22. Januar 2018
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WorldCat gewinnt durch neue Abkommen weiter an Attraktivität

Oberhaching - In den letzten Monaten hat OCLC vier neue Abkommen mit europäischen Nationalbibliotheken und deren angegliederten Institutionen zur Bereitstellung ihrer Daten in WorldCat abgeschlossen.

Ziel dieser Vereinbarungen ist die signifikante Erhöhung des WorldCat-Bestandsvolumens und der Web-Präsenz von Bibliotheken in der OCLC-Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika).

Diese jüngsten Abkommen zeigen, dass Bibliotheken außerhalb der USA sehr positiv auf die Möglichkeiten reagieren, die Ihnen WorldCat bietet: Optimierung des Workflows sowie Erhöhung der Internet-Präsenz durch die globale WorldCat.org-Webseite, das globale Webportal für die Recherche von Bibliotheksbeständen und Nutzung von Services der weltweiten OCLC-Bibliotheksgemeinschaft.

In Dänemark wird WorldCat aufgrund der Vereinbarung mit dem DanskBibliotekCenter (DBC) durch die Bestände des Danish National Union Catalogue (DanBib) erweitert. Das DBC ist verantwortlich für die Bereitstellung der dänischen digitalen Infrastruktur und verwaltet den Dänischen Nationalkatalog DanBib. Das Abkommen ist das Ergebnis einer langjährigen Pilotierungsphase in Zusammenarbeit mit der Danish Agency for Libraries and Media (DALM), einer staatlichen Institution für Öffentliche und Wissenschaftliche Bibliotheken. Die Pilotierung fand unter Beteiligung von Wissenschaftlichen und Öffentlichen Bibliotheken in ganz Dänemark statt. Es wurden ca. 10 Millionen dänische Datensätze in WorldCat geladen. Zusätzlich wird eine Verbindung zwischen WorldCat.org und "bibliotek.dk" eingerichtet. Bibliotek.dk ist ein nationaler Dienst unter Aufsicht des DBC und ermöglicht allen Dänen die kostenfreie Suche und Ausleihe von Medien bei jeder beliebigen dänischen Bibliothek.

Jens Thorhauge, Generaldirektor der Danish Agency for Libraries and Media unterstreicht: "Wir sind überzeugt, dass unser beliebter Service "bibliotek.dk" von der Steigerung der Webseitenaufrufe und Suchanfragen profitieren wird."

In der Schweiz wird der Informationsverbund Deutschschweiz (IDS) die bibliografischen Datensätze der fünf IDS-Verbund-Datenbanken und deren Partner in WorldCat laden. Durch die Daten des IDS-Verbunds, zu dem auch die Luxemburgische Nationalbibliothek und die Landesbibliothek Liechtenstein gehören, wird WorldCat um schätzungsweise 10 Millionen bibliografische Datensätze und 16 Millionen Bestandsdaten wachsen.

Absicht des IDS ist es, für die Schweizer Bibliotheken durch WorldCat.org eine erhöhte Sichtbarkeit im Web zu erreichen und ihnen einen Zugang zu den 130 Millionen WorldCat-Datensätzen zu ermöglichen.

In Slowenien hat OCLC mit dem Institut für Informationswissenschaft (IZUM) eine Vereinbarung zum Laden von 3 Millionen Datensätzen bis Ende dieses Jahres getroffen. Das Institut vertritt die Interessen von mehr als 380 Wissenschaftlichen, Öffentlichen und anderen Bibliotheken und ist vorwiegend in der Entwicklung und Administration des COBISS-Systems (Co-operative Online Bibliographic System and Services) tätig, der Kernkomponente des Bibliotheksinformationssystems mit Funktionen zur verteilten Katalogisierung. Zudem bietet es diverse anderen Softwarelösungen zur Bibliotheksautomatisierung an. IZUM stellt den slowenischen Nutzern zusätzlich einen kostenfreien Zugang zu verschiedenen ausländischen Datenbanken und Diensten inkl. OCLC FirstSearch zur Verfügung.

