen Verlagsjubiläum 2015 als gebundenes Buch mit 200 reich illus-trierten Seiten. Schmecks sorgfältig recherchierter, lebendig erzählter Bericht erschien bereits zum 100-jährigen Verlagsjubiläum 1990, er hat nichts an Aktualität eingebüsst.

Der zweite Teil der Festschrift, den die Historikerin Mechthild Hempe aus Köln auf der Grundlage von Inter-views und Dokumenten verfasst hat, zeichnet die Jahre 1990 bis 2015 nach im Umfeld diverser Heraus-forderungen an das Verlagsgeschäft und das Wissensmanagement, zum Beispiel die Digitalisierung und Open Access.

«Die Zeichen der Zeit erkennen» Die Festschrift ist rechtzeitig zum Karger Jubiläumsfest erschienen, zu dem sich am 26. Juni 230 Mitarbei-tende aus der ganzen Welt in Basel getroffen haben. Gabriella Karger, die den Karger Verlag sowie das Gesamtunternehmen S. Karger AG in vierter Generation führt: «Dem Karger Verlag wünsche ich zum Geburtstag, dass wir weiterhin erfolgreich sind und die Zeichen der Zeit erkennen. Unser oberstes Ziel ist und bleibt es, der Wissenschaft zu dienen.»

Von der Gründung bis zur Gegenwart Am 1. April 1890 gründete Samuel Karger (1863–1935) in Berlin den Karger Verlag mit dem Ziel, medi-zinische Literatur für praktizierende Ärzte zugänglich zu machen. Die erste Publikation war ein Leitfaden für Geburtshilfe. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten in Deutschland zog sein Sohn Heinz Karger (1895–1959), der die Verlagsleitung übernommen hatte, 1937 mit seiner Familie nach Basel.

Heinz Kargers Sohn Thomas Karger, bei der Übersiedlung in die Schweiz sieben Jahre alt und heute Verwaltungsrat der S. Karger AG, internationalisierte den Verlag als Geschäftsführer (1959–1999) erfolg-reich und erweiterte ihn um die Unternehmenszweige Karger Libri Internationale Zeitschriftenagentur (seit 1960) sowie die Buchhandlung Karger Libri (seit 1967), beide ebenfalls in Basel. Anschliessend leitete sein ältester Sohn Steven Karger (1959–2008) den Verlag bis zu seinem frühen Tod 2008 mit 49 Jahren. Heute führt die jüngste Tochter Gabriella Karger (geb. 1964) Verlag und Unternehmen.

www.karger.com/festschrift

 



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