17. November 2018
  NEWS

DGI-Konferenz 2016, Erfahrung reloaded – Vom Mundaneum zum Web of Everything

19. und 20. Mai 2016 im Tagungszentrum (Caritas), Alte Mainzer Gasse 10, in Frankfurt am Main

Technologische Entwicklungen der letzten fünfzig Jahre haben uns weltumspannende Informations- und Kommunikationsdienste beschert. Viele Grundlagen stammen von Visionären wie Paul Otlet, Henri La Fontaine (geistige Väter des Mundaneums) oder Vannevar Bush (Vordenker für den Hypertext) und gründen auf Erfahrungen langjähriger dokumentarischer Praxis.

Im zweitägigen Programm der DGI-Konferenz kommen Experten zu Wort, die darauf aufbauend neue Dimensionen der Informationserschließung entwickelt haben und aktuelle Trends kritisch begleiten. Tom Alby von Google Germany GmbH geht mit seiner Keynote gleich in “Die Zukunft der Suche“ und auf die Filterblasen der Suchmaschinen ein, gefolgt von Prof. Dr. Frank Hartmann, Bauhaus-Universität Weimar, der über „Das Mundaneum, Paul Otlet und die Wissensallmende“ referiert und an die Leistungen der Vordenker erinnert. Eine weitere Keynote des ersten Tages wird von Prof. Dr. Eric Hilgendorf, Universität Würzburg, bestritten, der „Roboter als 'Wissensarbeiter'“ auf die Aspekte von Sozialmoral und Recht hin untersucht. Dr. Hauke Janssen, Leiter der Dokumentation des Spiegel-Verlages, erläutert die Herausforderungen des „Fact-Checking“ für die Redaktionen.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion fragen wir nach den Wegen aus der Defensive für unsere Profession. Jüngste Entwicklungen drohen etablierten Einrichtungen und Studiengängen mit Schließungen oder Personalabbau, bekannte Fachinformationseinrichtungen definieren ihr Portfolio neu und zwingen zur Diskussion über die aktuellen Ereignisse. Und das in einer Zeit, in der der Bedarf nach Information Professionals größer denn je sein müsste. Unter dem Motto: „Informationswissenschaft zwischen Krise und Renaissance – Wege aus der Defensive“ diskutieren Dr. Rafael Ball, ETH Zürich, Dr. Hauke Janssen, Der SPIEGEL, Prof. Dr. Günther Neher, FH Potsdam und Guido Schenk, Dow Jones News GmbH, moderiert von Reinhard Karger, DFKI/Präsident der DGI.

Tag zwei startet mit der Neuausrichtung des IuD-Studiengangs an der FH-Potsdam. Prof. Dr. Angela Schreyer erläutert die strategischen Ziele und Gründe für die Modernisierung. Drei zukunftsweisende, studentische Projekte der FH-Potsdam zu Daten-, Prozessmanagement und Wissenstransfer werden von den Studierenden Christina Loose, Björn Steffenhagen, Martin Heger und Eva Schneider vorgestellt. Prof. Dr. Marc Rittberger vom DIPF, Frankfurt am Main erläutert danach die „Logfileanalyse zwischen Nutzerinteraktion und Kompetenzmessung“ der Infrastruktureinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Prof. Dr. Ulrike Spree, Hochschule Hamburg wird kritisch mit der Wissensorganisation ins Gericht gehen; ihr Vortragstitel räumt ein, dass auch „Fehler gemacht“ wurden und blickt auf „20 Jahre gute Wissensorganisation – schlechte Wissensorganisation “ zurück. Die folgenden Beiträgen zeigen neue Wege der Fachinformation. Dr. Babett Bolle stellt uns „Die high-performance-Plattform New STN“ als neue Recherchedimensionen beim FIZ Karlsruhe vor. Dr. rer. nat. Helge Knüttel, Universität Regensburg, referiert über die Möglichkeiten systematischer medizinischer Literatursuche ohne DIMDI, welches kürzlich durch die Ankündigung der Herausnahme von Literaturdatenbanken aus dem Angebot eine neue Politik eingeläutet hat. Abschließend hören wir Urlich Herb, Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, zu Entwicklungen im Open Access 2001-2016, der sich fragt ob sich OA „Von der Revolution zur Cash Cow?“ entwickelt.

Seien Sie dabei, treffen Sie Kollegen und Referenten zum Erfahrungsaustausch und diskutieren Sie mit.

Nähere Infos, Programm, Abstracts, Profile der Referenten und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter unter: http://dgi-info.de oder kontaktieren Sie die Ansprechpartnerinnen in der Geschäftsstelle unter mail@dgi-info.de. Mitglieder der DGI, der regionalen Arbeitskreise, VDI, Partnerverbände und Studierende erhalten Rabatte.

Elgin Helen Jakisch (DGI-Vorstand, Programmkomitee)

 



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