4. Februar 2023
  WEITERE NEWS
Aktuelles aus
L
ibrary
Essentials

In der Ausgabe 10/01-2022/23 (Jan./Feb. 2023) lesen Sie u.a.:

  • Bibliotheken und die Frage der Interims-Führungskräfte
  • Forderung nach einer standardisierten Kennzeichnung von Preprints
  • Soziale Medien: Ich teile, also weiß ich
  • Die „MINT-Lücke“ in Deutschland
    wird wieder größer
  • Trends 2023: Optimierte Technologien für Klimawandel, Gesundheitskrise etc
  • KI-generierte Texte und Inhalte:
    zwischen Chance und Gefahren
  • Studie: Seit den 1950er-Jahren kaum noch große wissenschaftliche Entdeckungen und Innovationen
  • Digitalisierung am Arbeitsplatz stellt für Beschäftigte oft eine Belastung dar
  • E-Science-Tage 2023
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2022

KUNST | FOTOGRAFIE
Utopie auf Platte

LANDESKUNDE

  • Letzte Geheimnisse des Orients
  • Russland | Putin

PHILOSOPHIE
Ökonomie bei Platon

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Alexander von Humboldt:
Geographie der Pflanzen

RECHT
Staatsrechtslehrer | Rechtsgeschichte | Verfassungsrecht | Verwaltungsrecht | Insolvenzrecht | Steuerrecht | Umwelt- u. Planungsrecht | Zivilprozessrecht | Bürgerliches Recht | Schuldrecht

VERLAGE
150 Jahre Harrassowitz

BIOGRAFIEN
Frauenspuren

uvm

De Gruyter veröffentlicht J.M.R.-Lenz-Handbuch

Als Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792) vor 225 Jahren in Moskau tot aufgefunden wurde, war das der deutschen Öffentlichkeit nur eine kurze Zeitungsnotiz wert. Lenz werde, so hieß es, „von wenigen betrauert, und von keinem vermisst“. Vom ehemaligen Freund und übermächtigen Konkurrenten Goethe in „Dichtung und Wahrheit“ mit abschätzigem Urteil als „vorübergehendes Meteor“ bedacht, blieb Lenz lange Zeit eine Fußnote der Goethe-Forschung und war lediglich als Protagonist der berühmten Lenz-Novelle Georg Büchners bekannt.

Lenz wurde im russischen Livland geboren, war Autor in Straßburg und Weimar, „schwermütiger“ Patient im Elsass und Lehrer und Schriftsteller in Moskau. Stets auf der Suche nach Anerkennung durch den kunstfeindlichen Vater, den Freund Goethe, ein geniehungriges Publikum oder einen Fürsten und immer verliebt in unerreichbare Frauen, war er als Autor erst gefeiert und dann verstoßen. Er experimentierte mit neuartigen Konzepten von Autorschaft, fragmentarischen Schreibweisen und offenen Formen, die schon im 18. Jahrhundert auf die Moderne verwiesen. Heute gilt Lenz als einer der innovativsten deutschsprachigen Sturm-und-Drang-Schriftsteller, dessen Schreibweisen und Themen anschlussfähig bis in die Gegenwart sind.

Das J.M.R.-Lenz-Handbuch, das nun im Wissenschaftsverlag De Gruyter erschienen ist, behandelt erstmals systematisch den aktuellen Forschungsstand zu Leben und Werk, aber auch thematische Aspekte wie Sexualität, Religion, Militär, Selbstmord oder Geld. Neben der Forschungsgeschichte gibt das Handbuch auch den verschiedenen Phasen der Lenz-Rezeption in den unterschiedlichsten Medien Raum. Das auf dem Gebiet der Lenz-Forschung ausgewiesene Herausgeberteam aus Julia Freytag, Inge Stephan und Hans-Gerd Winter entwirft ein faszinierendes, facettenreiches Bild von Autor und Werk, das die künftige Beschäftigung mit Lenz maßgeblich bestimmen wird.

www.degruyter.com