23. Juli 2018
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Ideenwettbewerb 2009 „Bibliothekseinrichtung der Zukunft“

ekz zeichnet innovative Bibliotheksplaner aus

Die Entwürfe und die Preisträger des Ideenwettbewerbs 2009 „Bibliothekseinrichtung der Zukunft“, den die ekz.bibliotheksservice GmbH ausgeschrieben hatte, standen im Mittelpunkt der Preisverleihung, die im Rahmen des 98. Deutschen Bibliothekartags in Erfurt stattfand. Der erste Platz ging an das Büro Reich und Wamser GbR, Düsseldorf, den zweiten Platz belegten Nicole Gregoire, Kiel, sowie Isabel Riese aus London/Großbritannien und Immanuel Geis, Aachen.

Auf dem Foto v.l.n.r.: Nicole Gregoire, Christian Weegen, Verena Wamser, Klaus Dahm, Stanley Reich, Dr. Norbert Kamp, Prof. Dr. Martin Götz

Erstmals veranstaltete die ekz einen Ideenwettbewerb mit dem Titel "Bibliothekseinrichtung der Zukunft" für Architekten, Innenarchitekten, Designer, Studenten und Planer. Gesucht wurden innovative Entwürfe zur gesamten Bibliothek oder zu einzelnen Bereichen, die sich durch eine zukunftsweisende Konzeption auszeichnen. Über 70 Teilnehmer reichten Entwürfe ein und die Jury - bestehend aus Innenarchitekten und Bibliothekaren - wählte drei Preisträger aus. Weitere Arbeiten erhielten Belobigungen. Aufgrund der hohen Qualität der Arbeiten gab es gleich zwei zweite Plätze. Der erste Platz ging an das Büro Reich und Wamser GbR, Düsseldorf, den zweiten Platz belegten sowohl Nicole Gregoire, Kiel, als auch Isabel Riese aus London/Großbritannien und Immanuel Geis, Aachen.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des 98. Deutschen Bibliothekartags am 3. Juni 2009 in Erfurt statt. Dort wurden alle drei Siegerentwürfe sowie die Menschen hinter den Ideen einem breiten Publikum vorgestellt. Weitere eingereichte Arbeiten wurden am ekz-Messestand in einer digitalen Ausstellung präsentiert und zogen das Interesse auf sich.

Der Bibliotheks-Entwurf der Gewinner Reich und Wamser basiert auf einem „molekularen Prinzip“, das eine hohe Flexibilität innerhalb eines durchgängigen Gesamtkonzepts ermöglicht. Die Module können unterschiedlich kombiniert werden, die einzelnen Bereiche der Inneneinrichtung sind Teile des Ganzen. Ein Café bildet das Herzstück und hat innerhalb der Anordnung zentrale Verteilfunktion, ist Marktplatz oder Treffpunkt und kann Vorträgen oder Ausstellungen Platz und Raum geben. Die einzelnen Module können individuell gestaltet werden. Besonderheiten sind etwa eine raumbildende Leselounge oder die Tatsache, dass die Beschriftung und Beschilderung durch Projektionen auf Böden oder Decken erfolgen können und damit flexibel sind. Denkbar ist auch, dass die Module in unterschiedlichen Kontexten autarke Bibliothekseinheiten darstellen: beispielsweise in Museen, Einkaufszentren oder U-Bahnhöfen. So sprechen sie direkt vor Ort verschiedene Zielgruppen an.

Recycelte Seecontainer bilden den architektonischen Rahmen für das robuste modulare System „Reise Bibliothek“ von Isabel Riese und Immanuel Geis. Die industriell gefertigte Hülle ist kostengünstig. Die Wiederverwendbarkeit der beliebig additionsfähigen modularen Elemente erzeugt eine große Nachhaltigkeit. Eine Einheit aus fünf Containern kann 2.500 Medien bereithalten, sie dient als flexible Ergänzung zu lokal fest verankerten Bibliotheken oder ersetzt diese für eine bestimmte Zeit. Auch in Entwicklungsländern können die Container als angelieferte ausleihfertige Bibliothek eingesetzt werden. Zeitlich begrenzte Aktionsbibliotheken oder auch Testbibliotheken, die einen Nutzungsbedarf messen können, werden möglich. Ein passendes Sitzmöbel - „Lesehöhle“ genannt - ist in die Innenwände der mit Büchern und Daten gefüllten Container integriert.

Das modulare Bibliotheks-System „Tripel“ von Nicole Gregoire besteht aus drei verschiedenen Moduleinheiten mit den Namen „Lesen“, „Arbeiten“ und „Bücher“. Sie sind mit einer Hülle bespannt, die - nach Bedarf - mehr oder weniger Ein- und Durchblick ermöglicht. Die Grundkuben sind stapelbar und entsprechend ihrer jeweiligen Nutzung eingerichtet. Sie sind aus unterschiedlichem Material gefertigt und differenziert beleuchtet, die Hüllen können zur Orientierung bedruckt werden. In den „Lesekuben“ dominiert eine durchgehende Sitzlandschaft, die „Arbeitskuben“ sind funktional, ausgestattet etwa mit federnden Knie- und Stehstühlen. In den „Bücherkuben“ sind die Medien in rotierenden Regalen frontal präsentiert und sorgen für eine sich ständig wandelnde Inneneinrichtung und eine sich ändernde Fassade. Mobile Endgeräte (Palms) zeigen auf dem Display den Weg zu einzelnen Medien in den Regalen und bieten darüber hinaus weitere Informationen bis hin zu kurzen Leserbeurteilungen, die die Besucher aktiv eingeben.

Die ekz.bibliotheksservice GmbH ist der Komplettanbieter für Bibliotheken. Für alle Anforderungen erfolgreicher Bibliotheksarbeit bietet sie zukunftsweisende Lösungen: Medien, Möbel, Material, Technik, Fortbildung und Bibliotheksentwicklung. Eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen steht für die Partner bereit – hochwertig, praxiserprobt, innovativ. Viele Bibliotheken, Institute, Behörden und Bildungseinrichtungen arbeiten erfolgreich mit der ekz zusammen. Sie schätzen die Erfahrung und Verlässlichkeit, die Ideen und die Bereitschaft, gemeinsam neue Wege zu gehen.


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