5. Oktober 2022
  WEITERE NEWS
Aktuelles aus
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 6/2022 (September 2022) lesen Sie u.a.:

  • Data Librarianship: Aktuelle Entwick­lungen und Heraus­forderungen
  • Kommt es zu einem Comeback von Information Professionals in Medienunternehmen?
  • Open Access ist gut für die Wissenschaft, aber nicht ohne Risiken
  • Paper Mills als eine ernsthafte Bedrohung für die wissenschaftliche Integrität
  • Aktuelle Trends in der Hochschulbildung
  • Daten zur wissenschaftlichen Verlagsbranche
  • Sind A-Books die Zukunft des gedruckten Buchs?
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 4 / 2022

ASTRONOMIE
Die Welt über unseren Köpfen

PHILOSOPHIE
Philosophie in der islamischen Welt

ZEITGESCHICHTE
Frantz Fanon: Für eine afrikanische Revolution

RECHT
Umwelt- und Klimaschutzrecht

BETRIEBSWIRTSCHAFT
Nachhaltig managen

BIOGRAFIEN
Herrscherinnen mit Einfluss

uvm

Die deutsche Buchbranche appelliert an Bundesregierung

„Wir brauchen noch in diesem Jahr einen gesonderten Gesetzentwurf zur Verlegerbeteiligung!“

Die Entscheidung über eine Neuregelung des Urheberrechtsgesetzes steht weiterhin aus, die Wiedereinführung der Verlegerbeteiligung ist ausgebremst. Die fehlenden Ausschüttungen durch die Verwertungsgesellschaften sind für Verlage in Deutschland existenzbedrohend.

Anlässlich seiner 196. Hauptversammlung verabschiedete der Börsenverein des Deutschen Buchhandels heute folgenden Appell:

    „Wir appellieren an die Bundesregierung, die Beteiligung der Verlage an den Ausschüttungen von Verwertungsgesellschaften aus dem Referentenentwurf für ein erstes Gesetz zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarkts herauszunehmen und diese Regelung noch in diesem Jahr in einem gesonderten Gesetzentwurf in den Deutschen Bundestag zur Ersten Lesung einzubringen.

    Seit 2015 erhalten Verlage keinen garantierten Ausgleich mehr, wenn ihre Publikationen privat kopiert, durch Bibliotheken verliehen oder sonst in gesetzlich erlaubter Weise genutzt werden. Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat haben mehrfach und unmissverständlich ihren Willen bekundet, die Verlegerbeteiligung nach der dafür notwendigen Klarstellung durch die EU-Kommission gesetzlich wieder vollumfänglich herzustellen und damit auch für die Zukunft die gemeinsame Rechtewahrnehmung von Urheber*innen und Verlagen in einer Verwertungsgesellschaft sicherzustellen.

    Die Klarstellung der EU-Kommission liegt seit anderthalb Jahren vor. Doch erst jetzt hat das Bundesjustizministerium einen Referentenentwurf zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarkts veröffentlicht, mit dem unter anderem die Verlegerbeteiligung geregelt werden soll. Ob es zu einer Neuregelung des Urheberrechts kommt, ist aktuell höchst fraglich. Bisher gibt es zu dem Entwurf von den Regierungsparteien keine gemeinsame Linie. Damit steht der Fortbestand der VG Wort als gemeinsame Verwertungsgesellschaft von Autor*innen und Verlagen endgültig und ohne Not auf dem Spiel.“

Der Börsenverein setzt sich seit 2015 für die Wiedereinführung einer rechtssicheren gesetzlichen Regelung ein, die Verlage angemessen an den Ausschüttungen von Verwertungsgesellschaften für die Nutzung ihrer Verlagswerke zu beteiligen. Die Verzögerung des Gesetzesentwurfs und die verlorenen Einnahmen bedrohen die Existenz insbesondere kleinerer Verlage. Der Fortbestand der VG Wort, die seit 1958 die Einnahmen aus gesetzlichen Vergütungsansprüchen verteilt, ist gefährdet.  

An der Online-Hauptversammlung des Börsenvereins 2020 nahmen heute Vertreter*innen von Verlagen, Buchhandlungen und Zwischenbuchhandel teil. Neben Verbandsthemen diskutierten sie auch aktuelle Themen aus Politik, Kultur und Branche.