Tomaz Seljak, Direktor des IZUM: "In Slowenien waren wir vor allem daran interessiert, WorldCat durch bibliografische Daten von Werken slowenischer Autoren anzureichern und durch WorldCat.org COBISS.SI im Internet weltweit zu publizieren."

In Israel schließlich wurde ein Abkommen mit MALMAD, einem Verbund von mehr als 30 wissenschaftlichen Institutionen geschlossen, durch das rückwirkend die gesamten Bestände in WorldCat geladen werden. Dadurch stehen diese Bestände in OCLC Connexion, OCLC FirstSearch und WorldCat Resource Sharing zur Verfügung.

Dr. Sigal Scher, Direktor des MALMAD-Verbundes: "Durch die Mitgliedschaft bei OCLC und WorldCat sind die Bestände der israelischen Wissenschaftlichen Bibliotheken im Internet noch besser zugänglich und sichtbar".

Die Abkommen wurden auf der von OCLC gesponsorten 75. IFLA General Conference in Mailand öffentlich vorgestellt. Rein van Charldorp, Managing Director der OCLC-Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) sagte dazu: "Als OCLC sind wir auf die Vernetzung, Effizienzsteigerung und Internet-Publizierung von Bibliotheken spezialisiert. Die breite Palette und die Funktionsvielfalt der WorldCat-Services stellt ein zunehmend attraktives Angebot für alle Bibliotheken dieser Region dar."

Das DanskBibliotekCenter (DBC)
DBC ist ein entwicklungsorientiertes Unternehmen, das auf Innovation und Kreativität setzt. Die professionelle Kompetenz basiert auf einer Kombination aus technischem Know-how und der Berücksichtigung bibliothekarischer Interessen. www.dbc.dk

Der Informationsverbund Deutschschweiz (IDS)
Der IDS besteht aus sieben Partnern in fünf Aleph-Verbünden und deckt alle Universitäts- und Hochschulbibliotheken der Deutschschweiz ab (ca. 450 Bibliotheken, über 13,5 Mio. Titelaufnahmen). Die Verbünde sind autonom; es besteht jedoch eine intensive Zusammenarbeit (gemeinsames Regelwerk etc.) und eine schlanke Verbund­organisation für gemeinsame Projekte. www.informationsverbund.ch

Das Institut für Informationswissenschaft (IZUM)
Gegründet durch die Regierung der Republik Slowenien, ist IZUM (www.izum.si) eine öffentliche Einrichtung mit derzeit 110 Mitarbeitern, die seit 1984 in der Bibliotheksautomatisierung tätig ist. Seit mehr als 20 Jahren ist IZUM das regionale Zentrum für die Entwicklung von Systemen für das Bibliotheksmanagement und wissenschaftliche Forschung. Heute nehmen fast 600 Bibliotheken aus Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro und Serbien an COBISS (Cooperative Online Bibliographic System and Services) teil. Das Netzwerk "COBISS.Net" (www.cobiss.net) wird derzeit für den Einsatz in Bulgarien, Albanien und dem Kosovo vorbereitet. IZUM stellt den Bibliotheken nicht nur Softwarelösungen zur Bibliotheksorganisation und -automatisierung sowie Software-Support zur Verfügung, sondern unterstützt ebenfalls Forschungseinrichtungen durch eine große Palette an Softwarelösungen zur Kontrolle und Auswertung von Forschungsergebnissen.

MALMAD: Israel Center for Digital Information Services
MALMAD, das Israelische Zentrum für Digitale Informationsdienste wurde 1998 von einem Gremium von Universitätsleitern zur Unterstützung des Inter University Computation Centers (IUCC) gegründet. Als Verbund ist es für die Beschaffung, Lizenzierung und Verwaltung von Informationsdiensten für israelische Universitäten und Hochschulen zuständig.

MALMAD bietet hocheffektive digitale Informationsdienste an und trägt durch interuniversitäre Kooperation und Bündelung der Ressourcen in erheblichem Maße zur Kostenreduzierung bei.
malmad.iucc.ac.il
www.oclc.org


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