23. Oktober 2019
  NEWS

Geisteswissenschaften International: Korinna Schönhärls Werk
zum historischen Bankgewerbe Griechenlands ausgezeichnet

Insgesamt 17 geisteswissenschaftliche Werke erhalten Übersetzungsförderung

Korinna Schönhärl erhält den Sonderpreis des Programms „Geisteswissenschaften International“ (GWI). Der Preis zur Förderung herausragender geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung zeichnet die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Sozial-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Duisburg-Essen für ihr Buch  „Finanziers in Sehnsuchtsräumen. Europäische Banken und Griechenland im 19. Jahrhundert“ (Vandenhoeck & Ruprecht) aus. Insgesamt 17 geisteswissenschaftliche Werke profitieren in diesem Frühjahr von einer Übersetzungsförderung durch das Programm. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Fritz Thyssen Stiftung, die VG WORT und das Auswärtige Amt zeichnen zweimal im Jahr herausragende geistes- und sozialwissenschaftliche Werke aus und finanzieren deren Übersetzung ins Englische.

Die Begründung der Jury: „Das Buch von Korinna Schönhärl bietet einen ergiebigen Schlüssel zum Verständnis der griechischen Geschichte im 19. Jahrhundert – und darüber hinaus eine transnationale Perspektive auf Europa. Die Verfasserin zieht vernünftigerweise keine Parallelen zur griechischen Finanzkrise der letzten Jahre. Aber der Glaube, dass Privatisierung ein Allheilmittel sei und wirtschaftliche Effizienz garantiere – dieser Glaube wird dem Leser gründlich ausgetrieben.“

Neben Korinna Schönhärl werden im Frühjahr 2019 ausgezeichnet:

Für die Übersetzung der ausgezeichneten Werke ins Englische stellt GWI 550.000 Euro jährlich zur Verfügung. Ziel der Auszeichnung ist es, deutsche Forschungsergebnisse in den Sozial- und Geisteswissenschaften international stärker zu verbreiten und die globale Vernetzung deutscher Wissenschaft voranzutreiben. Die Zahl der in den englischen Sprachraum vergebenen Lizenzen soll so dauerhaft erhöht werden.

Der Jury gehören an: Prof. Dr. Luca Giuliani (Wissenschaftskolleg zu Berlin; Vorsitzender der Jury), Prof. Dr. Tilman Allert (Universität Frankfurt, emeritiert), Barbara Budrich (Barbara Budrich Verlag), Alexander Cammann (Die ZEIT), Prof. Dr. Philipp Gassert (Universität Mannheim), Dr. Jan Niklas Howe (Universität München), Prof. Dr. Doris Kaufmann (Universität Bremen), Prof. Dr. Christoph Menke (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Gloria Meynen (Universität Friedrichshafen), Martin Rethmeier (De Gruyter), Dr. Julia Voss (Universität Lüneburg).

Die nächste Ausschreibung läuft vom 1. Juni bis zum 31. Juli 2019.

 



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