23. Juni 2018
  NEWS

Isabella Peters leitet Metrics Working Group in LIBER

Web-Science-Forscherin der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft will Empfehlungskatalog
erarbeiten lassen für optimale Metrik-Verwendung in Bibliotheken

Prof. Dr. Isabella Peters, Professorin für Web Science bei der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, wurde von LIBER, einem europäischen Netzwerk wissenschaftlicher Bibliotheken, ernannt als Leiterin der Arbeitsgruppe Metriken. Ihr Co-Chair ist Sarah Coombs von der Saxion University of Applied Sciences in den Niederlanden. Die rund 15-köpfige Arbeitsgruppe trifft sich am 28. Juni 2016 erstmalig auf der LIBER Konferenz in Helsinki. Ihre Aufgabe ist es, binnen 12 Monaten auf Basis von Best Practices einen Empfehlungskatalog zu erarbeiten für den optimalen Einsatz von Metriken in Bibliotheken und Informationsinfrastrukturen: Dazu zählt beispielsweise die Relevanzbeurteilung von Quellen ihrer Fachportale, die Darstellung der Forschungsleistung von Institutionen und Forschenden oder der Bestandsaufbau.

Der Lenkungsausschuss „Scholarly Communication and Research Infrastructures“ von LIBER, dem größten Netzwerk wissenschaftlicher Bibliotheken in Europa mit über 400 Mitgliedsinstitutionen, hat eine Metrics Working Group ins Leben gerufen. Diese soll bis zur LIBER Conference 2017 einen Empfehlungskatalog entwickeln für die bestmögliche Nutzung von Metriken in Bibliotheken und Infrastruktureinrichtungen. Dazu zählen beispielsweise Angaben dazu, wie häufig wissenschaftliche Artikel getwittert oder in Blogs erwähnt wurden.

Bibliotheken können diesen Empfehlungskatalog dann dazu anwenden, um beispielsweise zu entscheiden, welche Literatur in den Bestand aufgenommen werden soll, welche Social-Media-Metriken angemessen sind für die vorhandene Literatur und Zielgruppe oder welche Aussagen über den Einfluss von wissenschaftlichen Quellen getroffen werden können.

Traditionell werden bibliometrische Indikatoren, wie H-Index und Impact Factor, verwendet. Mit der gesteigerten Nutzung von Social-Media-Plattformen durch Forschende und die breitere Öffentlichkeit, können hierfür nun auch Metriken genutzt werden, die auf Social-Media-Interaktionen basieren, zum Beispiel die Häufigkeit, mit der ein Artikel auf Social Media-Plattformen erwähnt wird. Die Berücksichtigung solcher alternativen Metriken („altmetrics“) soll ein ganzheitlicheres Bild des Einflusses von Wissenschaft auf Forschende und die Gesellschaft ermöglichen. Die Frage ist, inwieweit und in welcher Form Bibliotheken hier eine Rolle spielen können.

Prof. Dr. Isabella Peters, Professorin für Web Science bei der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, wurde nun vom LIBER-Lenkungsausschuss als Leiterin der Arbeitsgruppe Metriken ernannt. Ihr Co-Chair ist Sarah Coombs von der Saxion University of Applied Sciences in den Niederlanden.

Peters erklärt: „Nachdem Altmetrics zur Darstellung wissenschaftlicher Leistungen schon seit geraumer Zeit diskutiert wird, wird diese Arbeitsgruppe Altmetrics und seine Auswirkungen auf Bibliotheken erstmals umfassend und handlungsorientiert bearbeiten.“ Die Arbeitsgruppe findet erstmalig zusammen auf der LIBER Annual Conference in Helsinki am 28. Juni 2016.

http://www.zbw.eu/de/forschung/

 



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